Ein zufriedener Beitrag

Das Leben kann so schön sein. So schön smooth, so glatt.

Den Brillanten geht es gut, alle sind gesund, alles prima.

Die Tage werden länger, die Sonne schien jetzt einige Tage, man wohnt, man lebt, man freut sich. Weil man sich dessen bewusst ist.

Jemand sagt mit mitleidiger Stimme, in dem Alter der Brillanten seien die Jugendlichen ja auch schwierig.
Nö, hier nicht. Das können die sich gar nicht leisten. Mamamotzt ist zwar extrem lässig in vielen Dingen, aber da ist sie streng. Und kennt den Weg zur Haustür. Und würde ihn zur Not auch weisen.

Das liebe Geld

Aus Spaß hat sie eben noch einen Hartz IV-Rechner ausgefüllt, so, als ob sie nicht bienenfleißig erwerbstätig sei und über gar kein Einkommen verfügen würde. Eine einfache Version, ohne allzuviel Schnickschnack. 

Also entweder ist das viel Geld, der Rechner kaputt oder sie verdient ganz schön wenig. Der berühmte Satz: „Ohne Arbeit hätte ich mehr!“, er träfe mehr als zu. (Mit Hartz IV kann man ja auch Zuschussanträge für Klassenfahrten und Sportvereine stellen, wie geil wäre das denn?!) 

Trotzdem wird sie nicht hinrennen und den Rest beantragen, der der Familie vermutlich noch „zusteht“, im Gegenteil, es schüttelt sie alleine bei dem Gedanken. 
Und glücklicherweise ist sie in der Lage, ohne die bisherige Pflege schwerst Pflegebedürftiger „nebenbei“ sich um mehr freie Aufträge zu kümmern. Phasenweise mit Knochenjobs das monatliche Einkommen anzuheben. Und sie hat absolut keinen Nerv, dafür Quadratkilometer an Formularen auszufüllen, jeden Monat neu, weil sich das freie Einkommen ja verändert, und zu kontrollieren, wo ein „Groschen“ fehlt. 
Dafür aber noch einen Bewerbungsmarathon hinlegen zu müssen, um im Bezug zu bleiben. Nein, dann lieber manchmal verzichten und Suppe strecken. (Passiert nie, Suppe strecken. Verzicht ist wohl eher das Zauberwort.) 

Unabhängigkeit rulezzzz! 

Glücklicherweise sind die Brillanten groß genug, dass es einigermaßen hinhaut mit der vielen Arbeit = Abwesenheit, physisch und/oder psychisch. 

Erziehung nebenbei

Mamamotzt ist sicher nicht die erste Pädagogin ihrer Kinder, keine super Erzieherin oder ähnliches. Das extrem überhöhte Ideal, welches Eltern heute erfüllen wollen, ihre Kinder bis zum Erbrechen fördern oder maximal helikoptern (teils, ohne es zu wollen, ja, sogar ohne sich dessen bewusst zu sein), war eh nie ihres. Und sie kommt gepflegt nicht mal ihr eigenes, kleines Erziehungsideal heran.

Eine gewisse Menge Quantitätszeit mit dem Nachwuchs fällt zu oft unter den Tisch, weil Zeit und Nerven fehlen, noch ist bezahlter oder gar biologischer Ersatz zur Hand. Gemeinsame Mahlzeiten als fester Anker im Tag? Ha, ha, ha! Irgendwer ist immer nicht da, akut unterzuckert oder leider gerade satt. Schadeschadeschade, aber kaum zu ändern.

Die Brillanten wachsen auf, wie viele Milliarden Kinder vor und neben ihnen auf diesem Planeten: ohne Lob für jeden Schiss, einfach normal und nebenbei. Mittelstrukturiert und eilig geliebt, aber von Herzen!

