Eine Frage der Würde

Neulich bei Gericht, ein Mann und eine Frau (geschieden) treffen sich. Es geht um das Sorgerecht für die Kinder, die Frau ist nicht zufrieden. Sie muss seit Jahren alles alleine entscheiden, und wenn sie den Mann um Rat fragt oder um eine Unterschrift für irgendwas, ist er nicht zu erreichen oder reagiert nicht. Sie möchte juristisch sauber alleine die kindesbezogenen Entscheidungen treffen und hat daher um Übertragung des Sorgerechts gebeten. Reiner Pragmatismus.

Dem Mann würde nichts genommen, was er normalerweise hat/nutzt/braucht. Der wenige, unregelmäßige Umgang zeugt nicht von großem Interesse an seinen Kindern, Fragen stellt er nicht, mit den Kindern spricht er kaum.

Der Richter erkennt die beiden wieder, sie waren schon öfter bei ihm, die Frau hatte Anträge gestellt, der Mann hatte laute und engagierte Reden dagegen geschwungen. Der Richter erinnert sich.

Unzuverlässige Schreiberei

Der Mann ist nicht einverstanden, er will natürlich an allen Entscheidungen weiterhin beteiligt sein. Die Frau freut sich und erinnert an rund zehn offene Briefe mit diversen Themen, die er noch nicht beantwortet hat.
Dem Richter kann der Mann einen sechs oder mehr Jahre alten Fall als letzte gemeinsam getroffene Entscheidung nennen. (Zufällig war der Mann gerade in der Nähe, als ein Unfall passierte und er begleitete die Frau ins Krankenhaus. Purer Zufall und medizinische Notfälle werden sowieso behandelt.)

Der Mann behauptet, die Frau antworte nie auf seine Mails. Auch nicht auf die letzte.
Nein, er wisse nicht mehr, was er überhaupt geschrieben habe. Aber eine Antwort habe er nicht bekommen. Bekomme er ja nie! Er kann auch alles belegen. Sein Rechtsanwalt wedelt mit losen Zetteln.
Alle ausgedruckten Mails bis auf eine sind von der Frau, an den Mann adressiert, es geht um die Kinder. Da muss ihm der Drucker aber einen gehörigen Streich gespielt haben.
Die Mail von ihm soll einen seiner versäumten Umgänge jüngst rechtfertigen und ist sicher nur beispielhaft aufzufassen, denn sie ist gute drei Jahre alt. Die tatsächliche Mail ließ sich wahrscheinlich nicht ausdrucken.
Das Pech klebt an ihm, es ist wie verhext.
Das Thema konnte nicht vertieft werden, wie auch einige andere Dinge, die sich auf den ersten Blick und bei genauerem Hinsehen ebenfalls nicht erschließen.

Alte Kamellen sind immer gut

Die Frau brauchte Dokumente für die Kinder, die sich beim Mann befinden. Der Mann rollt uralte Kamellen auf: „Ich habe die Dokumente nicht. Woher will sie wissen, dass ich sie habe? Sie hat mich aus der Wohnung geschmissen und die Schlösser getauscht!“ (Der Zusammenhang wird sich gleich erschließen. Es war ihre Wohnung, er ist nach einem Besuch einfach nicht mehr gegangen.) „Dadurch hat sie meine Umzugskartons unrechtmäßig in ihren Besitz gebracht!“ (Wie sind die überhaupt in den Keller gekommen? Sie hat ihm Fristen gesetzt, er hat sich nicht gekümmert, die Kartons liegen seit ca. fünf Jahren abholbereit beim Nachbarn im Unterstand.) „Die Dokumente sind in den Kartons!“ (Was ist so schwer daran, das mitzuteilen?! B.t.w. sind die Dokumente nicht in den Kartons, hat mal jemand festgestellt.)

Vor lauter Stress mit den Kindern vergisst mann einiges

Der Mann stöhnt, soviel habe man zu regeln mit mehreren Kindern! (Sonst hat er den Richter immer gefragt, ob er sich das überhaupt vorstellen könne, mehrere Kinder?!, diesmal hat er das irgendwie vergessen.) Schreiben sei bei so vielen Kindern viel zu aufwändig und unzuverlässig! Mails kommen nicht an (besonders, wenn sie nie geschrieben wurden), Post wird von Nachbarn geklaut oder vom Briefträger unterschlagen, passiert ständig. Viel besser und effektiver sei, zu telefonieren!

Nun stöhnt die Frau leise.

