Ferienende

Es war der letzte Ferientag und die Erholung war bereits seit drei Tagen dahin.
Rückblick: Familie Mamamotzt hat es tatsächlich geschafft, sich für einige Tage loszueisen und war „weg“.
Es war so schön,  ein ganz einfaches Leben. Wind, Wellen, Meer, nicht mal Radioempfang, und nur ab und zu fand das Handy ein fremdes WLAN.
Einfach nur die Kinder und sie. Extraordinaire, um es wie ein Franzose zu sagen.
Doch am letzten Urlaubstag dann die gefürchtete Situation: Notfall bei den Pflegefällen, echt dumm gelaufen, überhastete Heimkehr statt geplantem, weiteren lazy Strandtag und dem ihnen wichtigen Familienzeitabschluss.
Am nächsten Morgen gleich weiteren Terminstress mit den Pflegefällen und die Brillanten mussten die Woche über weitgehend alleine klarkommen.
Vom Montag bis zum Sonntag war diese  Woche voll mit Verantwortung und Termindruck und anderen Unschönigkeiten.

Man will einfach zu viel und ist enttäuscht, wenn man es nicht bekommt. Und wenn es nur ein wenig Heiterkeit ist.

Arbeitstitel: Ohne Worte ;)

Auf Twitter hat Mamamotzt schon angerissen, wie der aktuelle Umgang verlaufen ist. Nämlich: Gar nicht!

Ex versuchte zweimal anzurufen in der letzten Zeit, leider war Mamamotzt samt Brillanten nicht daheim, und den AB nutzt Ex nicht, maximal sagt er, dass er dran sei.
Mamamotzt erinnerte ihn per Mail an die gemeinsam vereinbarte schriftliche Kommunikation (letzter Blogpost), was ihn zu diversen Drohungen und Beleidigungen verleitete.

Als Mamamotzt klar wurde, dass ein wichtiges WM-Spiel in die Umgangszeit fallen würde, wurde gleichsam klar, dass es mal wieder ein mindestens kompliziertes Wochenende werden würde.
Eine weitere Mail von Ex mit der Bestellung geschniegelter Kinder zur üblichen Abholzeit ließ aber doch vermuten, dass er sie trotzdem holen wolle.

Zur Abholzeit aber erreichte Mamamotzt die Nachricht, dass Ex leider nicht pünktlich sein könne (Ausrede No. 723, dummerweise zum zweiten Mal nacheinander benutzt, neu allerdings: Durch Dritte ausrichten lassen!) und sich unbestimmt verspäten würde.

Auftritt: Die trampelnde Nachtigall (geliehen bei @Mama_arbeitet).

Nach diversen offiziellen Gesprächen (JA, Gericht) lautet die Regel, dass die Brillanten nicht länger als 15 Minuten warten brauchen, wenn eine so unkonkrete Zeitangabe im Raum steht. Weil durchaus auch mehr als 24 Stunden aus „bisschen später“ geworden waren.

In diesem Fall wurden es nur rund 18 Stunden.

Während Mamamotzt sämtliche lang geplanten Aktivitäten und vor allem Auftragsarbeiten kinderkompatibel umwandeln musste, die Brillanten mal eben hier, da und dort mit einlud/ankündigte und sie tatsächlich vorsichtshalber mit auf einen Termin in 1,5 Stunden Autofahrt Entfernung mitnahm (Motivation und Zuwendung für bitter enttäuschte Brillanten, Verpflegung aus dem Boden stampfen und das definitive Zeitminus besser durch Rosaglas betrachten als real) erschien Ex tatsächlich wieder unangekündigt vor ihrem Haus.

Da auch das schon mehrfach vorkam und in hässlichen, wenn auch nicht körperlich physischen, Aktionen gegenüber Mamamotzt und Brillanten, endete, galt: vorbeugen!