Vieles, was sie können könnten, wird ihnen verwehrt bleiben, weil es nicht möglich ist. Das ist sehr bedauerlich. Bildungsbürgertum adé.
Aber vielleicht und hoffentlich haben sie Resilienzen gegen Unbill im Leben, weil sie erfahren haben: das Leben ist hart und ungerecht, aber mindestens ein Pfeiler ist unumstößlich. Mama. 

Ein ganz normaler Tag

Ein Kind bedankt sich für den schönen Tag heute (ein stinknormaler, aber es lief halt einfach mal alles so, wie man es für normal hält), ein Kind ist allmählich wieder gesund und für die Zeit seiner Krankheit konnte Mamamotzt bezahlt und versichert der Arbeit fernbleiben (ein einziger Fehltag, das Kind war natürlich länger krank, aber der Rest wurde anders abgefedert!), ein Kind wurde außerordentlich freundlicherweise von Bekannten zu einer kulturellen Veranstaltung mitgenommen, was sonst nicht möglich gewesen wäre.

Dankbar sein fällt eventuell viel leichter, wenn man materiell weniger hat. Dann fühlt man es besser.

Das Leben plätschert ruhig dahin

Das Leben plätschert derzeit ruhig dahin. Mehr hat sich Familie Mamamotzt lange nicht gewünscht. Ein Traum ist damit wahr geworden!

Einfach mal keine Katastrophen.
Vor allem einfach mal möglichst lange keine Entscheidungen als Laie über Leben und Tod mehr treffen müssen. Auch das Aus mit dem #Freund ist in der Nachbetrachtung eine Nachwehe dieses Traumas mit allen Folgewirkungen. Es ist wirklich ein Trauma, Pflege (zu Hause oder auch nicht zu Hause) kann einfach richtig scheiße sein und leider auch langanhaltende, unschöne Folgen ziehen.
Therapie? Nicht nötig. Manche Menschen machen sowas mit sich selbst aus, aber es braucht Zeit.

Die Familie ist stabil

Die Familie Mamaotzt ist derzeit stabil. So stabil wie lange nicht. Es fühlt sich einfach mal geschmeidig an.

Keine Dramen, weder beim Familienvorstand (Herzschmerz) noch bei den Brillanten (Freunde verursachen ja komischerweise häufig mehr Ärger als Freude …).

Möge es lange so bleiben.

THE END

 

 

P.S.: Eine fette Nachzahlung, die nicht mal verbrauchsabhängig ist (Grundsteuer B etc.) und ein häßliches Telefonat werden die positive und gechillte Stimmung jetzt auch nicht ändern!
Nimm das, Schicksal! Du kannst sie alle mal!

 

 

 

 

 

Unterhaltsscheiße

Fragen zum ausbleibenden Unterhalt an die Beistandschaft.

Keiner da. Keiner zuständig. Kein Ersatz.

Die Beistandschaft hatte vergangenes Jahr geraten, Titel irgendwo im Mangelbereich, seeeehr deutlich unter Mindestunterhalt zu akzeptieren. Das wäre für den Ex machbar, und dann würde er sicher zahlen.

Haha.
Sie ahnen es.

Er zahlte … nicht.

Nachdem während der Anlaufschwierigkeiten bis zu einem halben Jahr Rückfragen unsinnig sind („Der Ex muss sich erst dran gewöhnen …“), erschien das jetzt aber doch angebracht. Und das halbe Jahr ist noch nicht mal ganz um!

Die Kinder sind nackt und hungrig, wollen in Mamas geheiztes Zimmer und kratzen an der Haustür.

Sorry, die Mama hat ja Geld, die arbeitet ja auch. Aber es reicht halt nicht für den Nachwuchs. Und bekanntermaßen muss in Deutschland kein Kind verhungern oder erfrieren. Zitat.

Es möge sich also irgendwer drum kümmern. Mama kann ja leider nicht.

Zeit oder Bock auf monatlichen Papierkrieg mit eventuellen Zuschussstellen, der mehr Zeit frisst als er finanziell einbringt und lauter juristische Fallen birgt, hat sie leider auch nicht.

