Zufrieden – Frieden – Glück

Quietschvergnügt kann Mamamotzt ja auch, so ist es nicht! Überhaupt alle positiven Emotionen auf der Skala ganz hoch oben.

Dankbar, die meiste Zeit der Zeit.

Glück.Lich.Sein!

Sie ist froh und dankbar, dass sie gesund ist, gesunde Kinder hat, Kinder hat!!, ein Dach über dem Kopf, einen Internetanschluss, Ausbildung und freies Denken, Freunde, Familie, Frieden, Auswahl von Speisen über Freizeitgestaltung bis Bekleidung.

Dass es Planungsfreiheit für die Zukunft gibt, genaugenommen für jeden Augenblick ab sofort!, wundervolle Autobahnen und geregelten ÖPNV, Kinderärzte und eine stabile Regierung.

Heizung bei kaltem Wetter und Strom aus der Steckdose ganztags.
Lachen über Pipi-Kacka-Pups-Witze der Brillanten und Menschen ihre Meinung und sie Mensch sein lassen.

 

Die Reihenfolge ist beliebig. Mamamotzt hat die Welt gesehen und wusste schon vorher ihren privilegierten Platz zu schätzen. Tiefe Dankbarkeit für Immaterielles und Materielles.
Nicht, dass Sie denken, hier würde ausschließlich gemotzt …
Aloha!
😉

 

Sorgerecht, vom Haben und Teilen müssen

Einem Freund wurde das Sorgerecht entzogen. Unverheiratet konnten sich beide Eltern nach der Trennung über diverse Themen nicht einigen, es gab viele Auseinandersetzungen vor Gericht. Teilweise spielte bei beiden verletzte Eitelkeit eine Rolle, der andere sollte mit seinen Ansichten nicht durchkommen, teilweise hatten sie einfach konträre Meinungen. Aber: Beide haben sich immer gut um die Kinder gekümmert. Er würde das gerne auch weiterhin tun. Nun darf er es nicht mehr.

Manchmal träumt auch Mamamotzt von mehr Autonomie als erziehender Elternteil oder wahlweise mehr Pflichten für den Umgangselternteil. Jede Unterschrift, die vom Ex eingeholt werden muss, verursacht Bauchweh und verzögert den betreffenden Prozess enorm. Die Einschulungen hat er unterschrieben, Mamamotzt musste ihn vergleichsweise wenig drum bitten (naja, ihn halt überhaupt erstmal suchen und finden!), damit sind die Kinder in der Schule. Bankkonten das gleiche, die Kinder bekamen Konten, die er unterschrieben hat, als sie ihn mal erwischte. Ausweise, als sich ein Urlaub im Ausland abzeichnete und es ratsam schien, Ausweisdokumente für die Kinder zu besitzen, klappten nicht mehr.

Es fühlt sich ungeheuer schlecht und ungerecht an und erzeugt ein Ohnmachtsgefühl, dass ein Elternteil, welches sich kein Mü um die Kinder kümmert, außer ab und an seine Elternschaft plakativ zu betonen, theoretisch immer und praktisch oft genug in Entscheidungsfindungen oder Prozesse die Kinder betreffend eingebunden werden muss/sollte und vor allem jederzeit eine Menge davon blockieren kann. Vieles entscheidet Mamamotzt inzwischen einfach alleine. Wohl wissend, dass es anfechtbar ist und sie sogar gerichtliche Verfahren riskiert und die sogar verlieren würde.

Als Beispiel die Wahl der weiterführende Schule: Es wurde die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten verlangt, die tätigte Mamamotzt. Also weiß der Ex bis heute nicht, auf welche Schule das älteste Kind geht. (Fragt auch nicht.) Warum auch, er ist durch seine Vaterschaft an sich schon so gestresst. Er weiß nicht, welche Fremdsprachen die Kinder wählen, ihre Lieblingsfächer, ihre Hobbies, wo die Schulen sind etc. Wenn ihm einfallen würde, dass er ja auch ein Wörtchen hätte mitreden dürfen, kann er sich immer noch beschweren und klagen. Zu Recht. Was für ein Generve!

An einer früheren Schule hat er Mamamotzt mit Wonne wortgewandt und lautstark diskreditiert, lässt sich seitdem alle schulischen Infos schicken, hat sich dann aber nie wieder dort gemeldet. Die Schule hat die heiße Luft inzwischen durchschaut, die er gemacht hatte, und sich bei Mamamotzt entschuldigt. Wenn er sich leider nicht kümmern kann, aus welchen Gründen auch immer, braucht er das gesetzlich abgesichert nicht. Aber Mamamotzt muss ihm trotzdem alles andere hinterhertragen. Denn Rechte hat der Mann nunmal.