Zeugnisse, sagt der Mann, überhaupt bekomme er nie Zeugnisse von den Kindern vorgelegt. Was für ein Aufwand das sei, ständig den Schulen hinterherzutelefonieren. Alles mögliche müsse er selbst erfragen, dabei habe die Frau doch die Pflicht, ihm alles zu berichten!
Auf welche Schule die Kinder gehen, wird der Mann gefragt. Als sein Stottern kein Ende nimmt (er weiß es nicht), schnappt ihn sein Anwalt für eine Unteredung unter vier Augen.

Respektvolle Entscheidung Vollmacht

Der Richter schlägt eine Sorgevollmacht vor. Das Jugendamt hat nach Befragung der Kinder eine Übertragung der Sorge auf die Frau befürwortet und als Alternative eine Vollmacht vorgeschlagen. Dem schließt der Richter sich an.
Falls der Mann sich spontan zu keiner Aussage überwinden könne, würde der Richter die Kinder befragen und die Kinder hätten offenbar eine klare Meinung, so dass das Sorgerecht dann übertragen würde.

Die Vollmacht befugt die Frau, relevante Dinge für die Kinder künftig alleine regeln zu können. Der Mann hat weiter das Sorgerecht. Die Würde des Mannes als Elternteil bleibt gewahrt, die Frau ist zufrieden, weil sie endlich leichter handeln kann.

 

 

 

 

 

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Wie der Ex für Lacher sorgt

Die Ereignisse. In leserliche Form gebracht.

Lautstarkes Interesse als reine Reaktion auf Anträge

Der Antrag ist raus auf Übertragung des Sorgerechts und der Ex entdeckt urplötzlich wieder sein Interesse an den Brillanten. (Es können Jahre vergehen, in denen kein Kontakt zustande kommt, sobald Mamamotzt den Sorgerechts-, Unterhalts- und Umgangsquark ordnen will, kommt Kai aus der Kiste und hält ein Megafon mit Max. Vol. vor die Schnute.)
Diesmal erwachte das Interesse in Form von spontanen Umgangsüberfällen, wöchentlich, damit es besser wirkt. Tatsächliches Wahrnehmen der SorgePFLICHT, inhaltliche Fragen zu den Kindern oder gar Antworten auf kinderrelevante Themen, ca. drölfzig mal vorgelegt, beantwortet er aber sicherheitshalber trotzdem nicht. Nicht, dass es ihn noch was kostet am Ende. Beteiligung, Unterhalt, Sonderausgaben. $$$

Beim Jugendamt beschwert er sich, immerhin ist die Gelegenheit günstig weil deren Ohr gerade offen ist, über die fiese Mamamotzt, die ihm nicht mal erlaubt, den Kindern Schuhe zu kaufen! „Frau Motzt, haben Sie ihm wirklich verboten, den Kindern Schuhe zu kaufen?“
„Liebes Jugendamt, haben Sie mir wirklich diese Frage gestellt?!“

Warum geht er nicht einfach beim nächsten Umgang in ein Geschäft und tut es?! Solange es keine Betongo Italiano sind, spricht doch nichts dagegen.

Bissel mehr Mühe geben

Wenn die olle Mamamotzt ihn schriftlich nicht erreicht, dann soll sie ihn doch einfach mal anrufen, weil, da reagiert er dann bestimmt und macht alles, was ihm vorgetragen wird. So ist das nämlich!
Echt, liebes Jugendamt, sagen Sie der Mutter das!
„Frau Motzt, rufen Sie Ihren Ex doch mal an, der ist da voll kooperativ!“

Es war einmal, und zwar nicht nur einmal: Mamamotzt sagte beispielsweise am Telefon zum Ex, dass Ex ihr Auto natürlich nicht haben könne für den Umgang. Und Ex antwortet, dass er das wirklich praktisch findet und das Auto auch aufgetankt zurückgeben wird. Danke für das Auto!

Telefonieren bringt irgendwie gar nichts, weil komplett aneinander vorbeigeredet wird. Die anderen Telefonierstories mit dem Ex bleiben jetzt mal unerwähnt, der Lacher wird für später aufgehoben.

Der Ex will sich auch weiterhin fleissig und gewissenhaft an allen Entscheidungen beteiligen. (Watt?!) – Kann er ja auch, soll er ja sogar, muss er doch auch. Aber warum, Himmiherrgottsakra, warum TUT er es dann einfach nicht?!
„Frau Motzt, wie oft haben Sie denn versucht, ihn zu erreichen, wenn etwas ansteht? Und haben Sie auch wirklich alle Möglichkeiten genutzt?“

Wie oft muss Mamamotzt den Ex denn bitten? Reichen 10x pro Thema, oder besser 10x per Mail, 5 Einschreiben und 15 Anrufe?!