Kinder, bleibt draußen. Auch für euch hat Mama keine Zeit. Denn sie arbeitet ja. Leider in prekären Jobs, die lange dauern und wenig einbringen. Und danach muss sie sich erholen.

C u, nice, euch kennengelernt zu haben.
Seid echt nette Kinder.
Und sie liebt euch wirklich über alles. Aber leider …
Tschüssi! Bussi! Auf Nimmerwiedersehen! Und nicht vergessen: sie liebt euch über alles!!!

 

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Mamamotzt bleibt natürlich bei ihren Brillanten. Das ist nur die Ironie der Verzweiflung, oder so.

Stimmung steigt

Nachdem der letzte Beitrag noch von Nikolausfrust geprägt war, kann Mamamotzt längst Linderung vermelden.

Weihnachten war superlustig, wenn auch irre schräg. Das bleiben Familieninterna. 😉
Auch Silvester war ruhig und gemütlich.

Mamamotzt hat komplett durchgearbeitet, während die Brillanten chillten, was das Zeug hielt.

Stressig wird es immer, wenn zum normalen Programm noch Kranke kommen, das war zwischenzeitlich auch der Fall, ein Kind laborierte eine Woche erheblich rum inklusive Krankenhaus. (Nisch so witzisch für Alleinerziehende ohne back up.) Dazu kam zeitgleich ein außergewöhnlich schwächelnder Pflegefall, den es zu versorgen galt. (Nisch so witzisch für Alleinerziehende ohne back up und mit kranken Kindern, fast drei Wochen schulfrei und VZ Arbeit.)
Und noch ein paar Beerdigungen. Darüber macht man keine Witze. Das ist einfach traurig. Wenn es irgend möglich ist, sollte man den Angehörigen und/oder dem Verstorbenen die letzten Ehre erweisen und der Beisetzung oder Trauerfeier beiwohnen. Das ist unermesslich trostspendend für die Hinterbliebenen und für einen selbst das allerletzte Mal, sich auf dieser Welt mit dem Verstorbenen „auseinanderzusetzen“. Danach kommt

nichts mehr. Nichts.

Gott sei Dank war wenigstens Ruhe von Seiten des Ex. Über Weihnachten und Neujahr kein Wort und kein Ton, kein Geschenk und kein Unterhalt.

So sieht das eben aus bei einem, dem nichts wichtiger ist, als die eigenen Kinder.

Inzwischen läuft wieder alles. Kind wieder gesund. Pflegefall wieder gesund. Die Toten zur Ruhe gebettet.

Mamamotzt lebt ein intensives LMAA (leck mich am Arsch), das entspannt. Viel Sport tut ihr gut.

Finanziell war der letzte Monat mit Jahresbeginn und allen Beiträgen etc. pp. natürlich too much für die Einnahmen, das muss jetzt wieder reingespart werden. Langfristig muss regelmäßig mehr Geld reinkommen. Die unregelmäßigen Einnahmen beinhalten den Nachteil der Unberechenbarkeit, z.B. der titulierte Mangelunterhalt, der irgendwann in beliebiger Höhe gezahlt wird.

Ja, auch 100 Euro Unterhalt für alle zusammen sind toll, aber fiktiv sind dreimal soviel tituliert für die drei Brillanten zusammen. Und tatsächlich soll sie nach Gesetzeslage in der Lage sein, trotz kompletten Alleinerziehens für vier Personen ausreichend Geld zu erwirtschaften, während ein Alleinstehender das nicht schafft?! Aus dem einzigen Grund, dass er leiderleiderleider nicht schafft?!

Kannze denken, watte willz, da is irgendwo n Fehler im System! #UVjetzt wäre daher wichtig!

Theoretisch hat Mamamotzt freie Wochenenden, weil sie sich den Status endlich erarbeitet hat. VZ Fünftagewoche, daber Wochenenden frei. Weil aber immer irgendwelche nicht zu delegierenden Dinge passieren, ist heuer doch mal wieder Wochenendschicht angesagt. Was irgendwie mit den privaten Terminen vereinbart wird. Das frustet irgendwie, denn Erholung kommt ja nicht vor.

