Pissig und was die Kinder daraus lernen

Alle wissen: der Ex von Mamamotzt verhält sich widerlich, kümmert sich weder um Umgang noch um Unterhalt. Tönt aber immer laut.
Die Laune hier im Haus am heutigen Erntedank-Sonntag ist pissig. Und Mamamotzt steht guten Gewissens dazu.
Die Kinder wissen inzwischen: das dauert einige Tage, das hat einen Grund, das geht vorbei. Aber pissig meint wirklich richtig pissig.

Denn:

Inzwischen steht fest: da wird nichts mehr kommen an Unterhalt, der Ex sträubt sich mit Händen und Füßen – natürlich immer freundlich lächelnd verpackt und immer naiv tuend bei den jeweiligen Gesprächspartnern – und man kann ihm leere Titel in jeder Höhe aufdrücken. Zahlen wird er nicht.

Der aktuelle Clou: er ist selbständig. -> Lautes Raunen geht durch die Reihen, denn die Erfahrenen wissen: er verdient als Selbständiger natürlich so wenig, dass er von Luft und Liebe lebt.

Seine Selbständigkeit ist so schlampig (also nicht gewinnorientiert!), er führt nicht mal Buchhaltung. Offenbar stellt er nicht mal Rechnungen. Zumindest kann er nicht nachweisen, was er an Umsatz hat.

Kurze Gewissensfrage: wenn Sie, liebe Leser, normal eine Leistung bestellen, dann verlangen Sie doch vermutlich eine Rechnung darüber? Und nur, wenn steuerfre- äh, schwarz, gekauft wird, geht es „auch ohne Rechnung“. Oder? Und wie liefern Sie an Verkäufer, wenn Sie Großhändler sind, auch immer ohne Rechnung?
Nee, das geht nicht, wenn es gewinnorientiert sein soll.

Was ist also naheliegend bei jemandem, der nach über einem Jahr Geschäftstätigkeit, die unter anderem wegen der (vermeintlich!) *gesteigerten Erwerbspflicht aufgrund von Unterhaltspflicht gegenüber Minderjährigen zwingend gewinnorientiert sein muss, über keinerlei Unterlagen verfügt?

Es ist illegal. Oder es ist Schwarzarbeit. Oder es ist absichtlich nicht gewinnorientiert. Das Finanzamt ist weniger schnell zufrieden zu stellen bei fehlenden Unterlagen und saudummen Ausreden. Die Gesetze haben sich nämlich gerade verschärft.

Leider ist dann das Geschäft erstmal (absichtlich) wieder weg, und dann war natürlich das doofe Finanzamt Schuld.

Also:

Alles den Unterhalt betreffende geht hier über die Beistandschaft. Die gibt aber nie Auskunft. Ist zum Glück egal, passierte ja auch jahrelang nichts. Sie gab sich jahrelang zufrieden mit lapidaren Ausreden des Ex. Bis es schriftlich wurde. Mamamotzt durfte nämlich immer nur anrufen und nach dem Sachstand fragen. Aber irgendwann schrieb sie. Seitdem passierte einiges.
Bestimmt Zufall.

Mamamotzt wurde aber nicht in Kenntnis gesetzt, zwischendurch auf Nachfrage eher unhöflich in irgendwelche Schranken gewiesen und am Ende sollte sie per Zuruf bestätigen, ohne irgendwas je in der Hand gehabt zu haben, auf Wunsch des Ex einfach mal so mit einem Bruchteil des Mindestunterhalts zufrieden zu sein.
Der Ex kann doch keine Unterlagen liefern, und er verdient doch nach seinen Aussagen so schlecht und wenn man da zustimmt, dann zahlt er bestimmt. Ehrlich! Das hat er wirklich augenwimperklimpernd versprochen!

Sie ist aber nicht einverstanden.

Während:

Mamamotzt sofort dieser grandiosen Entwicklung fröhlich beipflichten sollte, bekam Ex wieder Frist um Nachfrist, weil er die Frist ja leider nicht halten konnte. So ein Armer!

Weil Mamamotzt damit aber nicht einverstanden war, ist sie jetzt ohne Beistandschaft. Denn die fand es ganz großartig, dass sie dem Ex wenigstens so einen Mini-Titel aus dem Arsch geleiert hat. (´Xcuse my English, aber irgendwann reicht es wirklich!)
Jetzt kümmert sich also niemand mehr um den ihren Kindern zustehenden Unterhalt. Weil es eben erfolglos ist.

Der Ex von Mamamotzt wird sowieso niemals zahlen. Wenn er wollte, hätte er schon acht Jahre Gelegenheit gehabt. Jaha.
Aber wie praktisch für ihn, wenn in seinen (Unterhalts-)Schuldscheinen, die er ja nie begleichen wird, dann von vornherein nur weniger drin steht. Dann sieht es nämlich weniger schlimm aus.

Und die Brillanten sehen auch, dass es ja gar nicht soo viel war, was der Ex ihnen nicht an Unterhalt beglichen hat. Ist doch allen super geholfen!

NEIN!!! Verdammt nochmal, NEIN!!!

Darüber regt Mamamotzt sich auf. Zurecht. Und laut. Und ausgiebig.

Und die Brillanten bekommen das in aller Konsequenz mit. Was gut ist. Denn sie wissen, dass die Aufregung vorbei geht.

Sie wissen, dass das Geld knapp ist. Scheinbar ist die Familie per definitionem arm, but so what, nackt nicht verhungern hat doch auch was. Man muss halt die Ausgaben schieben und es geht eben nicht alles. Das geht anderen auch so.

Den klugen Ratschlägen Unterstellungen von Amts Seite: „Sie kriegen doch eh Sozialleistungen, da brauchen Sie gar keinen Unterhalt!“ – FALSCH, keinen Cent!, oder: „Dann müssen Sie eben sehen, dass Sie die Kinder durchbringen, Kinder kosten nunmal und das ist dem Ex nicht zuzumuten!“ -ACH WAS?!, ist ja nichts hinzuzufügen.

Anzuprangern ist:

dass es unterhaltspflichtigen Elternteilen viel zu leicht gemacht wird, sich um ihre Pflichten zu drücken. Und es ist anzuprangern, dass jedem Betreuungselternteil erzählt wird, dass sei eben ein ganz spezieller Einzelfall.
Aber warum bekommen dann ca. 75% der Kinder von Alleinerziehenden nicht den ihnen zustehenden Unterhalt? Das sind fast eine Million Kinder, in Zahlen 1.000.000 Kinder im Land, grob aus dem Kopf. Link zu einem wahrscheinlich von Väterrechtlern korrigierten Tagesschau-Beitrag. 