Das ist ENTWÜRDIGEND! Der Alltagselternteil, der ohnehin total alleine ist mit allen Sorgen, wird so noch viel mehr zum Bittsteller degradiert!
Von Umgangselternteils Gnaden ist alles abhängig, und wenn der nicht will, kann der Alltagselternteil noch weiter zappeln und sich noch mehr abstrampeln. Es ist entwürdigend!  

Und wie geht´s sonst so?

„Frau Motzt, warum haben Sie den Kindern nicht von der Fernreise ihres Vaters berichtet? Ist doch klar, dass er dann den Umgang nicht wahrnehmen kann!“
Was nicht so alles zu den Aufgaben eines Alltagselternteils gehört, der das selbst erst soeben erfährt …^^
„Liebes Jugendamt, finden Sie es nicht komisch, dass der Vater für Fernreisen Geld hat, aber für die Kinder nicht? Und im Kurs für Telepathie habe ich erst nächstes Jahr einen Platz.“

Kinder ´dürfen´ Stellung beziehen

Die Brillanten mussten konkrete Stellungnahmen abgeben, obwohl sie lieber nichts sagen wollten. Aber Neutralität geht nicht, die Schweiz spielt anscheinend nicht mit …
Zumindest im hiesigen Jugendamt, aber vermutlich überall gilt, wer schweigt, schützt den Antragsteller (aka verzweifelte Mutter), und hier hat niemand geschützt zu werden. Jawollja!
„Das wird der Richter nicht durchlassen, dass du nichts sagen willst! Das ist dort eine andere Nummer, du musst dich äußern!“ Das Schweigekind freut sich jetzt schon …^^ (Hörensagen, Mamamotzt war nicht anwesend bei der Unterhaltung!)

§1 Der Vater hat immer Recht und wenn das mal nicht so ist, setzt §2 automatisch §1 in Kraft

Der arme, arme Vater, der auf seine zahlreichen, freundlichen Kontaktaufnahmen keine Erwiderung erfährt. (Er hat alles dokumentiert! Die Spannung ist groß. Das wäre nämlich das erste Mal. Kennt er wirklich einen so guten Programmierer, der ihm den Rechner dahingehend pimpt? Vermutlich wird ein Zeuge angeschleppt, der gesehen hat, dass der Vater eine Mail schrieb. Weil der Rechner nämlich gestern kaputt ging. – Und überhaupt: warum reicht beim Vater eine Mail?! Mamamotzt verlangt auch ein Dutzend Durchschläge – Emanzipation und Gleichberechtigung, you know?!)

Der arme Vater, dem der Umgang verweigert wird, der auf alle Nachfragen nichts hört, obwohl er so gerne am Leben der Kinder teilhaben möchte. Der arme Vater, dem das all das just wieder eingefallen ist, als die gerichtliche Ladung ins Haus flatterte und dessen Anwalt ihm einbläute, dass er mal ganz fix in Aktion treten müsse, sonst sei alles Essig.
Zum Glück ist das Väterrecht auf seiner Seite. Und sonst gibt es ja noch §1 und §2.

 

 

Kopf ab

Man weiß es nicht, aber in Mamamotzt gärt es heute und sie kann ihrem Ex nur wünschen, ihr nicht zu nahe zu kommen. Sonst: Kopf ab! ´Schschwör!

ANMERKUNG: dies ist ein therapeutischer Ex-Motz-Blog, hier wird es selten um etwas anderes gehen. Für den Fall, dass jemand erwartet, dass sich das Thema mal erledigt. Eher so: nö!

Während die Welt im schönsten Frühlingsbunt versinkt und die Laune nach draußen ins Freie strebt, ruft der Kontostand an den Schreibtisch und sorgt für gekräuselte Stirn.

Und dann jammern noch so ein paar Väter über #regrettingfatherhood, versäumte Chancen und eingebeulte Karriere etzeterapepe.

Ja, spinnen die?!

Es ist doch gar nicht schlimm. Mann versäumt doch gar nichts, die Kinder bleiben einem doch. Sie sind zumindest ihren kinderlichen Pflichten verpflichtet, für den Alten aufzukommen, sobald er gebrechlich wird und sich nichts mehr leisten kann. Um mehr geht es doch den meisten vermutlich gar nicht. Am Lebensende dann noch ein genuscheltes „hätte gerne mehr Zeit mit meinen Kindern verbracht“, und alle denken, Mann bereut. In Butter!