Nach bald einer Dekade getrennten Lebens ist der Ex bis auf seine finanzielle Verantwortung, die er durch das Zeugen von Kindern übernommen hat, übrigens die Kinder betreffend kein Ansprechpartner für nichts mehr.

Jeder Gedanke an Entlastung durch ihn, weil er doch müsste, eigentlich sollte, es auch sein Job wäre: schwächt, ist überflüssig!

Die Brillanten sind endlich groß genug, dass es in weiten Teilen des Lebens ohne Hilfe von außen geht. Mamamotzt hat schon einen sehr weiten Weg geschafft.

 

LOVE YOU ALL, DEAR READER! HAPPY 2017!

Stimmung

Der letzte große Absturz kam im Sommer, bis dahin ging es eigentlich. Das Leben war seit einigen Monaten umgestellt und klappte eigentlich ganz ordentlich. Angestellt mit Pendelei bedeutet, deutlich weniger Zeit für die Kinder, aber eben auch Kontakte außerhalb der Familie.

Durch die Pflegesituation und erheblichen Stress, der aber nur vier Wochen dauerte, stellte sich schnell eine akute Depression oder ein ordentlicher Burnout ein. Egal, wie das Problem benannt wird, Mamamotzt war in einem Tief. Trennte sich vom Freund, regelte die Pflege und versuchte, sich aufzurappeln.

Aber es gelang nicht.

Sie ging sogar freiwillig zu Ärzten. Das bedeutet, dass es ihr wirklich beschissen ging. Und die Ärzte sagten, was sie immer sagen: „Ändern Sie Ihr Leben, einen schönen Tag noch, tschüß!“

Und die Ärzte haben ja auch Recht. Denn es ist nicht organisch, das wurde immerhin festgestellt. Ein Mensch sollte froh sein, wenn er so tiptop gesund ist, wie Mamamotzt.

Ja, das ist sie. Sehr, sehr, sehr! Die Gesundheit ist das einzige, was sie hat.

Und trotzdem ist da noch immer diese Bleiweste.

Vielleicht mehr Sport? – Also wieder mehr Sport.
Nicht schlecht, zumindest solange, wie sie aktiv ist. Kaum beruhigt sich der Puls wieder, tut es die Laune auch.

Achso, die Frauenärztin riet zu Mönchspfeffer-Produkten, die auch eifrig angewendet wurden. Doch nach mehreren Monaten Einnahme hat sich effektiv nichts getan. Die anfängliche Euphorie ist komplett verpufft. Kann sein, dass es bei anderen wirkt. Aber bei Mamamotzt wirkt es nicht, wie so vieles. Offenbar. Außer Rotwein, und das ist keine Lösung.

Dann doch vielleicht Kopf? – Ja, was anderes bleibt ja auch nicht mehr.
Immerhin hat sie in der Zwischenzeit gelernt, dass sie extreme Bindungsängste hat und sich u.a. besser nicht auf Beziehungen einlässt. Die Ängste verschwinden weder durch Aussitzen noch durch wegscheuchen.
Und was an schlauen Beratern, Coaches oder sonstnochwas rumläuft: die können sicher eine Menge, aber da es ihr nicht liegt, sich darauf einzulassen, ist das kein Weg.

 

Niemand ist zu happy-go-lucky verpflichtet. Zum Glück. Und das ist die erleichternste Botschaft.

An Tagen wie heute, wenn sie an den Kindern sieht, dass sich ihre Verzweiflung und Unsicherheit schon sehr auf die Kinder übertragen haben, ist aber auch das nicht schön.

Reinhauen

Man möchte solchen Vätern am liebsten mal den ganzen Frust, den Ärger und die Wut, die sie verursachen mit einem fetten Fausthieb zur Kenntnis geben. Oh ja!