Hier wäre noch möglich, den Ex in Beugehaft zu nehmen. Aber nutzt das irgendwem? Unwahrscheinlich.

Da der Ex von Mamamotzt ja so empfindlich ist und nicht so gut auf Amtspost reagiert, wird er ab sofort nur noch privat angesprochen. Dann wird der Unterhalt ja sicher kommen. (Har, har, har!)

Mistkerl !

Weil weder nach freundlichen Worten der Mutter seiner Kinder noch nach unzähligen Schreiben vom Jugendamt und auch nicht nach der Verurteilung durch den Richter Einsicht zu erkennen war, ist nun ganz öffentlich zu deklarieren:

der Ex ist ein amtlich bestätigter Mistkerl!

Er hat wunderbare Kinder mit Mamamotzt gezeugt. Das war nicht so aufwändig.

In sämtlichen anderen Belangen kann er leider nur als schlechtes Beispiel dienen.

Der Ex hat seine Kinder durch sein Verhalten bisher und weiterhin vieler Chancen beraubt. Das ist die wahre Tragödie.

Die Kinder kommen jeden Tag besser über den Mistkerl hinweg.

Möge sein schlechtes Herz im Ofen verkohlen. Mögen die Kinder ihm eines Tages präsentieren, was sie davon halten.

Ommmmmmmmm.

 

*gesteigerte Erwerbspflicht gibt es offenbar nicht, den Beistand und seinen Vorgesetzten hat das nicht interessiert, für den war alles ok, was Zeit totschlägt und eventuell Geld bringt bei Ex, und für 3 Kinder kann ein Mann alleine sowieso gar nicht genug verdienen, um noch eine Cent zu erübrigen, ist doch klar

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Zusammenfassung: Einsatz getrennt lebender Elternteile

Vor vielen Wochen hatte Mamamotzt um Erfahrungen gebeten, was den Einsatz getrennt lebender Elternteile (in Hinblick auf gemeinsame Erziehung) betrifft.
Es gab erfreulich viele Antworten, dafür sehr, sehr herzlichen Dank! ❤

Ganz grob besagen die Antworten:

alles kommt vor!

Von „es klappt super und beide Elternteile teilen sich die Aufgabe mit regelmäßiger Abstimmung bis „der/die Expartner/in weiß nichts vom Kind und könnte nicht mal, wenn er/sie wollte, spontan zur Erziehung beitragen“ war alles dabei.

Das ist schön, weil es dem beliebten Verallgemeinerungsmodus vorbeugt, dem man allzugerne verfällt, angesichts der eigenen Filterblase und auch aktueller Statistiken.

Leserin Elli kommentierte sehr anschaulich und mutmachend: 

Bei uns ist es so, dass mein Verlobter drei Kinder hat, die bei ihrer Mutter leben.
Der neue Partner der Mutter hat selbst zwei Kinder in die Beziehung gebracht, die ebenfalls bei ihm leben. Gemeinsam haben sie nun ein weiteres Kind bekommen. Patchwork per excellence quasi😉
Die Mädels telefonieren fast täglich mit ihrem Papa und erzählen was es Neues gibt, wie es in der Schule läuft. Da ist Whatsapp auch eine große Hilfe, da werden Videos, Bilder und Sprachnachrichten geschickt.
Zudem sind sie alle zwei Wochenenden bei uns zu Hause und auch, sofern das möglich ist, in den Ferien auch schon mal länger.
Entscheidungen wie Schulwechsel oder ähnliches werden sowohl von Mutter als auch Vater zusammen getroffen und dann gemeinsam mit den Kindern besprochen.

Anfänglich war das Verhältnis zwischen Vater und Kindern etwas holprig, die Trennung der Eltern war leider unschön und die Kinder haben mehr mitbekommen, als sie sollten. (Das war vor meiner Zeit, aber zumindest habe ich es so erzählt bekommen)
Mittlerweile gibt es da allerdings keine Probleme mehr und die Kids fühlen sich sowohl bei der Mama mit Stiefvater, als auch beim Papa mit Stiefmutter in spe (das bin ich) sichtlich wohl und freuen sich jeweils die Parteien zu sehen.
Die Erwachsenen verstehen sich auch untereinander sehr gut, was den Umgang auch für die Kinder sicherlich wesentlich erleichtert.

Ich komme selbst aus einer Patchworkfamilie und habe meiner besseren Hälfte da wohl auch den ein oder andren Denkanstoß gegeben wie man sich eben als Kind fühlt in einer solchen Situation. Er meint, dass hätte ihm geholfen.

Die Kids kommen gut damit klar, wie sie gerade leben und welche Beteiligung die Eltern haben. Zumindest ist das mein Eindruck.

Es ist fast erstaunlich, dass es den Kindern nicht zu viel wird, aber es zeigt eben auch, dass Kinder sich in sicheren, gefestigten, wohlschätzenden Gruppen wohl fühlen, gleich, welche Konsistenz die Gruppe hat.  (Leibliche Kinder etc. …)

 

Das krasse Gegenteil erleben die Kinder und auch Leserin Blumenwiese selbst, nämlich gar keinen Kontakt mehr: 

Am Anfang:
Versprechen des nicht bei den Kinder lebenden Elternteil an die Kinder: ich werde mich bald wieder um euch kümmern….

Aktuell (quasi nach dem Brief, der schon vor Jahren kam):
Kein Kontakt zu den Kindern,
Immer noch kein Unterhalt, immer noch keine Kontaktaufnahme durch das Elternteil …sporadisch evtl. mal zu den Geburtstagen…aber nicht immer, nicht regelmäßig, …Mann ist beschäftigt!

Die Kinder sehen es aus Sicht der Astronomie – bald ist ein dehnbarer Begriff, der gut und gerne auch 4 Millionen Jahre dauern kann😉
und haben Verständnis dafür, das ehrenamtliche Tätigkeiten in verschiedenen Firmen auch Ihre Zeit in Anspruch nehmen – der Richter sieht das im Übrigen genauso….