Ach, gnah, wer weiß, warum es Mamamotzt ausgerechnet heute so anficht.

Vielleicht das erneute Abtauchen vom Ex. Außer, wenn er Umgang will und aus fadenscheinigen Gründen vor der Tür steht, macht er den toten Mann. Sorry, Alter, so sieht Vaterschaft nicht aus. Das reicht einfach nicht, dreimal einmal! im Jahr. Auch, wenn er das als regelmäßiges Kümmern bezeichnet.

Vielleicht, weil es einfach Kagge ist, wenn man Monat für Monat, Jahr für Jahr, MIT dem anderen Elternteil gemeinsam was tun soll, was der aber einfach nicht macht und man Monat für Monat dumme Ausreden hört und selbst dann alles wieder rausreißen muss.

Vielleicht, weil wieder Monatsende ist und die Honorare nicht so sprudeln, wie erhofft. (Änderung kommt aber jetzt ziemlich sicher, fester Teilzeit-Job in Aussicht.)

Vielleicht, weil demnächst wichtige Termine anstehen, deren genaue Terminierung im Raum schwebt, aber noch nicht gänzlich fix ist. Immer, wenn das väterfreundliche Jugendamt mit Drohungen auf Mamamotzts Anliegen bezüglich des Kindeswohls reagiert, ist das eher so … mittel.

Und vielleicht auch, weil es einfach nervt, dass man wieder eine ganze Ferieneinheit alleine verplanen musste und rumkriegen musste, während sich Papa-allmighty vermeintlich in Selbstmitleid suhlt und sich sohohohooo verlassen und vernachlässigt vorkommt. (Woher soll man genaueres wissen, auf die letzten ca. 20 Mails reagierte er ja nicht. Beim JA heult er sich aber wohl ab und an aus.)

Der Freund als Familienretter

Fetten Dank an dieser Stelle an den Freund, der Mamamotzt zeigt, wie lässig das Elterndasein sein kann, wenn ein zweiter Mensch auch nur ein klitzekleinwenig Verantwortung übernimmt. Ehrlich gesagt merkt man dann erst, wie wahnsinnig man sich alleine überschlägt, um den Kindern nichts zu nehmen. Um sie nicht total hinten an stehen zu lassen, weil sie gar nichts dafür können.

Einfach mal entspannt Abendessen machen, weil niemand noch irgendwo rumgefahren werden muss: ein Traum! Bisher unbekannt, ehrlich! Leider.

In Zukunft soll es hier auch mehr um die positiven Aspekte gehen, aber gefühlt muss mit dem Ex da noch eine Kleinigkeit (Sorgerecht) geregelt werden, damit das losgehen kann. Und dann wird es auch endlich zuversichtlicher hier.

Hope so!

Alleiniges Sorgerecht nach Scheidung bei schweigendem Ex

Bombiger Titel, bombiges Ansinnen:
Mamamotzt will das alleinige Sorgerecht (ASR) beantragen.
Nach der Scheidung liegt es automatisch bei beiden Eltern. Die Erfahrungen, die sie mit diesem geteilten Sorgerecht (UND -PFLICHT!!!!!!!) in den letzten Jahren machen musste, sind aber ausschließlich unerfreulich. Unerfreulich für die Kinder, aber auch unerfreulich für sie. Immer am Rande der Legalität, wenn sie versucht, Dinge ohne den Ex zu regeln, weil der eben nicht zu fassen ist. Und am Ende der Nerven, weil noch nie, wirklich noch nie!, irgendetwas funktioniert hat, bei dem er einbezogen wurde/werden musste.

Alles lang und breit hier im Blog dokumentiert.

Ein Jahr lang gab es keinen Umgang, davor nur selten pro Jahr, nie verlässlich, keine Absagen, keine Informationen. Alles schwabbelig und schwammig, was der Ex an Informationen preis gibt. Es gibt überhaupt erstmal „den schweigenden Ex“. Nie eine Antwort auf eine Frage. Selten überhaupt eine Reaktion auf eine Anfrage. Keine Reaktkion auf brandeilige Anliegen.
Ein „schweigender Ex“ halt.