Weil … man solchen Vätern noch nicht mal die Meinung sagen darf. Dann rennen diese Väter sofort zum Jugendamt oder gleich zum Gericht und jammern und es wird ihnen zu oft geglaubt.

Wehe, man (Mutter!) lässt sich gehen und kritisiert den holden Erzeuger. Egal, wie konstruktiv, egal wie berechtigt.

DAS GEHT NATÜRLICH NICHT!

Nur Lobhudeleien sind erlaubt: 

Prima, dass du in den letzten acht Jahren einmal 10 € Unterhalt gezahlt hast!

Die Kinder freuen sich total, dass sie einmal von 12 mal zum Umgang abgeholt wurden und dann ohne dich eine alte Tante in einer dunklen Stube kennenlernen durften.  

Es macht auch gar nichts, dass dich nicht interessiert, wie die Kinder sich schulisch entwickeln. Du bekommst natürlich die Zeugnisse, auch wenn du dir nicht mal anguckst, auf welche Schule sie überhaupt gehen. (Steht übrigens immer im Zeugniskopf …!)

Super, dass du das Kind im Fußballverein anmelden wolltest, weil das dein Hobby ist. Es spielt inzwischen und sämtliche Kosten und Gebühren trage ich alleine. Vielleicht möchtest du es ja wenigstens ein einziges mal zu einem Spiel fahren und an einem eisigen Wintersonntagmorgen anfeuern? 

Wie schön, dass du dich etwa ein, zwei mal pro Jahr meldest und sofort die Kinder zu Besuch haben willst. Natürlich ist das dein Recht. Da haben die Kinder natürlich nichts gegen einzuwenden und sagen gerne Partys, Punktspiele und Konfafreizeiten ab.

Die Kinder freuen sich immer, wenn du sie haben willst (sic). Immerhin bist du ihr Erzeuger und sie sind dumme kleine Kackbratzen, denen es am Arsch vorbeigeht, ob du AN IHNEN INTERESSE hast oder nur an deiner glanzvollen Vaterrolle für die Länge eines Spaziergangs durch die Weihnachtsstadt. 

Im Hinblick auf die Verantwortung ihren Kindern gegenüber sind Ex-Schatzis ganz große Ärsche. Unter der Sonne.

Nie und nimmer wird jemals ein Wort geschrieben werden, welches auch nur einen Hauch Anlass zur Beschwerde über die Mutter geben könnte.

Pöbelt ruhig weiter gegen die Mutter, unterstellt ihr Umgangsverweigerung und Raffgier etc. Droht ihr. Beschimpft sie.

DAS KOMMT ALLES ZURÜCK.

KARMA.

(Nachtrag: Es geht um die Kinder, um die Kinder, um die Kinder. Und nicht darum, wer wem was wegnimmt mimimi. Böse Mama, böser Papa.)

Alltag

Heute hatte Mamamotzt wieder einen langen Tag. Außer Haus 12 Stunden. Vor den Kindern das Haus verlassen, Frühstück gerichtet, hoffend, dass alles klappt.

Es war ein normaler Tag. Anstrengend in der Summe.

Das oberste Lebensziel ist, das Geld zu verdienen, das eine vierköpfige Familie braucht. Keine Reichtümer, keine Urlaube, aber wenigstens im Wintern passende warme Schuhe und Jacken. Der Winter mit seinen Heizkosten und den Klamotten ist Mamamotzt seit jeher ein Graus! Wegen der gesteigerten Ausgaben.

Wäsche muss gegebenenfalls im uralten Trockner getrocknet werden. Im Sommer ist sie in einer Stunde Balkonhitze auch noch abends fertig. Neue Schuhe und Jacken etc. Und die Heizung. Obwohl es eigentlich schon so kalt in der Wohnung ist, dass die Gefahr besteht, dass es stockt und schimmelt.

Tja.

