Namen

Ihr ist heute mächtig nach etwas belanglosem. Zum Beispiel danach, die Namen in diesem Blog zu erklären.

IMG_6132

Schreibt man einen (anonymen) Blog, brauchen die wiederkehrenden Elemente leicht identifizierbare Bezeichnungen. Sprich: die Namen müssen hohen Wiedererkennungswert haben UND sollten idealerweise zu irgendeiner Form von Identifikation bei den LeserInnen führen.

Tolle Strategie!
Aber nichts davon hat Mamamotzt bedacht. Alles hier ist rein intuitiv, weil die Gedanken einfach dringend an die Luft müssen. Und die Namen sind sogar fast so etwas wie Realnamen. Obwohl sich keiner der Benannten tatsächlich auf der Straße umdrehen würde, riefe man sie/ihn mit den Namen aus diesem Blog.

Die Namen der ´Protagonisten´

Hier bei Mamamotzt sind die Protagonisten vor allem die Brillanten. Es sind drei. Ein furztrockener, unbekinderter und obendrein uncharmanter Kollege nannte sie vor Jahren mal so, völlig unerwartet.
Für Mamamotzt fühlten sie sich damals eher häufig wie eine Bremse an. Bremse im Leben, in der Karriere, Superstoppbremsklotz für ihr eigenes, menschliches, weibliches Sein (so ohne Feierabend, in ständiger Geldnot, selbst und ständig im Job, 365/24 Zuständigkeit etc.). Das wurde gerade im Beruf auch laufend gespiegelt: „Du mit deinen Kindern … für die guten Aufträge nicht in Frage … unzuverlässig (Anm.: Verleumdung!), …“
Aber der Kollege hatte Recht, es sind nichts anderes als Brillanten.
Karriereaus hin oder her.
Sein kurzes Statement hat ihre Wahrnehmung dauerhaft entspannen können.

Der Ex ist halt der Ex, und er tut selbst alles dafür, dass sie sich keinen anderen Namen ausdenken muss.

Mr. Wow tauchte irgendwann Ende letzten Jahres auf und es war ein großes „Wow“. Es erschien mit ihm, es kam zu ihr, über sie, ist mit ihnen beiden, zusammen erleben sie beide einfach das große Wow!

Symbolfoto Mamamotzt mit Brillanten

Und Mamamotzt selbst. In dritter Person als Stilmittel. Sie bildet sich ein, schlimme Gedanken und wüste Verwünschungen gelegentlich durch die Brille der dritten Person oder gewissermaßen des allwissenden Erzählers, gleich, wie man es nennt, abzumildern. Zu neutralisieren. Sich etwas distanzieren und dabei nochmal reflektieren zu können.
Die jahrelangen, unendlich nervigen Situationen mit (bzw. wohl eher: ohne) den Ex stauen in einer verantwortungsvollen Mutter staudammgleich viel Ohnmacht und Wut auf. Da zweifelt man, beziehungsweise: Frau in diesem Fall, ob Frau ob dieser gewaltigen, inneren Ladung vielleicht schon ungerecht denkt. Oder selbstgerecht denkt. Und handelt. Und nutzt diesen kleinen Kunstgriff zur Distanzierung.

Muss gar nicht gelingen. Muss nur im jeweiligen Moment erleichtern.

Jetzt wissen also die geschätzte LeserInnen, woher die Namen in diesem Blog stammen.

 

 

Advertisements

Happy Birdsday!

Tätää, Tusch und Konfetti!
Mamamotzts Blog wird frische 1!

 Happy Birdsday

Vor rund einem Jahr hatte sie genug davon, nur als perfekter Mensch zu funkionieren. Zu arbeiten, aber dort nie ein Wort über die Brillanten zu verlieren. Denn Mütter sprechen da nicht über ihre Kinder. Und schon gar nicht über Vereinbarkeit.

Sie hatte mehr als genug davon, immer die gleichen, dämlichen Konfrontationen mit dem Ex wieder und wieder durchzuexerzieren. Ohne irgendeine Aussicht auf Erfolg, aber mit enormen Ärger-Potential.

Mamamotzt musste sich Luft verschaffen und nutzte dazu in klassischer Bloggermanier ein Blog. Als Tagebuch, öffentlich.

Happy Birdsday III

Sehr viel wunderbares ist seitdem passiert. Teilweise hängt es direkt mit dem Blog (samt Gezwitscher auf Twitter) zusammen, teilweise passierte es einfach so. Am schönsten und blogbasiert ist die wärmende Bekanntschaft mit vielen tollen Frauen und auch einigen Männern im Netz. Rein virtuell. Versteht sich.
Die Wut auf den Ex ist seit Blogstart allmählich und irgendwie verraucht. Schwer zu sagen, ob Mamamotzt einfach persönlich durch ist mit dem Thema oder sich ihre Haltung verändert hat und damit die Reaktionen, die Ex vielleicht provozieren wollte und nun nicht mehr bekam. Oder ob Ex selbst sich verändert hat und einfach keine provokanten Aktionen mehr inszeniert.

Sein Verhalten ist nach wie vor nicht nachvollziehbar. Warum sollte sich auch jetzt ändern, was sich in Jahren zuvor nicht änderte?!
Er hat kein Versprechen gegenüber Mamamotzt und Brillanten eingehalten, er zahlt nach wie vor keinen Pfennig Cent Unterhalt.
Dennoch hat sich sein direkter negativer Einfluss in diesem Jahr stark reduziert. (Ein fehlender, desinteressierter Vater natürlich trotzdem dauerhaft ein negativer Einfluss auf die Entwicklung der Brillanten.)
Happy Birdsday IV

Definitiv das schönste Ereignis seit Blogstart ohne Einfluss des Blogs ist Mr. Wow! Das Kennenlernen läuft weiterhin auf hoher Flamme, es gibt zarte gemeinsame Unternehmungen mit wechselnder Besetzung (seine und ihre Kinder) und alles ist weiterhin einfach „wow“!

Mehrfach zwischendurch überlegte Mamamotzt, die verdeckte Bloggerei hier einfach sein zu lassen. Am Ende des Wollens ist nur noch so wenig Tag über. (Wann schreiben die anderen bloß ständig?!)

Aber: es ist ihr Blog, ihre Party, ihr öffentliches Tagebuch. Ihr Rhythmus ist richtig, wenn er ihr passt.

Natürlich liegen auch hier begonnene und nie vollendete Beiträge im Archiv. Wo sie liegenbleiben werden. Als Mahnmal an sie selbst.

Liebes Blog, zu deinem 1. Geburtstag gratuliert Mamamotzt dir ganz herzlich und stellt fest: ein Blog ist, was man draus macht. Für einen hilfreich, den anderen stresst´s, manche inspirieren die Welt, andere reihen sich ein in die me-too´s.
Happy Birdsday II
Die gemeinsame Zeit war schön und somit wird noch ein Stück des Weges gemeinsam verbracht.

Ganz großes Kleinerdrei!