Schadet doch nicht

Lange war Mamamotzt überzeugt, der „schweigende Ex“ schadet nicht. Wird einem ja auch so eingeredet: „Er geht ja nicht gegen irgendwas an, also gefährdet er das Kindeswohl nicht!“

Naaaajaaaa.

Wenn Therapien nicht stattfinden können, weil er weder zur Diagnose zustimmt mangels Erreichbarkeit noch später dem Kostenplan (damit er nicht zahlen muss), sich aus allen (kostenpflichtigen) Alltagsfragen und auch Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung raushält (von Zahnspange bis Konfirmation), jedesmal zur Zeit der Schulbuchanschaffung monatelang nicht erreichbar ist und überhaupt zur Unterhaltsberechnung sämtliche Mitarbeit verweigert, dann ist das definitiv nicht gut für das Kindeswohl!

Allein die superentnervte Mutter der betroffenen Kinder: jahrein, jahraus immer wieder warten, genervt sein, keine Antworten, leere Versprechungen, Unerreichbarkeit.

Besser wird es nicht

Der Ex war vielleicht selbst überzeugt, dass sich gewisse Dinge in seinem Leben ändern und dann „alles anders, alles besser wird“. Aber was auch immer sich änderte, er änderte sein Verhalten nicht.

Nicht erreichbar, unzuverlässig bis zum Mond, maximal desinteressiert.
(Der Mann, der den Richter von der Mamamotzts Schlechtigkeit überzeugen wollte und den überengagierten Vater jedes Jahr für 5 Minuten auf irgendeinem Amt mimt.)

Reicht. Danke. Ende

Reicht. Danke. Ende.

In der Sache verändert das ASR wenig, denn tatsächlich macht und entscheidet Mamamotzt schon alles alleine, seit vielen Jahren. Aber eben oft entweder „mit einem Bein im Gefängnis“ oder schwer verzögert durch den unerreichbaren Vater.

Nothing more to say.

 

Schöne neue Konsequenzen

So, dieses ist nun der 5. Versuch, einen Beitrag über die Erleichterung zu schreiben, die nach der Anhörung der Brillanten im Kopf von Mamamotzt einsetzte.

Die anderen Entwürfe waren Rechtfertigungen. Warum sie froh ist, dass endlich mal jemand zugehört hat, endlich die Fakten als die Fakten akzeptiert werden, endlich die Schaumschlägerei verpufft ist.
Dass Mamamotzt nun weniger schlechtes Gewissen hat, weil sie den gesetzlichen Ansprüchen des Ex, die er regelmäßig einfordert, nicht mit Herzensfreuden nachkommt. (Zeugnisse schicken, Ergebnisse von Arztbesuchen mitteilen, Siege von Sportwettbewerben etc. pp. Ganz normale Entwicklungsfragen interessierten ihn ohnehin nicht.)

STOP!

Da ist ein sogenannter Vater, der seit Jahren die Kinder verarscht! Dem anderes wichtiger ist. Der sich nur gelegentlich an die Kinder erinnert und keinerlei Konstanz im Kontakt/Umgang mit ihnen beweist.

Ein sogenannter Vater, der bei der Beistandschaft eine Lüge nach der anderen auftischt und vor allem alles dafür tut, mittellos zu sein und zu bleiben, um nur ja keinen Unterhalt zahlen zu müssen.

Ein Arsch, der sich nicht für die Kinder interessiert, sondern den nur interessiert, was sie für ihn tun können. Der seine Rechte stets gut vertrat und das auch weiterhin tun wird. Und alle Vorteile, die „Kinder haben“ beziehungsweise sogar „alleinerziehend sein“, wie er es gerne darstellt, mitnehmen wird, solange es irgend geht.

Die Konsequenzen

Im Kopf von Mamamotzt ist endlich ein Rechtfertigungsdruck raus, der da jahrelang war. Denn sie musste ja immer belegen, warum der arme Ex dieses und jenes nicht bekommen hatte, wie er es sich erträumt hatte. (Ein Fehler im System! B.t.w.!)

Das tut schon mal gut!

Ebenfalls ganz anders fühlt es sich an, wenn klar ist, dass zumindest in diesem Jahr keine Kollisionen von einem Umgangstermin mit anderen Plänen mehr vorkommen kann.

Und jetzt ist endlich klar, dass die Brillanten keine Lust haben, den Notnagel in Mamamotzts Kopf zu nutzen: im Notfall würden sie zur Zeit überall lieber hingehen, als zum Ex.
Müßig, denn er hatte in den schlimmsten Notfällen, die bisher vorkamen, ohnehin „nie Zeit“.