Aber die Wäsche muss auch im Winter schnell trocknen, weil nicht so viel da ist, dass man tagelang drauf verzichten könnte, weil noch was im Schrank ist. Nö. Da ist nichts.
Vielleicht müffeln deshalb auch manche Menschen so unangenehm? Wasch- und Trockungsproblem im Winter?!

Wahrscheinlich. Ist Mamamotzt extrem langsam, oder zumindest langsamer als andere, oder in vielen Bereichen weniger talentiert. Keine Ahnung.
Ihr sind die Tage viel zu kurz.
Stimmt das Einkommen einigermaßen, fehlt Zeit für Hausaufgaben, Arztbesuche und Pflege.

Es ist das pure Funktionieren. Krank werden ist nicht. Schlimmste Gesundheitsgeschichten, eher Krankenstories, aus dem Umfeld beunruhigen und machen nervös. Es DARF hier gar nichts passieren.

Emotional ist es keine Frage derzeit für sie, aber generell und vom Verstand her fragt sie sich, wie man in so einem perpetuum mobile Zeit für einen Partner finden könnte.
Drei bis vier Abende pro Woche sind fix verplant. Das sind Kindertermine. Sie kauft ein oder sportelt im Idealfall. (Selten!)
Meistens sind es mehr dank Elternversammlungen hier und dort, Ehrenamt und netzwerken. Am Wochenende sind Punktspiele, Konfatermine etc., die auf dem Land ohne Elterntaxi nicht laufen.

Lauter Gedankenwirrwarr.

Jede/r gibt im Leben dem Alltag soviel, wie sie/er kann.

Die Familie ist gesund, das ist die Hauptsache. Und es ist trotz der Anstrengung ok.

Aber wie machen andere es scheinbar müheloser? WIE?


Eine Frage ist noch, wie der Ex ab und zu drauf kommt, JETZT die Brillanten sehen zu wollen. Sie hat ihn mehrfach gefragt, weil es einfach komisch ist, wenn man das ganze Jahr über keinen Kontakt hält, dann mit einem Mal sofort die Kinder haben zu wollen.

Natürlich gab es keine Antwort. Ihr wurde lediglich Umgangsverweigerung vorgehalten. Gähn!

Es ist absolut keine Kommunikation mit ihm möglich. Er antwortet auf gar nichts, es gibt keinerlei Unterhaltung mit ihm, weil er sie verweigert. (Durch Ausweichen, Herumreden, Antworten verweigern oder vermeiden u.ä.)

Er will offenbar nur seine Rechte durchsetzen, das Befinden der Kinder ist ihm offenbar egal. Wenn schon eine kleine Frage zum Erlöschen des Wunsches führt.
Die Brillanten wissen alles. Seine Frage, die Reaktion von Mamamotzt und auch das hilflose Herumgerede.
Er benimmt sich armseelig.

Gemeint, wie gesagt: Gott sei es gedankt, dass er zu faul ist, einen Rechtsanwalt oder das Gericht direkt zu bemühen! Es erspart viel Nervenkrieg und Arbeit, dass er meist nur persönlich einen auf beleidigte Leberwurst macht, aber keine Maßnahmen ergreift.

So kommen nämlich die Brillanten, und das sind sie wirklich!, ziemlich glimpflich davon und werden nicht in sinnlosen Rechthaber-Kriegen zwischen Erwachsenen zerrieben.

Das ist dem Ex zu Gute zu halten! Ein absolut positiver Aspekt in all dem Pief. Danke für seine Schluderigkeit!

Gute Nacht! Ihr seid toll. #systemkrank

Pissig und was die Kinder daraus lernen

Alle wissen: der Ex von Mamamotzt verhält sich widerlich, kümmert sich weder um Umgang noch um Unterhalt. Tönt aber immer laut.
Die Laune hier im Haus am heutigen Erntedank-Sonntag ist pissig. Und Mamamotzt steht guten Gewissens dazu.
Die Kinder wissen inzwischen: das dauert einige Tage, das hat einen Grund, das geht vorbei. Aber pissig meint wirklich richtig pissig.