Blumenwiese, der es mit ihren Brillanten sehr gut geht 😀
Wir sind eine tolle Familie🙂

In vielen getrennten Familien nicht unbekannt: vollmundige Versprechen mit unbestimmter Datierung. Am Ende wartet der Alltagselternteil (im Gegensatz zum Umgangselternteil) auf den St. Nimmerlein Tag.
Die negative Spitze davon ist die Rechtewahrung, die sich die getrennten Eltern selbst zugestehen. Einbeziehen in die Erziehung und den Alltag des Kindes umgehend, sonst droht ein Gerichtstermin. Und dort wird juristisches Recht gesprochen, nicht moralisches.

 

Leserin Meinminime und ihr Expartner probierten vorübergehend das Wechselmodell aus, also 50-50 der Erziehung für beide Eltern: 

Wir leben seit 9 Jahren getrennt. Das erste Jahr haben wir im Wechselmodell gelebt und die Kinder haben sehr darunter gelitten, weil sie durch das viele hin-und her keine Sicherheit mehr hatten und nicht zur Ruhe kamen. Dann wechselten wir zum klassischen Wochenendpapa -Modell und seitdem bringt sich der Papa im Alltag der Kinder überhaupt nicht ein. Seit sie Whats App haben, schickt er manchmal Bildchen, aber das wars. An den Wochenenden mit Ihnen ist er allerdings voll dabei, macht viele Ausflüge, kümmert sich gut und ist für sie da. Sie fahren auch regelmäßig miteinander in den Urlaub.

Ist es verständlich, dass der Vater als Wochenendpapa plötzlich zurückzieht? Er bekommt ja auch deutlich weniger vom Alltag der Kinder mit, als wenn sie die Hälfte der Zeit bei ihm sind/von ihm betreut werden.

 

Die Frau kleinegroßeLiebe darf sich maximal über gelegentliche Grüße des Vaters freuen, mehr Beteiligung ist nicht: 

Also bei uns läuft es schlecht bis sehr schlecht und gar nicht… Kindsvater (die Bezeichnung Papa verdient er nicht) kommt wie er Lust und Zeit hat. Also nie. Ein Mal im Vierteljahr! Wenn es gut läuft. Interesse ist nicht da. Kümmert sich allerdings sehr um sein weiteres Kind (auch getrennt). Warf mir in der Schwangerschaft vor, dass ich mit dieser sein Leben zerstört hätte. Das Kind war aber gewollt. Das sagt doch eigentlich alles. Die Kleine leidet aber unter dem fehlenden Papa und beobachtet immer traurig andere Kinder mit ihren Papa’s. Der Umstand ist unserem aber herzlich egal. Es sei meine Aufgabe und Pflicht als Frau und Mutter (hört hört), das aufzufangen. Naaaa klar. Kein Problem. Ich küsse auch gern noch den Boden unter seinen Füßen….

Haben also so richtig daneben gegriffen 😔

Das ist richtig blöd! Es gibt einen Vater/anderen Elternteil, das Kind kennt ihn, aber niemand kann Treffen orakeln. Vermutlich macht das am allermeisten in der getrennt lebenden Familie kaputt, zumindest, wenn sie sich nicht sehr schnell komplett unabhängig vom gelegentlichen Auftauchen macht. In der Erziehung nur ein Nervfaktor für den Alltagselternteil!

 

„Vaterschaft light“ (nur die angenehmen Termine“) praktiziert der Ex von Leserin Schmiddy: 

Nach 2 1/2 jähriger Abwesenheit hat sich der Kindsvater an seine Rechte erinnert (wohlgemerkt, nachdem ich einen Antrag auf Sorgerechtsvollmacht gestellt habe), und pocht jetzt lautstark auf dieselbigen! In gelebter Realität heisst das: 2h/einmal pro Woche und 3h jedes zweite und vierte Wochenende – das sollte, seiner Meinung nach, auch reichen (wird ja auch irgendwann anstrengend mit einem 3 – und einem 4jährigen). Fallen allerdings Termine wie Kindergeburtstag oder sonstige Events auf diese Tage, ist er raus…oder krank…oder…oder…oder (sind ja zwei Kinder, wie soll man die denn händeln, das geht ja gar nicht…eigentlich würde er sie ja lieber einzeln nehmen…Zitat Ende). Er ist der Partypapa mit viel Süßigkeiten, Fernsehen, ohne Pflichten, und schafft somit eine merkwürdige Exil-Paralellwelt, die nichts mit dem sonstigen Leben der Kinder zu tun hat. Für den anstrengenden Rest bin ich nach wie vor zuständig… aber auch für die wundervollen, inspirierenden und glücklich machenden Momente – schade für ihn!!! Achso, Unterhalt passt auch nicht so recht in sein System, schließlich kassiere ich ja einfach so Unmengen an Hartz4-Kohle – ohne zu arbeiten, stell sich das mal einer vor – ich Luder!!!

Ganz großes Kino: sich erst an die eigenen Kinder tatkräftig erinnern, sobald rechtliche, finanzielle, moralische o.ä. Einbußen drohen und dann noch „Vaterschaft light extreme“ rauspicken.
Es bleibt die Feststellung: Immerhin haben sie einen Vater und kennen ihn.
Der Alltagselternteil muss sich schnellst- und bestmöglich unabhängig machen. Keine falsch verstandene Rücksicht!

 

Noch komplizierter wird getrennt lebende Erziehung natürlich, wenn die Kinder in einem Haushalt nicht von den gleichen Eltern abstammen, der Austausch aber stattfindet und koordiniert werden muss, so wie bei Leserin Rona (Auszug): 