Es scheint die Freiheit zu sein, endlich ohne den Ex planen zu dürfen, die sich so anders anfühlt. Konsequenzen können ja auch positiv sein. 🙂

Einfach endlich keine Angst mehr, einem Arschvater rechtlich nicht gerecht zu werden und Sanktionen fürchten zu müssen.

Jahrelange Verteidigungsposition

Es ist bezeichnend, wenn der Alltagselternteil, der alles, wirklich alles!, alleine für die Kinder regelt, sich auch noch rechtfertigen muss gegenüber dem anderen Elternteil, weil die Gesetzeslage es so hergibt. Dass sich die Mutter in diesem Fall rechtfertigen muss, warum Ex nicht rechtzeitig von irgendwas erfahren hat, nicht involviert ist, weshalb der Umgang nicht klappt usw.

Das kann nicht sein! Ein vollkommen sorgeberechtigter Elternteil hat Rechte UND Pflichten. Auch das Recht und die Pflicht, sich selbst zu kümmern.
Er kann selbst für Elternabendseinladungen u.ä. sorgen, indem er sich drum kümmert und bereits zur Einschulung etc. erscheint.

Das Lügengerüst von Ex ist mit den zahlreichen Informationen der Brillanten gegenüber dem Jugendamt eingestürzt, es wurde endlich offenbar, dass Ex ganz alleine für die verkorkste Situation verantwortlich ist.

Möge die schöne neue Denke lange halten!

Stinkig

Einer der Brillanten hatte Geburtstag. Eine besondere Geburtstagsfeier war angesetzt, weil Mamamotzt nicht wie in über 30 Geburtstagen zuvor das gleiche Programm bieten wollte und konnte. Stattdessen wurde mit der Familie auf einem Nachbargrundstück eine großartige Großfamilienfeier gefeiert. Irgendwann mal gab es einen gerichtlichen Vergleich, dass sich der Ex zu Kindergeburtstagen pünktlich eine halbe Stunde nach Feierende einfinden solle, um noch eine Stunde Zeit mit dem jeweiligen Jubilar zu verbringen, bevor dieser ins Bett müsse. Beenden Sie mal einen Kindergeburtstag pünktlich um xx Uhr. Damit Sie schnell aufräumen können und alsdann das aufgedrehte Ehrenkind wieder einen freien Kopf für seinen Umgangselternteil haben möge. (Welcher Umgang? – Ach, anderes Thema.) Soweit die Theorie. Klappte einmal. Ex kam überpünktlich 30 Minuten (und platzte mal wieder aufmerksamkeitsheischend herein) zu früh zur Feier. Während der 60 Minuten Aufenthalt, in denen er selbstverständlich bewirtet wurde, führte er mindestens fünf Telefonate und erzählte jeweils laut und fröhlich, dass er soeben eine tolle Geburtstagsparty mit einem Brillanten feiere. Besagter Brillant spielte indessen alleine mit seinen Geschenken. Als der Ex satt war, verließ er die tolle Party. Zu den folgenden Geburtstagen kam er nicht mehr. Er hätte verstanden, die Kinder seien in Urlaub und nicht zu Hause. (Nein, eher nicht, so mitten im Schuljahr. Doch woher soll er das als treusorgender Vater wissen u.s.w. … ^^)

Verschollen seit Herbst

Nun ist der Ex seit Herbst 2014 verschollen. Es gibt Gerüchte, aber er selbst rückt keine Information raus. Der Zwangsvollstrecker versucht, seiner habhaft zu werden. Bislang erfolglos. Ihm droht Beugehaft, weil er sich nicht meldet (Unterhalt). Das Unterschriftendrama wegen der Therapie noch im Kopf, die letzten, tonlos vergangenen Geburtstage und Weihachten, Neujahr und Ostern ohne einen Piep seinerseits im Gedächtnis kam wieder ein Geburtstag. Und mit ihm ein schlechtes Gefühl in Mamamotzts Magengegend. Würde Ex nochmal auftauchen? Ist sie paranoid, wenn sie ständig an sein Auftauchen denkt, er aber längst das Interesse an den Brillanten verloren hat? Es war doch defintiv lange Kontaktpause, würden andere Menschen sagen. Aber Ex ist nicht berechenbar. Gar nicht. Und lang ist bei ihm gar nichts. Was ist schon ein Dreivierteljahr?!