 

So zerstreiten wie der Freund will Mamamotzt sich übrigens nicht, nur um das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Zu viel Aufwand und ungesund, soviel Streit. Letztlich hat sie sich mit der heißen Luft der letzten Jahre ganz gut arrangiert und fährt einfach ihre OneWoman-Show weiter. Einigermaßen ungestört und dennoch bewusst, das ihr jederzeit eine Anklage droht.

Freude! Oder eher nicht? – Die Ferienwochen um Ostern

Heute, morgen und übermorgen noch, dann gilt es wieder, drei Wochen die Brillanten pädagogisch hochwertig zu bespaßen oder wenigstens sinnvoll „wegzuorganisieren“. Oder das Büro zu schließen. Mamamotzt hat ja die Wahl …

Es gibt mal wieder ausgiebige Schulferien zu genießen, und es ist mal wieder Mamamotzt an der Reihe, das für die Kinder spannend und ausgefüllt zu planen. Entweder muss man wissen, dass genug Freunde vor Ort sind, mit denen einigermaßen unfallfreie Verabredungen klappen, oder man bucht Ferienbetreuung (aber nur bis Klasse 4, danach brauchen Kinder ja anscheinend über Nacht keinerlei Betreuung mehr über Wochen) oder man stückelt die betreuten Tage einzeln zusammen. Die Stadt bietet ja auch etwas. Von 11 Uhr bis 14.30 Uhr, Kinder zu bringen und abzuholen am Bahnhof St. Nirgendwo.

 

Im speziellen Fall von Mamamotzt wurde vor nicht allzu langer Zeit wenigstens ein einigermaßen regelmäßiger Umgang erreicht, per Gerichtsvergleich. (Auf ihr Bestreben!) Während der Umgangselternteil zwar plötzlich (oder wie immer) ganz viel Zeit mit seinen Kindern verbringen wollte, empfahl der Richter nach der langen Umgangspause (fast halbes Jahr, Umgangselternteil hatte keine Zeit) erstmal langsame Eingewöhnung.

Ferienumgänge sind allgemein üblich, wurden auch in diesem Fall empfohlen und der Umgangselternteil wollte ja auch un-be-dingt. Die Kinder probierten es da aber erstmals überhaupt, denn in den ungezählten Jahren vorher hatte der Umgangselternteil in den Ferien nie Zeit. Am zweiten Tag der geplanten Woche dort wollten die Kinder partout zurück und nur die totale Abwesenheit von Mamamotzt verhinderte das. Seitdem: Keine Aufenthalte beim Umgangselternteil bis auf maximal ein Wochenende im Monat. Ferien: Bitte nie wieder!

Wer würde seine Kinder zwingen? Der Umgangselternteil hatte, btw, anscheinend keinerlei Probleme, seine heiß geliebten und angeblich dauervermissten Kinder umgehend ziehen zu lassen.

Also müssen drei Monate Ferien pro Jahr organisiert werden. Man könnte sagen, je mehr Kinder, desto komplizierter. Und teurer, selbstverständlich. Durchaus ein Problem, auch bei Selbständigen!

Kosten teilen? Fehlanzeige. Der Umgangselternteil ist seit Jahren finanziell unpässlich, kann sich „leider gerade nicht beteiligen“.
Und so wird Mamamotzt auch ab dieser Woche wieder eine gelungene Melange aus Freizeit/Freiheit (Gott sei Dank, sie werden größer und brauchen keine Komplettbetreuung mehr!), etwas Organisiertem und einer Woche Urlaub (Freunde im anderen Teil der Republik heimsuchen!) kreieren. Und beten, dass der dicke Auftrag nicht gerade in dieser unkonzentrierten Woche anklopft.

(Die Großelternbetreuung steht auch, soweit keine Löcher vergessen sind. Yieha!)

 

So wird auch dieser Ferienzeitbrocken hoffentlich als wieder mal „einmaliges“ – tolles!- Erlebnis ins Familiengedächtnis eingehen. Und obwohl jetzt noch Beine, Arme, Haare und sonstiges schlottern ob der Herausforderung, wird es bestimmt hinterher heißen: „Wie schön, schade, dass es schon wieder vorbei ist!“

 

In diesem Sinn schon jetzt allen Eltern mit Ferienkindern: Frohe Ostern wünscht Mamamotzt!