 … Hinzu kam, dass er Schwierigkeiten mit dem Wechsel hatte und irgendwann gar nicht mehr beim Vater übernachten wollte. Nachdem ich das lange übergangen bin, bin ich schließlich nach einer psychologischen Beratung (die der Vater leider nicht mit in Anspruch nehmen wollte, um die Situation zu verbessern) auf seinen Wunsch eingegangen. Er ist dann nur noch tagsüber bei seinem Vater gewesen. Mit der Schwangerschaft des zweiten Kindes sind wir weiter weggezogen. Seitdem ist der Kontakt zum Vater immer weiter eingeschlafen. Mir wurde anfangs vom Vater Kindesentzug unterstellt mit Jugendamt und allem drum und dran. Bei dem vom Jugendamt angesetzten Termin hatte er dann aber plötzlich keine Zeit mehr. Dabei habe ich immer versucht, den Kontakt weiter aufrechtzuerhalten. Nur das Übernachten wollte ich nicht mehr gegen den Willen des Kindes durchsetzen. Jetzt ist es so, dass – wenn überhaupt – die Initiative für Vaterkontakt von mir ausgeht und ich den Sohn auch in die Vaterstadt fahre und wieder abhole. Wenn ich nichts mehr machen würde, wäre wohl gar kein Kontakt mehr da. Nachdem wegen des angeblichen Kindesentzugs so ein Tamtam beim Jugendamt gemacht wurde, habe ich bei selbigem eine Beistandschaft eingerichtet für den Unterhalt, der bis zum 6. Lebensjahr nicht gezahlt wurde. O-Ton: Läuft Dein Büro nicht, oder was? (nachdem ich eine monatliche Regelung von 50,- EUR/Monat vorgeschlagen hatte, weil er angeblich so wenig Geld hat). Die Beistandschaft hat den Unterhalt und einen Unterhaltstitel nach Prüfung des gar nicht so geringen Einkommens konsequent durchgesetzt. Mir hat das immer Bauchweh gemacht, da der Vater noch zwei weitere Kinder bekommen hat. Trotzdem habe ich verstanden: das ist Geld für meinen Sohn. Das steht ihm zu. …

Es wirkt absurd, meistens sind es die Mütter, die Himmel und Erde in Bewegung versetzen, damit es dem Kind gut geht, die Väter aber sehen eine intrigierende, unzuverlässige Frau in genau dieser Person. Und kommen im Leben nicht mal mit Arschtritt und gerichtlicher Nachhilfe darauf, dass man sich einfach aus ganz altruistischen Gründen um seinen eigenen Nachwuchs kümmern könnte. Weil es mitnichten der Ex zu Gute kommt, sondern dem eigenen Kind.

 

Leserin Kultmama brachte den Gedanken auf, dass es vielleicht eine Rolle spielt, wie Eltern sich nach der Trennung verhalten, ob das Kind geplant war oder sich eher überraschend ankündigte. 

 

Trotzdem macht Leserin Sonique Erfahrungen aus der Rubrik „Elternschaft bitte nur, wenn´s überhaupt gar keine Umstände macht“: 

Hier war es ein gemeinsames Wunschkind – zumindest theoretisch. In der Praxis ist es so, dass der KV mich 3 Monate nach der Geburt unserer Tochter verlassen hat, weil ihm nicht bewusst war – Überraschung! – wie viel Verantwortung das Elternsein erfordert. Inzwischen ist meine Tochter 6 Jahre alt und der KV erübrigt pro Woche 3 Std. Zeit für sie (vorausgesetzt, es ist mit seinen sonstigen Plänen vereinbar). In der Zeit gibt es dann Süßigkeiten, TV und immer ist die neue Freundin als Rückendeckung dabei. Nächstes Jahr ziehen wir in eine andere Stadt. Zwar nur 60 km entfernt, aber ich gehe davon aus, dass sich der Kontakt zum Kind dann nur noch auf Ostern und Weihnachten beschränken wird. Auf eine 14-Tage-Wochenend-Regelung wird er sich nicht einlassen. Das ist aber auch nicht schlimm… zumindest jetzt nicht mehr. Ich habe mich lange genug um einen guten Vater-Kind-Kontakt bemüht und ihm sein Kind ‚hinterhergetragen‘, aber irgendwann ist’s auch mal gut…

Was ist der Unterschied zwischen Müttern und Vätern (weil es in der Mehrheit so vorkommt), dass ausgerechnet das vermeintlich starke Geschlecht sich der elterlichen Verantwortung nicht gewachsen fühlt?

Schlecht erzogen? Wahnsinnig negativer Einfluss der gesamten männlichen Peergroup? Mangelnde Vorbilder? Eine seit bald 50 Jahren andauernde (weltweite)  Verantwortungslosigkeits-Ära?

 

Fazit: getrennte Erziehung gemeinsam kann gelingen. Besonders günstig scheinen klar aufgeteilte Aufgabenbereiche zu sein und ein Mindestmaß an Verantwortungsbewusstsein muss bei beiden Elternteilen vorhanden sein.

Trotzdem gibt es, wie auch in jeder Zwei-Eltern-Familie Konflikte, wer für was zuständig ist und wie Dinge ausgeführt werden sollten. Hier muss man besonders aufpassen, sich nicht hochzuschaukeln.

Je ruhiger alle miteinander umgehen können, das gilt besonders für gehässige, leise Untertöne, die gar nicht mal so laut sind, desto weniger leiden die Kinder unter der (neuen) Konstellation.

Aber einer von zwei getrennten Elternteilen schafft es nur selten, den anderen, unwilligen, ins Erziehungs-Boot zu holen, wenn der mehr Hemmnisse empfindet, als den in der Regel vorübergehenden Trennungsschmerz.

 

 

Riesenlanges Update

Es geht im Grunde kaum vorwärts, aber irgendwie doch. Die Zeit rast und manches kann man aufgrund der neuen Maßstäbe gar nicht fassen.

Die Arbeit

Seit einigen Wochen arbeitet Mamamotzt in einer festen TZ-Stelle. Fachfremd und natürlich unterqualifiziert, aber: es macht Spaß, es kam zum rechten Zeitpunkt (Konto leer) und es deckt so etwa den absoluten Grundbedarf der Familie. Obdachlosigkeit droht nicht mehr, Brot steht auf dem Tisch, mehr aber auch nicht.

Klingt schlimmer, als es ist, das Familieneinkommen setzt sich jetzt eben anders zusammen als bisher, und man wird erst mit der Zeit erkennen, was finanziell möglich ist und wo man dringend auf das Geld aus der weiterlaufenden Selbständigkeit angewiesen ist. Oder hoffentlich genug Familieneinkommen verfügt, um wenigstens Kinderzuschlag zu bekommen. Oder Wohngeld. Denn dafür reichte das Familieneinkommen zuletzt nicht mal. Die Wohngeldstelle hat sie weggeschickt, konnte nichts für die Familie tun.
– Egal, vorbei!

Am entspannensten ist auf jeden Fall die sichere Krankenversicherung, die jetzt definitiv in trockenen Tüchern ist, für alle vier!