Familienfeier mit Torte und Wasserspaß

Bei formidablem Juliwetter, mit leckerer Torte und Kaffee, vielen raren Verwandten und einem Ausflug ins Schwimmbad verlief die Feier bestens. Abends eilte Mamamotzt heimwärts, um Abendspeise von zu Hause an den Feierort auf dem Nachbargrundstück zu holen. Da sieht sie vor dem Haus einen Mann auf und ab laufen. Sie dreht erschrocken um. Der Ex?!? Und um diese Zeit?!? Eine völlig willkürliche Zeit, nicht die im gerichtlichen Beschluss festgehaltene zumindest. Aber er war doch schon so lange nicht da?! Hat sich nie gemeldet. Kommt er wirklich ausgerechnet an diesem Tag??? Mamamotzt bespricht sich kurz mit der Familie und befindet, dass sie nicht kneifen wird, sondern ihm Paroli bieten wird. Wieder Richtung Haus und Abendspeise. Die Gäste haben schließlich Hunger! Kein Ex vor dem Haus, puh! Dafür: die Wohnungstür verrammelt wie Fort Knox. Achja, ein Brillant war nicht mit beim Schwimmen, wollte noch lernen und ist evtl. noch kurz was besorgen gegangen. Erstaunlich gut abgeschlossen, die Wohnung. Wie selten! In der Wohnung dann: heftiges Schluchzen! Der heimatliche Brillant hatte sich erschrocken, als es klingelte, sich der Ex am Türsummer meldete und vorgab, das Geburtstagskind zu sein. (!) Daraufhin verrammelte der Brillant vorsichtshalber die Wohnung und schickte angstvolle SOS-SMS an Klassenkameraden. Mamamotzt hatte leider wegen Schwimmbad kein Handy dabei …

Geburtstagsbrilli bricht zusammen

Mamamotzt beruhigte das heulende Kind einigermaßen („So Scheiße, wenn man Angst vorm eigenen Vater haben muss!“), kehrte mit Abendspeise zu den halbverhungerten Gästen zurück und musste auch dem Geburtstagsbrillant reportieren. Woraufhin dieser zusammenbrach. Die Sehnsucht der Brillanten nach dem Ex ist natürlich, also: es liegt einfach in der Natur des Menschen, enorm. Das Verständnis, dass es so nicht geht, ist aber auch da. Und die verpasste Chance brennt wie Feuer. Obwohl es genauso brennt, dass die Geschwister von diesem tollen Papa, der extra zum Geburtstag kommt, mit keinem Ton, wirklich keinem!, bedacht werden. Ein Trauerspiel. Der Feiertagsbrilli ließ sich letztlich beruhigen, krümmte sich wie sich ein Riesenaffenbaby auf Mamamotzts Schoß und musste viele liebe, positive Worte empfangen und konnte den Tag noch zufrieden beenden. Auch der erschrockene Brillant konnte sich nach einer Packung, oder eher zwei, Tatüs wieder einkriegen und lenkte sich mit intensiver Beschäftigung mit minikleinen Nachwuchsbrillanten ab.

Was bleibt

Was bleibt, ist das schale Gefühl, dass der Ex unberechenbar ist. Man kann nie davon ausgehen, dass er wirklich abtaucht. Irgendwann kommt er wieder und bringt in seiner Plumpheit und mit seinem gottgleichen Selbstverständnis die Familie durcheinander. Was er auch schafft, wenn er nicht tut, was von ihm erwartet wird, weil es wirklich supersimpel ist, siehe Unterschrift.

Bei Gericht

Ein Gericht, eine terminierte Anhörung, eine Anwesende und ein Richter.

Der Richter erfragt die Gegebenheiten, sucht nach dem sogenannten Antragsgegner, findet keinen und beginnt sein Diktat ins Aufnahmegerät. Als er fast fertig ist, geht die Tür auf ein Ex aka Antragsgegner betritt die Szene.

Er wird befragt und nutzt die Chance zum großen Gegenschlag. Er habe von nichts gewusst. Das Einschreiben sei so flugs verschwunden, dass er es nicht abholen konnte. Ansonsten sei er überhaupt nicht in Kenntnis gesetzt worden und werde absichtlich massiv von seinen Kindern ferngehalten.

Er müsse sich nicht rechtfertigen, um Umgang zu haben.

Der Richter versucht, dazwischen zu dringen und an das Thema Teilsorge zu erinnern.

Es sei doch völlig gleich, wie und wo er seine Zeit verbringe und mit was er sich beschäftige oder wie er den Umgang gestalte, er habe biologisch das Recht auf Umgang. Weil die Brillanten nur ihn als Vater hätten.

