Nach 140 Sekunden schreibt die Tochter (12) von Mamamotzt

Heute Nachmittag ging das wunderbar gemachte und offensichtlich auch von ihr selbst gern gesehene 140 Sekunden Video von @mama_arbeitet online. Dort berichtet @mama_arbeitet über das Leben als alleinerziehende Mutter von drei Kindern, Schwierigkeiten bei der Jobsuche und wenig Geld. Und zwar sachlich, Mesdames et Messieurs, nicht locker dahingemotzt wie hier!

Diese Geschichte hinter dem Tweet haben spontan auch die Kinder von Mamamotzt zu sehen bekommen und waren erstmal wortlos baff, dann erstaunt und letztlich begeistert! Da gibt es eine andere Familie irgendwo im Land, die sich mit exakt den gleichen Schwierigkeiten rumschlägt wie die von Mamamotzt! Die Mutter so ähnlich, die Kinder so ähnlich, die Parallelen zum gescheiterten Familienmodell und auch dort der abwesende Vater so ähnlich. Auch Berufe und Alter passen, die Kinder konnten sich blendend identifizieren.

Obwohl im Hause Mamamotzt das Thema schon seit Jahren alltäglich, beherrschend und bedrückend omnipräsent ist, konnten die Kinder es überhaupt nicht thematisieren. Der Schmerz ist ungeheuer, doch sie sind wie paralysiert darob, schlucken nur und können es nicht ausdrücken. Kein Wort über den Vater, und so gut wie nichts über alles, was damit zusammenhängt. Selbst bei den täglichen Problemchen.

Da kommt ein kurzkleiner Film aus München daher und verleitet die Tochter von Mamamotzt dazu, erstmals in Worte zu fassen, was sie bewegt. Es ist ihr Wunsch, das auch gerne den anderen Müttern, die „da auf Twitter zusammen schreiben und bei denen es auch so ist“, zu zeigen. Und vielleicht auch einem Vater. Oder einem anderen.

Für Mamamotzt übrigens ziemlich berührend!
Bühne frei:

 

Ich bin die Tochter (12) von Mamamozt und finde es echt schlimm, dass meine Mutter solche Schwierigkeiten im Arbeitsleben hat, nur weil sie drei Kinder (alleine) erzieht. Ich habe schon den Eindruck, mein Vater bekommt eine Menge geschenkt im Leben und hat wirklich viele Freiheiten und wir leiden darunter. Zum Beispiel, aber nicht nur, wenn das Geld knapp wird.

Ich weiß inzwischen, dass es da draußen viele alleinerziehenden Mütter gibt und finde, ihr solltet das euch nicht länger gefallen lassen! Nur weil man Kinder hat, muss das doch nicht heißen, dass man nicht richtig arbeiten kann, weil Kinder angeblich immer krank sind. Wir alle haben zum Beispiel jedes Jahr null Fehltage im Zeugnis!

Ich bitte die Väter: Auch wenn ihr nicht mehr mit den Müttern eurer Kinder zusammen lebt, MÜSST ihr eure Kinder unterstützen. Ich finde: Mit allen Mitteln!
Ihr liebt eure Kinder doch immer noch! Oder etwa nicht?

Bei meinem Vater bezweifle ich das langsam.

Er vergisst uns, also meine zwei Brüder und mich, abzuholen, dabei ist das nur einmal im Monat.

Ich hoffe, egal ob Mann oder Frau (meistens seid da aber ihr Frauen betroffen), ihr lasst euch auch weiterhin nicht unterkriegen, bei der Arbeit und allem anderen!

 

 

 

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6 Gedanken zu „Nach 140 Sekunden schreibt die Tochter (12) von Mamamotzt“

  1. Hallo liebe Tochter von Mama motzt,

    das hast du ganz toll geschrieben. Nun hab ich auch deinetwegen eine Gänsehaut, und das am frühen Morgen!

    Ich werde das nachher mal meiner grossen Tochter zeigen. Und grüsse euch alle ganz herzlich!

    Christine

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  2. Und ich wische mir gerade ein Tränchen aus dem Auge .. ganz toll, liebe Tochter von Mamamotzt. Ich kann Dich so gut verstehen und finde, dass Du absolut Recht hast.
    Ich wüsste übrigens nicht, was ich täte, sollte sich mein Mann, der Vater unserer zwei Mädchen, irgendwann einmal ähnlich verhalten, wie von Dir beschrieben.

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  3. Hallo Mamamotzt,
    da schaut man mal rum, mit wem man es auf Twitter so zu tun hat und schlägt so einen schönen und ergreifenden Beitrag auf. Mir ist jetzt noch klarer geworden, wie wichtig das Thema Alleinerziehend + Job ist. Notiert, sozusagen, in der Hoffnung, dass dir das irgendwann mal irgendetwas bringt. Ganz herzliche Grüße für heute aus Düsseldorf
    Cathrin

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    1. Liebe Cathrin,
      Mamamotzt dankt für die Grüße und für den Blog. Hatte sie „früher“ mal gesehen und wieder aus den Augen verloren.
      Ein Grund, öfter mal reinzulesen.
      Und ja, definitiv ist Arbeit sowieso ein elementares Thema für Mütter. Und zwar: Soviel wie möglich und so qualifiziert wie möglich! Warum sollte es anders sein? 😉

      Es grüßt herzlichst Mamamotzt

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  4. Liebe Tochter von Mamamotzt,
    der Vater meienr Kinder vergisst sie nicht, sieht sie aber eher selten. Er möchte das so. Anfangs fand ich das ganz schlimm, und manchmal würde ich mir auch mehr Unterstützung wünschen. Auch für meine Kinder. Und dann bin ich wieder SEHR glücklich, dass ICH die bin, mit der sie ihre Sorgen und Freuden teilen, dass sie mir vertrauen, dass ich ihr Leben so sehr mit begleiten darf. Und wenn ich meinem Sohn dabei zusehe, wie er die Eisreste seiner Schwester aufisst, finde ich das Prinzip sehr gut: Ach, Du willst nicht? Dann nehm ichs gern. Nur dass meine Kinder keine Eisreste sondern unglaublich liebenswerte Menschen sind.
    Ich hoffe, meine Einmischung hier ist okay…
    liebe Grüße von
    einer ganz anderen alleinerziehenden Mama, die den link hierhin von einem sehr guten Freund geschickt bekommen hat

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    1. Liebe Dörthe, du bist herzlich willkommen zum Austausch hier im Blog!
      Die Kinder sind wirklich keine „Eisreste“, auch, wenn das Bild sehr eindrucksvoll ist.
      Mit etwas „Oarsch“ in der Hose kriegt Frau die Erziehung trotz allem aber auch allein hin.
      Schade für die Väter, die gar zu spät Verpasstes erkennen und bedauern. Fast immer!
      Es grüßt Mamamotzt

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