Der neue Alltag

Alle müssen sich noch an die neuen Umstände gewöhnen, andere Alltagsstruktur, und vor allem ist gefühlt niemand mehr für irgendwas zuständig.

Mamamotzt wundert sich am meisten. Sie hatte vorher schon das Gefühl, nichts und niemandem Genüge zu tun. JETZT, wo sie durch Pendelei wirklich sehr lange außer Haus ist und überhaupt nicht „mal eben“ irgendwas tun kann, sieht man, WAS sie aber doch immer alles gemacht hat.
Es gab nie ein Angestelltenleben seit sie Mutter war, weil sie nie fest angestellt wurde, sondern im Textbereich üblich, nur als flexible Freelancerin gebucht wurde.

Jede Minikleinigkeit muss nun also besprochen, geplant und ggf. diskutiert werden. Und am besten doppelt abgesichert sein, denn wenn Mamamotzt nicht greifbar ist, um „mal schnell“ etwas umzuorganisieren, muss möglichst automatisch Lösung B greifen.

Die Mitnahmegelegenheit zum Sport hat spontan Klassenfahrt oder ist krank. Da gibt es noch Orga- und Absprachelücken.

Für ein anderes Kind fällt Training aus oder der Ort wird spontan eine Stunde vorher verschoben oder … xyz.

Von gewissen Vorfällen, die besonders in der Anfangszeit der aushäusigen Arbeit gehäuft vorkamen, mal gar nicht zu sprechen.

Und die Brillanten müssen selbstorganisiert aufstehen und das Haus verlassen, weil Mamamotzt dann schon zur Arbeit pendelt.

Das wiederum ist eigentlich richtig geil: aus dem Haus = für nichts mehr zuständig, weil man es eh nicht ändern kann.

Problem: niemand ist da, der ihren Part übernimmt, also stauen sich Ungereimtheiten nur auf, bis sie wieder zurück ist.
Hm.

Und sie versteht inzwischen die sich in der Ruhe der Arbeit versteckende Väter durchaus! Aber sowas von! Immerhin gibt es dort Kollegenanerkennung, einen finanziellen Bonus für die pure Anwesenheit und dafür keine Stunden später sowieso unlösbaren mega-unfairen Pausenhofschlägerei-Nacherzählungen.

Alle müssen mitziehen

Der Freund muss auch mitziehen und tut das auch. Was Mamamotzt erstaunlich findet, denn bisher machten die Männer immer eine Wende, sobald es Veränderungen bei Mamamotzt gab, die sie in irgendeiner Weise hätte mittragen müssen. (Einen Tag weniger Zeit „für ihn“, vor allem! Da laufen Männer sehr schnell sehr weit.)

Für das an Arbeitstagen liegengebliebene nun bleibt interessanterweise kaum genug Zeit, es an den arbeitsfreien Tagen aufzuarbeiten. Allerdings war der erste Monat auch gespickt mit Widrigkeiten, so dass es hoffentlich bald etwas ausgeglichener wird.
Facharzttermine der Kinder (Zahnspange etc.) in einer unerreichbaren Stadt, Schulanmeldung hier, Opa versorgen da, bisherige Ehrenämter dort, das alles muss an den „freien“ Tagen klappen, an denen eigentlich die selbständige Tätigkeit das kleine Grundgehalt abrunden soll.

Hilfe – 12 Wochen Ferien ohne Hort!

Und das größte Novum: die Ferien!
Bisher war der Vorteil der unfreiwilligen Selbständigkeit von Mamamotzt, dass wenigstens in den endlosen Schulferien eine große Flexibilität herrschte und sie oft mittags das Büro schließen konnte, um mit den Kindern ins Freibad zu gehen. NATÜRLICH MIT FINANZIELLEN EINBUSSEN. Aber es war eben möglich.

Das geht nun nicht mehr. Ihr bleiben für den Rest des Jahres praktisch noch zwei Wochen Ferien. (Nicht zu Jahresbeginn eingestiegen und einige Termine standen schon vor der Arbeitsaufnahme fix im Kalender, so dass das jetzt der – gefühlt mickrige – Rest ist.)
Und Weihnachten durcharbeiten, keine Betriebsferien, das ist … neu für die Familie.

Als Selbständige, zumal im Journalismus, steht immer zur Debatte, mal für ein, zwei, drei Wochen auf eine Recherchereise zu gehen.
Aus, vorbei. Diese Art der Flexibilität ist weg.
Eingetauscht gegen existenzielle Sicherheit.
Bestimmt ein guter Deal.

Momentan werden die Sommerferien geplant. Schwierig, denn für den für zwei Wochen abdeckenden käuflichen Hort sind die Brillanten zu alt. Zum Ex können sie nicht, andere Lösungen sind auch schwierig.
Sprich: drei verschiedene, individuelle Lösungen für sechs Wochen ausarbeiten, für jeden Tag. Samt Plan B, weil garantiert immer wieder etwas nicht klappen wird.
Sind übrigens nur 256 Pläne, die das bedeutet. Für die vor der Tür stehenden Sommerferien. Sollte gehen.

Ex glänzt wie immer

Was den Ex betrifft, hat sich nichts geändert. Er will die Kinder sehen. Wann es ihm passt. Und er will nicht wissen, was sie so im Alltag machen, wenn es Geld kostet. Er will aber die Zeugnisse sehen. Weil das sein Recht ist. Aber kostenpflichtige Unternehmungen interessieren ihn nicht. Bitte! Man verschone ihn damit! Schulbücher, Klassenfahrten, Zahnspange, Sportverein, Sonderausstattung, Geburtstage etc.
No interest, no pay, no excuses!

Es hackt wohl?!

Die Beistandschaft ..

.. hat sich nach einer Beschwerde entschuldigt, dass dort tatsächlich kräftig gepennt wird/wurde. Geld fließt ja immer noch nicht, obwohl Ex das zumindest großherzig angekündigt hatte. In diesem Monat wolle er Mamamotzt (wohlgemerkt: ihr! , nicht den Kindern!) entgegenkommen. Weil er so großzügig ist. Vermutlich plant er, eine Summe bis 50€ zu überweisen. Mit der Mamamotzt sich dann umgehend einen süßen Lebensabend auf den Malediven machen wird.
Oh Jesus! Wirklich!