Vorsicht, jetzt wechselt Mamamotzt in Gossenslang, weiterlesen könnte Ihr Empfinden empfindlich richtung Missfindung bewegen:
Wie Scheiße ist bitte ein Vater, der ein Fußballspiel seinen Kindern vorzieht, sie belügt, trotzdem sich noch „im Recht“ wähnt und genau den Stil weiterfahren wird?
Wie kriegt man eine solche Kackbratze bloß in den Griff?

Normalmodus wieder on:
Die Antwort lautet: Am besten eliminieren!
Nun sind auch die Brillanten wirklich angesäuert, ach was, – sauer!, dass sie so an der Nase herumgeführt werden.

Mamamotzt versteht das.

Nach 140 Sekunden schreibt die Tochter (12) von Mamamotzt

Heute Nachmittag ging das wunderbar gemachte und offensichtlich auch von ihr selbst gern gesehene 140 Sekunden Video von @mama_arbeitet online. Dort berichtet @mama_arbeitet über das Leben als alleinerziehende Mutter von drei Kindern, Schwierigkeiten bei der Jobsuche und wenig Geld. Und zwar sachlich, Mesdames et Messieurs, nicht locker dahingemotzt wie hier!

Diese Geschichte hinter dem Tweet haben spontan auch die Kinder von Mamamotzt zu sehen bekommen und waren erstmal wortlos baff, dann erstaunt und letztlich begeistert! Da gibt es eine andere Familie irgendwo im Land, die sich mit exakt den gleichen Schwierigkeiten rumschlägt wie die von Mamamotzt! Die Mutter so ähnlich, die Kinder so ähnlich, die Parallelen zum gescheiterten Familienmodell und auch dort der abwesende Vater so ähnlich. Auch Berufe und Alter passen, die Kinder konnten sich blendend identifizieren.

Obwohl im Hause Mamamotzt das Thema schon seit Jahren alltäglich, beherrschend und bedrückend omnipräsent ist, konnten die Kinder es überhaupt nicht thematisieren. Der Schmerz ist ungeheuer, doch sie sind wie paralysiert darob, schlucken nur und können es nicht ausdrücken. Kein Wort über den Vater, und so gut wie nichts über alles, was damit zusammenhängt. Selbst bei den täglichen Problemchen.

Da kommt ein kurzkleiner Film aus München daher und verleitet die Tochter von Mamamotzt dazu, erstmals in Worte zu fassen, was sie bewegt. Es ist ihr Wunsch, das auch gerne den anderen Müttern, die „da auf Twitter zusammen schreiben und bei denen es auch so ist“, zu zeigen. Und vielleicht auch einem Vater. Oder einem anderen.

Für Mamamotzt übrigens ziemlich berührend!
Bühne frei:

 

Ich bin die Tochter (12) von Mamamozt und finde es echt schlimm, dass meine Mutter solche Schwierigkeiten im Arbeitsleben hat, nur weil sie drei Kinder (alleine) erzieht. Ich habe schon den Eindruck, mein Vater bekommt eine Menge geschenkt im Leben und hat wirklich viele Freiheiten und wir leiden darunter. Zum Beispiel, aber nicht nur, wenn das Geld knapp wird.

Ich weiß inzwischen, dass es da draußen viele alleinerziehenden Mütter gibt und finde, ihr solltet das euch nicht länger gefallen lassen! Nur weil man Kinder hat, muss das doch nicht heißen, dass man nicht richtig arbeiten kann, weil Kinder angeblich immer krank sind. Wir alle haben zum Beispiel jedes Jahr null Fehltage im Zeugnis!

Ich bitte die Väter: Auch wenn ihr nicht mehr mit den Müttern eurer Kinder zusammen lebt, MÜSST ihr eure Kinder unterstützen. Ich finde: Mit allen Mitteln!
Ihr liebt eure Kinder doch immer noch! Oder etwa nicht?

Bei meinem Vater bezweifle ich das langsam.

Er vergisst uns, also meine zwei Brüder und mich, abzuholen, dabei ist das nur einmal im Monat.

Ich hoffe, egal ob Mann oder Frau (meistens seid da aber ihr Frauen betroffen), ihr lasst euch auch weiterhin nicht unterkriegen, bei der Arbeit und allem anderen!