Der Richter bestätigt, dass Umgang generell wichtig sei. Aber in diesem Gespräch gehe es bitte um Teilsorge.

Ex findet es unmöglich, dass er auf seine Mails an Mamamotzt keine Antwort bekomme. Die wiederum fragt sich, welche Mails er ihr geschrieben hat?

Ex wettert und schimpft und wedelt mit einen riesigen Stapel loser Zettel herum, legt sie links auf den Tisch, stapelt sie ein wenig rechts einen auf den anderen auf, ordnet sie auf den Tisch hauend und tut alsdann gleiches auf der rechten Seite.

Mamamotzt fragt sich innerlich, warum Ex nicht nachhakte, worum es gehe, sobald er die Ladung erhalten hatte. Es waren gut vier Wochen Zeit. Irgendwie wundert sie sich auch, warum Ex nicht jetzt mal fragt, was der Brillant hat und in welcher Hinsicht er leidet.

Derweil ist Ex beschäftigt, darzulegen, wie schlecht Mamamotzt ist und wie negativ sie auf die Brillanten einwirkt. Und hat tatsächlich keinen Drucker, denn er hat alle ihre Mails abgeschrieben und wedelt damit herum! Siehe Zitat aus altem Blogpost:

Warum keine Mail, kein Fax, kein sonstnichts?
Weil Ex nicht über einen Drucker verfügt. Und falls er inzwischen einen hätte, wäre Papier oder Farbe alle und er zu klamm, neues zu kaufen, oder, oder, oder.
Es war die vermeintlich leichteste Möglichkeit für ihn, dem Kind die benötigte Unterschrift zu gewähren.

Der Richter fragt immer wieder, ob der Ex denn bereit sei, die Unterschrift an Ort und Stelle zu leisten. Und der Richter erinnert immer wieder daran, dass es gerade um Teilsorge geht. Nicht um Umgang.

Schließlich unterschreibt Ex gönnerhaft nach gewissenhaftem Studium des Infozettels, der ein blanker Infozettel mit drei Adressen (seiner, der von Mamamotzt und der der Praxis) ist, sonst steht nur noch drauf, dass beide Eltern einer Behandlung in der Praxis zustimmen müssen. Mehr nicht. Worum es bei Therapie geht, weiß Ex also immer noch nicht. Er fragt auch nicht. Warum auch, ihn interessiert nur der ihm rechtlich zustehende Umgang.

Und Telefonate mit den Kindern. Und dass mal endlich einer feststellt, wie blöd Mamamotzt ist. Die kümmert sich gar nicht um das Kindeswohl, das im wesentlichen aus Umgang mit Ex besteht. Und zitiert uralte Kamellen.

Auf Fragen, was er beruflich macht und wieso er den Umgang nicht an den vereinbarten Terminen wahrgenommen hat, geht er nicht ein. Muss er ja auch nicht, denn: rischdisch, es geht ja nicht um Umgang sondern um Teilsorge.

Der Richter erklärt zum ca. zwölften Mal, dass es gerade um Teilsorge geht, das ja aber auch egal sei, weil es sich soeben durch Exens Unterschrift erledigt habe. Aber er hege ein wenig den Eindruck, dass die Kommunikation zwischen beiden Elternteilen nicht … besonders gut … laufe.
Und daran wiederum könne er jetzt hier gar nichts ändern. Aber um Aktionen wie diese quantitativ in Grenzen zu halten, wäre es total prima, wenn sich die Kommunikation verbessere. Das Jugendamt könne prima helfen. Wenn beide einverstanden wären.

Das diktierte er sodann in sein Aufnahmegerät.

Auf der Aufnahme wird auch zu hören sein, wie Ex darauf besteht, dass es für die Brillanten total wichtig sei, Umgang mit ihm zu haben. Mindestens zweimal setzte der Richter seine Aufnahme neu an, weil der Ex einfach parallel punkt- und kommafrei weitersprach, aber beim dritten oder vierten Mal war es dem Richter wohl egal.

Stimme aus dem Off: So wurden locker zwei Monate verplempert bei der dringend angezeigten Behandlung des Brillanten. Aber das macht nichts, denn am Ende siegte die Vaterliebe und der den Brillanten über alles liebende Vater hat letztlich zugestimmt und das allein ist wichtig.
Blöde Mamamotzt, die sich um rein gar nichts kümmert.

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VORHANG ZU