Ansonsten ist interessant, dass Ex weder arbeitet (keine Eingänge bei der Rentenversicherung), noch ein Gewerbe angemeldet hat, noch Sozialhilfe bezieht noch sonst irgendwie seit Jahren über nachgewiesenes Einkommen verfügt.
Ist Mamamotzt die einzige, der das mehr als merkwürdig vorkommt?
Schwarzarbeit lässt sich ja naturgemäß schwer nachweisen, aber da der Ex eher nicht über größere Latifundien verfügt, von deren Zinseinkünften er leben könnte, muss es doch ziemlich sicher Schwarzarbeit sein.

Mamamotzt muss jetzt erstmal den erfolglosen Gerichtsvollzieher bezahlen. (Erster Kotzstrahl!)
Dann will die Beistandschaft (angeblich kostenlos!) die ermittelte Lebensversicherung des Ex pfänden wegen der aufgelaufenen Unterhaltsrückstände für ein Kind. Das ist ok. Kostet aber Mamamotzt aber auch wieder Geld, denn umsonst rückt die Versicherung das Geld nicht raus. Genaue Kostenangaben und Gewinnaussichten gibt es nicht, es kann also im Zweifel richtig ungünstig laufen. Minusgeschäft, eventuell.
(Zweiter Riesenkotzstrahl!)
Aber, dringende Anmerkung: der Ex hat natürlich zwingend zu wahrende und zu bedienende Rechte! Und zwar muss ihm dringend laufend Bericht erstattet werden. Das ist doch sein Recht. Und er hat ja auch schon eine Sorgevollmacht unterschrieben und ist doch mega-kooperativ. Mit Finanzthemen also bitte verschonen, aber Glanzthemen transportiere man ihm gerne zu.

Das ist doch total verrückt!

(Exkurs: neulich sprach eine Bekannte die Brillanten an, sie seien doch die Kinder vom Ex. Die Brillanten hatten noch nie(!) Kontakt zu der Dame. Sie kann sie maximal von Fotos kennen. Die der Vater natürlich eifrig knipst, wenn er die Kinder ab und zu überfallartig vor dem Haus abfängt. Und offenbar als liebevoller Vater dann überall stolz herumzeigt. Krass, irgendwie.
Ein anderer Verwandter aus der Ex-Familie wusste auch nach Jahren ohne Kontakt zur Mamamotztfamilie sehr gut über die aktuellen Verhältnisse Bescheid und verplapperte sich bei einer zufälligen Begegnung. Die öffentlich zugänglichen Daten im Netz werden also für eifrige Recherche genutzt. Mamamotzt sollte dort am besten mal Tacheles reden! Von wegen treusorgender Ex und so!)

Wenn Unterhalt fließen würde und man sich endlich absetzen könnte

Die Unterhaltsschulden beim Kind mit Titel belaufen sich allein in der verhältnismäßig kurzen Zeit schon auf eine fast fünfstellige Summe (10.000€)! Auch krass, was man hätte machen können, wenn man das Geld gehabt hätte.
Andererseits: wurscht egal. Man muss halt regelmäßig mahnen, damit der Anspruch gewahrt bleibt und das Kind in 30 Jahren noch das Geld einklagen kann. Jetzt kommt sowieso nichts.

Für eine Lebensversicherungpfändung von Ex soll Mamamotzt jetzt in Vorkasse gehen. Komische Rechnung: der Staat sagt, er hülfe bei nachlässigen Unterhaltsschuldnern und stünde Alleinerziehenden zur Seite. Kostenlos. -> Beistandschaft

Die Kinder haben noch keinen Pfennig gesehen. Aber Mamamotzt tritt immer wieder in Vorleistung und schmeißt dem Ex für selbstverständlichste Selbstverständlichkeiten Geld hinterher.
(Für die Vollmacht, damit sie nicht teuer und zeitaufwändig hinter seinen Unterschriften herhecheln muss. War wegen Anwalt richtig teuer! Für den Gerichtsvollzieher. Für die Auflassung der Lebensversicherung. Für das Gerichtsverfahren zur Erzwingung von Angaben zu seinem Lebensunterhalt und Einkommen, sowie für ein weiteres zur Berechnung des dann fälligen Unterhalts, für …)

Bekommen haben die Kinder dafür bis jetzt: gar nichts!

B.t.w.: die Beistandschaft vertritt die Kinder. Klagt ggf. vor Gericht im Namen der Kinder. Die kein Einkommen haben. Daher muss Mamamotzt blechen. Obwohl sie nichts zu melden hat, ja, sich nicht mal einmischen darf.
Komisch. Da stimmt doch auch irgendwas nicht.

Die üblichen Kommunikationsprobleme mit Ex

Nochmal zurück den anstehenden Sommerferien. Es wäre ja auch schön, wenn der Ex die Kinder mal wieder ein Wochenende nehmen könnte/würde/täte. Ein Kind war gute anderthalb Jahre ohne größeren Kontakt, maximal ein Hallo im Vorübergehen.
Mamamotzt bat um Absprache bezüglich der Sommerferien mit mehrtägiger Antwort-Frist.
Sie dürfte wieder die Zeit erwischt haben, in der Ex seine Nachrichten nicht empfangen konnte. Das macht sie ja jedesmal so, mit Absicht! Immer, wenn er gerade mal drei Wochen keine Post, keine Mails und sonstwas empfangen kann, schickt sie prompt irgendwas mit Frist.

Liebe Leser, Sie sehen: alles wie immer. Wieso sollte sich das auch je ändern?

Elternebene in der Nähe? – Noch nicht ganz

Elternebene mit Ex.

Mamamotzt ist nah dran. Zuletzt erreichten sie drei Mails, 1,5 Zeilen ca. lang, binnen 10 Tagen. Eine davon betraf sogar die Kinder. Die anderen gingen um die Schlechtigkeit von Mamamotzt.
Soviel gab´s jahrelang nicht an Kommunikation.

Ex will Umgang und hat das für seine Verhältnisse langfristig angekündigt, nämlich eine Woche vorher. Leider war die Familienfeier, zu der die Familie aufbrach, schon Monate vorher angekündigt. Also kein Umgang möglich.

Dann gingen zwei zeitnahe Mails an Ex raus (binnen 10 Minuten), eine Umgangsalternative, mit Frist das zu bestätigen, sowie eine Mail mit Berichten über die Kinder. Weil, das muss Mamamotzt ja.