Denn:

Inzwischen steht fest: da wird nichts mehr kommen an Unterhalt, der Ex sträubt sich mit Händen und Füßen – natürlich immer freundlich lächelnd verpackt und immer naiv tuend bei den jeweiligen Gesprächspartnern – und man kann ihm leere Titel in jeder Höhe aufdrücken. Zahlen wird er nicht.

Der aktuelle Clou: er ist selbständig. -> Lautes Raunen geht durch die Reihen, denn die Erfahrenen wissen: er verdient als Selbständiger natürlich so wenig, dass er von Luft und Liebe lebt.

Seine Selbständigkeit ist so schlampig (also nicht gewinnorientiert!), er führt nicht mal Buchhaltung. Offenbar stellt er nicht mal Rechnungen. Zumindest kann er nicht nachweisen, was er an Umsatz hat.

Kurze Gewissensfrage: wenn Sie, liebe Leser, normal eine Leistung bestellen, dann verlangen Sie doch vermutlich eine Rechnung darüber? Und nur, wenn steuerfre- äh, schwarz, gekauft wird, geht es „auch ohne Rechnung“. Oder? Und wie liefern Sie an Verkäufer, wenn Sie Großhändler sind, auch immer ohne Rechnung?
Nee, das geht nicht, wenn es gewinnorientiert sein soll.

Was ist also naheliegend bei jemandem, der nach über einem Jahr Geschäftstätigkeit, die unter anderem wegen der (vermeintlich!) *gesteigerten Erwerbspflicht aufgrund von Unterhaltspflicht gegenüber Minderjährigen zwingend gewinnorientiert sein muss, über keinerlei Unterlagen verfügt?

Es ist illegal. Oder es ist Schwarzarbeit. Oder es ist absichtlich nicht gewinnorientiert. Das Finanzamt ist weniger schnell zufrieden zu stellen bei fehlenden Unterlagen und saudummen Ausreden. Die Gesetze haben sich nämlich gerade verschärft.

Leider ist dann das Geschäft erstmal (absichtlich) wieder weg, und dann war natürlich das doofe Finanzamt Schuld.

Also:

Alles den Unterhalt betreffende geht hier über die Beistandschaft. Die gibt aber nie Auskunft. Ist zum Glück egal, passierte ja auch jahrelang nichts. Sie gab sich jahrelang zufrieden mit lapidaren Ausreden des Ex. Bis es schriftlich wurde. Mamamotzt durfte nämlich immer nur anrufen und nach dem Sachstand fragen. Aber irgendwann schrieb sie. Seitdem passierte einiges.
Bestimmt Zufall.

Mamamotzt wurde aber nicht in Kenntnis gesetzt, zwischendurch auf Nachfrage eher unhöflich in irgendwelche Schranken gewiesen und am Ende sollte sie per Zuruf bestätigen, ohne irgendwas je in der Hand gehabt zu haben, auf Wunsch des Ex einfach mal so mit einem Bruchteil des Mindestunterhalts zufrieden zu sein.
Der Ex kann doch keine Unterlagen liefern, und er verdient doch nach seinen Aussagen so schlecht und wenn man da zustimmt, dann zahlt er bestimmt. Ehrlich! Das hat er wirklich augenwimperklimpernd versprochen!

Sie ist aber nicht einverstanden.

Während:

Mamamotzt sofort dieser grandiosen Entwicklung fröhlich beipflichten sollte, bekam Ex wieder Frist um Nachfrist, weil er die Frist ja leider nicht halten konnte. So ein Armer!

Weil Mamamotzt damit aber nicht einverstanden war, ist sie jetzt ohne Beistandschaft. Denn die fand es ganz großartig, dass sie dem Ex wenigstens so einen Mini-Titel aus dem Arsch geleiert hat. (´Xcuse my English, aber irgendwann reicht es wirklich!)
Jetzt kümmert sich also niemand mehr um den ihren Kindern zustehenden Unterhalt. Weil es eben erfolglos ist.

