Ein Morgen voller Zuversicht

Diese komische Niedergeschlagengeheit, manche nennen es Depression, manche Burnout, manche Hoffnungslosigkeit usw., erfasst ja viele Menschen. Auch Mamamotzt oft.

Bei der Fahrt ihres Lebens zuletzt kein Wunder. Alles gegeben, und in jedem, aber auch jedem Bereich (privat und beruflich) voll gegen die Wand. Also, bei Mamamotzt. Da kann man durchaus die Hoffung verlieren.

Aber sie lachen?!

Man kann dann auch nochmal herzlich lachen. Natürlich. Situationskomik, gute Momente, man lebt ja noch. Man heult nicht die ganze Zeit.

Es mangelt an Zuversicht. Neue Aufgaben anpacken, ach, Aufgaben überhaupt, fällt sehr schwer, weil einerseits die Energie überhaupt zum Anfangen generell fehlt und andererseits klar ist, dass auf diesem Energielevel nie ein gutes Ergebnis als Resultat stehen wird/kann. Jeder Schritt fällt unendlich schwer. Das Aufstehen fällt schwer. Jede Aufgabe ist ein MUSS und ist doppelt so hoch wie der Mount Everest.
Das Vertrauen ins eigene Können und Vermögen ist wie AUSRADIERT.
Die komplette Energie geht bei Mamamotzt dafür drauf, die Brillanten einigermaßen sauber zu bekleiden, sie zu sättigen und rechtzeitig auf den Schulweg zu schicken.
Ein wenig Routinearbeit ist möglich.
Neue Aufgaben, unbekannte Aufgaben: undenkbar!

Obwohl dringend Geld her muss und sie seit jeher als extrem pfiffig gilt, traut sie sich nicht mal Bewerbungen im Supermarkt zu. Wäre doch peinlich, lange vor dem Regal zu stehen und sich nicht entscheiden zu können, was wie eingeräumt wird, weil sie sich die Erklärung nicht merken konnte. Oder auf freche Kunden nicht angemessen zu kontern. Und so. Die Energie fehlt total.

Und wie findet sie dann einen Freund?

Trotzdem es ihr (stellvertretend für viele andere) schon länger schlecht geht, taucht ja immer wieder ein Mann in ihrem Leben auf.

Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Denn flirten ist nicht ihr Ding. Aber es gibt ja Tage, an denen man sich besser fühlt und offenbar ganz attraktiv für das andere Geschlecht erscheint. Weil Mamamotzt sich aber kennt, hatte sie versucht, den Freund, als man sich kennenlernte, mehrere Male abzuweisen. Sie hatte keine Zuversicht, dass er sich mit so einer trüben Tasse abgeben wollen würde.

Nun tut er es. So trübe ist die Tasse wohl nicht. Aber das Selbstgefühl ist oft megatrüb.
Zusammenreißen für innige Momente kann der deprimierte Mensch sich. Für Momente gelingt das. Funktionieren. Klappt oft erstaunlich gut.

Dann fällt es selbst Nahestehenden gar nicht so arg auf, dass oder was da nicht stimmt.

Gute Momente wie auf Knopfdruck

Und dann beginnt auf einmal ein Tag wie heute. Schlecht geschlafen und auch die Brillanten hatten nicht den besten Start in den Tag. Und Mamamotzt aka der Depressive fühlt sich total energiegeladen.

Die Aufgaben werden heute weggewuppt, man macht Pläne und, moment, wollte man nicht immer schon Astronautin werden? Wo stehen nochmal die Konditionen?

Als ob ein innerer Hebel umgelegt wurde.

Vielleicht hat das was mit Synapsen zu tun, vielleicht mit nordeuropäischem Vitamin-D-Mangel, vielleicht mit Krankheit, Dunkelheit oder Unterforderung oder Hoffnungslosigkeit. Keine Ahnung.
Manchmal geht es jedenfalls wie auf Knopfdruck. Ganz normales leben, funktionieren, dabeisein.

Zuversicht. Zuversicht, dass Dinge gut werden können, einfach aus sich selbst heraus, und nicht, weil ein hoher IQ einen das gerade noch im Hintergrund berechnen lässt, wenn …
Zuversicht, anpacken können und das auch tun, ohne vorher in wenn´s und aber´s zu versinken.

Und auch diese guten Momente verschwinden manchmal wie auf Knopfdruck. Plöpp, wie ein offenes Ventil im Schwimmreifen, die Luft entweicht, weiter plantschen ist unmöglich. Egal, was der kluge Kopf sagt.

Jede Bewegung, jede Handlung, ist dann schlagartig wieder eine Riesenherausforderung, die Energie frisst, um überhaupt getätigt zu werden. (Ich habe Hunger, aber gehe ich jetzt in die Küche und mache etwas zu essen oder lohnt das nicht?)

Medikamente halfen nicht

Von Medikamenten jeglicher Art ist Mamamotzt kein Freund. Maximal Tees und Kräuterlein sind ok, Sonnenlicht hilft oft gut (Vitamin D?!) und Bewegung. Es gab auch schon mal in ganz schlimmen Phasen Antidepressiva. Aber die Wirkung war unterdurchschnittlich, es tat sich wenig, eher: nichts. Ein Phänomen, das in ihrer Familie häufiger vorkommt, Medikamente wirken nicht oder anders, als gedacht.

Frau mit Bärenkräften und endloser Zuversicht

Hoffentlich taktet sich allmählich alles wieder so ein, wie es früher war.

Die Frau mit Bärenkräften und endloser Zuversicht möchte bitte wieder dauerhaft erscheinen, sie wurde nämlich schon zu lange vermisst! 🙂

 

 

 

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4 Gedanken zu „Ein Morgen voller Zuversicht“

  1. Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel. Mit den 3 Brillianten hast Du bereits mehr erreicht und geschaffen als viele in ihrem Leben je schaffen.

    Genieß doch einfach die positiven Gefühle. Die negativen kommen doch auch einfach ungefragt.

    Gefällt 1 Person

  2. Und die Schilddrüse ist definitiv in Ordnung? Hatte jahrelang tiefe Erschöpfung, die auch in einer achtmonatigen Arbeitslosigkeit mit viel Schlaf nicht besser wurde. Schob es auf Überlastung mit Arbeit und drei Kindern (allerdings nicht alleinerziehend – trotzdem anstrengend genug!). Dann Schilddrüsentabletten. Seitdem immer noch müde, aber die tiefe, tiefe, nicht-abebbende Erschöpfung ist weg. Oder die Kinder sind einfach größer, man weiß es ja nicht immer 100% – aber in der Schilddrüse sind definitiv Knoten, also ist es so schon richtig.

    Gefällt 1 Person

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