Auf die Mail mit den Berichten über die Kinder gab es prompt eine Reaktion: „Erzähl mir bloß nichts mehr, was du für die Kinder tust!“ (Sprich: Sag nichts über kostspielige Klassenfahrten, Schüleraustausch, Jugenzimmermöbel, Vereinskram, Klamotten oder sonstige Extrakosten. Zeugnisse und Urkunden genügen, die gibt es schließlich „kostenlos“.)

Generös wurde zudem angedeutet, dass Ex Mamamotzt demnächst finanziell entgegenkommen wird.

Aha, noch einer, der denkt, die Frau macht sich ein schönes Leben mit den gefühlt überwiesenen Millionen.
Wenn da überhaupt was kommen wird, sind es 10 – 20 Euro pro Kind/mtl., das deckt kaum den Vereinsbeitrag. Oder das Mensaessen. Oder die Fahrkarte. Usw. Aber es reicht dicke für öffentliches Jammern, wie kostspielig die Ex ist. (Die NIE auch nur einen Pfennig/Cent vom Ex bekommen hat. Noch nichtmal zu Ehezeiten!)
Die dezenten Hinweise durch mehrere Zwangsvollstreckungen und diverse Gerichtsverfahren, die summasummarum darauf drängen, zu überlegen, dass man auch als Trennungselternteil noch Verantwortung trägt für seine Kinder, fruchten also offenbar. War das einfach!
#Dankbarkeit

Auf die parallele Mail mit der Terminverschiebung gab es zunächst keine Ansage.
Um dann umso empörter zu spät zu krakeelen, dass Ex seine Mails ja nicht ständig öffnen könne und Mamamotzt das ja auch gewusst habe und sie deshalb die Frist zur Zusage reingeschrieben habe. Damit er die Kinder nicht sieht.

 

Gott sei es an diesem Pfingstfest zutiefst gedankt, dass sich diese eklatante Logik- und Denkschwäche scheinbar nicht vererbt hat.

Hallelujah!

 

Die Lüge vom Mütterthron

Was kann man sagen zum Mütterthron?
Mamamotzt ist müde.

Sie würde eher unbemerkt eingeschlafen vom Thron rutschen, als munter und machtgierig darauf zu regieren!

Der Ex schreibt alle paar Monate eine sorgenvolle Mail, in der er sich nach dem Wohlergehen der Brillanten erkundigt und ihnen das wichtigste aus seinem Leben mitteilt: „Ich will die Kinder sehen!“ Vollzitat Ende

Bei soviel Engagement seinerseits ist es verständlich, dass das Jugendamt erst im Sommer eine Überprüfung der Verhältnisse durchführte. Denn immerhin konnte der Engagierte dort jahrelang die Mär der kinderentziehenden Mutter aufrecht erhalten.

:O

Andere getrennte und verkannte Väter im Bekanntenkreis

Ein Ex-Freund, der sich als Vollblutanhänger des 50/50 Modells ausgab, welches er ca. 35/65 lebte mit Hilfe seiner Familie und stattdessen Vollzeit Karriere machte, tönte überall herum, dass 50/50 klasse sei. Als die Anwälte nach der Trennung die faktischen 35/65 berechneten und ihn auf seine (gehaltsmäßig entsprechend hohen) finanziellen Verantwortungen hinwiesen, bekam er Rücken und verfiel in anhaltende Depressionen. Kurz vor arbeitsunfähig. Bedauernswert.

Ein Bekannter rechnet sich als Selbständiger arm und arbeitet nur das nötigste, da seine Ex gut verdient und er sich nicht gut fühlt, wenn er Geld für die Kinder in die Richtung überweisen muss. Da die Mutter ihn emotional verletzt habe, sieht er die Kinder nicht mehr. Zu schmerzhaft war das für ihn und irgendwann muss er auch an sich denken.

Ein anderer Bekannter hatte über Jahre heimlich eine Zweitfamilie aufgebaut. Er ließ seine Exfrau nach der Trennung im gemeinsamen Haus wohnen und dafür seine schwerkranke Mutter pflegen, nach deren Tod schmiss er sie umgehend raus. War rechtlich möglich.
Ein Sunnyboy, wenn Sie ihn träfen, würden Sie nie glauben, dass ein gesellschaftlich so engagierter Mensch so ein Arsch ist.

Ausnahmen oder Regel

Zwei Väter aus dem Dorf gibt es, die Trennungen sind noch frisch, die sich wenigstens zeitlich um die Kinder kümmern. Weil die Mütter, die jeweils das Haus verließen, im Ort wohnen blieben, ist den Kindern das soziale Umfeld erhalten geblieben. Übernachtungsbesuche finden bei Müttern wie Vätern statt und wechseln sogar an einem Wochenende von einem zum anderen Elternteil. Also: mit sämtlichen Übernachtungsfreunden im Schlepptau. Über das Finanzielle uns Sonstige kann nichts gesagt werden, keine Infos.

Zu Elternabenden oder den aktuellen Weihnachtsfeiern erscheinen sie, wie es ihnen die Zeit erlaubt, aber nach Möglichkeit beide.

Der entmachtete Ex

Der Ex von Mamamotzt weiß immer noch nicht, auf welche Schulen die Brillanten gehen. Obwohl er vor Jahren auf sein Recht auf Information pochte und die Rektorin der Grundschule vorführte, weil sie angeblich nicht seinen Rechten nachkam. Beim nächsten Umzug vergaß er prompt, seine Adressänderung mitzuteilen, seitdem erreichen ihn schulische Infos nicht mehr. Und er hat sich noch nicht gewundert bzw. auch auf Anfrage hin nicht die neue Adresse mitgeteilt.
In zusammen 19 Jahren Schulkinderleben war er auf genau keinem Elternabend und zwangsweise auf einer Abschiedsfeier. Weihnachtsfeiern etc.? Forget it! Einschulungen hat er immerhin 2 1/3 erlebt.

Der engagierte Vater lässt sich Monat für Monat verleugnen, wenn der Gerichtsvollzieher wegen der nichteingehaltenen Unterhaltsraten Sturm klingelt. Für zwei von drei Kindern weigert er sich bislang seit Jahren erfolgreich, überhaupt eine Zahlungsverpflichtung ermitteln zu lassen.

Und geht an seinen 365 freien Abenden pro Jahr, während Mamamotzt die Brillanten ins Bett bringt und ihren diversen Verpflichtungen nachkommt, mit anderen männlichen Strippenziehern ein Bier trinken und schmiedet Allianzen gegen die bösen Weiber auf dem Mütterthron.