Der Ex von Mamamotzt wird sowieso niemals zahlen. Wenn er wollte, hätte er schon acht Jahre Gelegenheit gehabt. Jaha.
Aber wie praktisch für ihn, wenn in seinen (Unterhalts-)Schuldscheinen, die er ja nie begleichen wird, dann von vornherein nur weniger drin steht. Dann sieht es nämlich weniger schlimm aus.

Und die Brillanten sehen auch, dass es ja gar nicht soo viel war, was der Ex ihnen nicht an Unterhalt beglichen hat. Ist doch allen super geholfen!

NEIN!!! Verdammt nochmal, NEIN!!!

Darüber regt Mamamotzt sich auf. Zurecht. Und laut. Und ausgiebig.

Und die Brillanten bekommen das in aller Konsequenz mit. Was gut ist. Denn sie wissen, dass die Aufregung vorbei geht.

Sie wissen, dass das Geld knapp ist. Scheinbar ist die Familie per definitionem arm, but so what, nackt nicht verhungern hat doch auch was. Man muss halt die Ausgaben schieben und es geht eben nicht alles. Das geht anderen auch so.

Den klugen Ratschlägen Unterstellungen von Amts Seite: „Sie kriegen doch eh Sozialleistungen, da brauchen Sie gar keinen Unterhalt!“ – FALSCH, keinen Cent!, oder: „Dann müssen Sie eben sehen, dass Sie die Kinder durchbringen, Kinder kosten nunmal und das ist dem Ex nicht zuzumuten!“ -ACH WAS?!, ist ja nichts hinzuzufügen.

Anzuprangern ist:

dass es unterhaltspflichtigen Elternteilen viel zu leicht gemacht wird, sich um ihre Pflichten zu drücken. Und es ist anzuprangern, dass jedem Betreuungselternteil erzählt wird, dass sei eben ein ganz spezieller Einzelfall.
Aber warum bekommen dann ca. 75% der Kinder von Alleinerziehenden nicht den ihnen zustehenden Unterhalt? Das sind fast eine Million Kinder, in Zahlen 1.000.000 Kinder im Land, grob aus dem Kopf. Link zu einem wahrscheinlich von Väterrechtlern korrigierten Tagesschau-Beitrag. 

Hier wäre noch möglich, den Ex in Beugehaft zu nehmen. Aber nutzt das irgendwem? Unwahrscheinlich.

Da der Ex von Mamamotzt ja so empfindlich ist und nicht so gut auf Amtspost reagiert, wird er ab sofort nur noch privat angesprochen. Dann wird der Unterhalt ja sicher kommen. (Har, har, har!)

Mistkerl !

Weil weder nach freundlichen Worten der Mutter seiner Kinder noch nach unzähligen Schreiben vom Jugendamt und auch nicht nach der Verurteilung durch den Richter Einsicht zu erkennen war, ist nun ganz öffentlich zu deklarieren:

der Ex ist ein amtlich bestätigter Mistkerl!

Er hat wunderbare Kinder mit Mamamotzt gezeugt. Das war nicht so aufwändig.

In sämtlichen anderen Belangen kann er leider nur als schlechtes Beispiel dienen.

Der Ex hat seine Kinder durch sein Verhalten bisher und weiterhin vieler Chancen beraubt. Das ist die wahre Tragödie.

Die Kinder kommen jeden Tag besser über den Mistkerl hinweg.

Möge sein schlechtes Herz im Ofen verkohlen. Mögen die Kinder ihm eines Tages präsentieren, was sie davon halten.

Ommmmmmmmm.

 

*gesteigerte Erwerbspflicht gibt es offenbar nicht, den Beistand und seinen Vorgesetzten hat das nicht interessiert, für den war alles ok, was Zeit totschlägt und eventuell Geld bringt bei Ex, und für 3 Kinder kann ein Mann alleine sowieso gar nicht genug verdienen, um noch eine Cent zu erübrigen, ist doch klar