Mehr Enthronisierung und wesentlich mehr Rechte

Damit die schlimmen Weiber wie Mamamotzt und Co. nicht noch mehr Befugnisse erhalten, müssen dringend andere Gesetze her, eindeutig.

Genau das sagen die trotz dieses ganzen Rotzes auch noch politisch egangierten Frauen auch!

Mehr Rechte für alleinerziehende Mütter (Rente, Familiensteuern, Bewerbungsprozedere etc.) und sinnvolle Sanktionen für Lügenväter.

„Ist ja auch nicht so einfach …“

Dicker Kotzstrahl.

Die Vertretung der Beiständin (abwesend) hat in den Unterlagen gewühlt, ob da eine Begründung steht, warum die sprudelnde Quelle des Unterhalts versiegt ist.*

*Edit: in sieben Jahren komplett alleinerziehen gab es erst einen Monat mit einem Bruchteil an Unterhalt.

Da Ex einfach mal wieder kein Geld oder keine Lust oder sonstwas hatte, schlafen die Kinder diesen Monat und den nächsten dann wohl mal draußen auf dem Boden und essen auch nichts. Abhärtung. Von Vaddi aktiv unterstützt.

In den Unterlagen findet sich jedenfalls keine Begründung, sie darf selbst ersonnen werden.

Das bedeutet, dass sich einerseits der Gerichtsvollzieher wieder auf den Weg macht, um zu pfänden.

Für die ansonsten nicht erbrachten Unterlagen (erst seit diesem Frühjahr nicht beigebracht …^^), steht nun die gerichtliche Auskunftsklage an.
Dauert locker bis 2016, bevor da wirklich handfestes erstmal allein zur Sprache kommt. Dann fließt noch immer kein Unterhalt, sondern im besten Fall ist eine Berechnung der Leistungsfähigkeit möglich. Riskant, denn wenn sie auf Null gestuft wird, hat der Ex seinen Freifahrtschein und muss nichts zahlen. Wenn nicht geklagt wird, ist es ebenfalls ein Freifahrtschein, denn er zahlt einfach nichts ohne Konsequenz für ihn selbst.
Nur zu einer minimalen Wahrscheinlichkeit entsteht am Ende ein Unterhaltstitel.

Don´t ask for the living in the meantime. Up to you. Your own problem, dear! 

Die Vertreterin äußerte dann, dass es aber ja für einen Unterhaltszahler auch nicht so einfach sei, den Mindestunterhalt für drei Kinder zu leisten. – Wären vermutliche gigantische 937 Euro im Monat für alle Kinder, wenn Mamamotzt die Düsseldorfer Tabelle korrekt interpretiert. –
Wenige Unterhaltsverpflichtete würden das schaffen. Und nicht wenige würden, genauso wie Ex, ein Leben lang erfolgreich die Strategie verfolgen, exakt nur soviel zu verdienen, dass leiderleiderleider kein Unterhalt für den eigenen Nachwuchs mehr drin sei.

Gut, der Zweckoptimismus, den die Beistände Jahr für Jahr an den Tag legen, erstaunt. Aber die Wahrheit von denen zu hören, die sich für die Einhaltung der Standards einsetzen sollen, ist halt nicht gerade Ponyhof.

Für den betreuenden Elternteil ist es aber vielleicht auch nicht soo einfach, das nötige Geld dann irgendwie hereinzuwirtschaften. Mit der komplett allein geleisteten Betreuungsleistung. Die in sehr vielen Fällen normale Arbeitstätigkeit stark behindert. Freundlich ausgedrückt.
(Für Mamamotzt sind staatliche Transferleistungen nach wie vor keine Option. Jung und gesund und gebildet macht das selbst.)

Fühlt sich falsch an. Das System.

Jammerlappen

Nur, damit es nicht untergeht, muss Mamamotzt schnell festhalten, dass Ex weiterhin den „böse Ex“-Stiefel fährt.

Das Jugendamt hat ihn vermutlich unterrichtet über die Unwilligkeit der Kinder, die ihn jetzt auch nicht mehr sehen möchten. Zu oft hat er sie versetzt, verletzt, enttäuscht.

Beim Jugendamt war seine Strategie ja noch, dass Mamamotzt die Böse ist, die ihm die Kinder vorenthält. Auf die Frage, warum er nicht oder wie er Kontakt aufgenommen habe, gab es keine konkreten Antworten, nur unzählige Wiederholungen des Stereotyps: „Sie hat mir nicht die Tür aufgemacht. Sie ist nicht ans Telefon gegangen. Sie hat nicht auf Mails geantwortet.“

In Wahrheit hat er ja keine Kontaktanbahnung unternommen und ist ist einfach nicht zum Umgang erschienen. (Stammleser wissen das längst, wer neu dazustößt oder nur diesen Text liest, weiß es jetzt.)

Beim Jugendamt dürfte die Sachlage jetzt klar sein.

Nun setzt er bei der Beistandschaft an. Er sei ja unendlich traurig, dass er die Kinder nicht sehen kann. (Oder darf?!) Trotzdem zahle er demnächst freiwillig Unterhalt! Freiwillig, jawohl!
– Es geht die Beistandschaft ja nichts an und sie hat definitiv ihren eigenen Eindruck von Ex.
Aber er lässt nichts unversucht, sich als armes Opfer darzustellen, was unter der Trennung leidet. –

Zum Unterhalt: er beabsichtigt, doppelt zu zahlen. Zum ersten hat er auf massiven Druck bei der Zwangsvollstreckung einen Deal ausgehandelt, aufgrund dessen er einen lächerlichen Bruchteil des seit langem vorliegenden Titels (für ein Kind) zahlen will. Und großzügig, wie er ist, will er noch 50€ für die anderen Kinder drauflegen.
Spitze!
Damit liegt er immer noch Welten unter dem Mindestunterhalt für das titulierte Kind.
Aber: da er freiwillig zahlen will, gedenkt er nicht, noch die Unterlagen für eine Berechnung einzureichen. Ist ja dann nicht mehr nötig.
Korrekt, will. Bisher ist es eine reine Absichtserklärung.

Und das alles, obwohl so traurig ist. Er fährt die Traurigkeits-Masche.

Das als kleine Notiz auf dem Weg.