Happy Birdsday!

Tätää, Tusch und Konfetti!
Mamamotzts Blog wird frische 1!

 Happy Birdsday

Vor rund einem Jahr hatte sie genug davon, nur als perfekter Mensch zu funkionieren. Zu arbeiten, aber dort nie ein Wort über die Brillanten zu verlieren. Denn Mütter sprechen da nicht über ihre Kinder. Und schon gar nicht über Vereinbarkeit.

Sie hatte mehr als genug davon, immer die gleichen, dämlichen Konfrontationen mit dem Ex wieder und wieder durchzuexerzieren. Ohne irgendeine Aussicht auf Erfolg, aber mit enormen Ärger-Potential.

Mamamotzt musste sich Luft verschaffen und nutzte dazu in klassischer Bloggermanier ein Blog. Als Tagebuch, öffentlich.

Happy Birdsday III

Sehr viel wunderbares ist seitdem passiert. Teilweise hängt es direkt mit dem Blog (samt Gezwitscher auf Twitter) zusammen, teilweise passierte es einfach so. Am schönsten und blogbasiert ist die wärmende Bekanntschaft mit vielen tollen Frauen und auch einigen Männern im Netz. Rein virtuell. Versteht sich.
Die Wut auf den Ex ist seit Blogstart allmählich und irgendwie verraucht. Schwer zu sagen, ob Mamamotzt einfach persönlich durch ist mit dem Thema oder sich ihre Haltung verändert hat und damit die Reaktionen, die Ex vielleicht provozieren wollte und nun nicht mehr bekam. Oder ob Ex selbst sich verändert hat und einfach keine provokanten Aktionen mehr inszeniert.

Sein Verhalten ist nach wie vor nicht nachvollziehbar. Warum sollte sich auch jetzt ändern, was sich in Jahren zuvor nicht änderte?!
Er hat kein Versprechen gegenüber Mamamotzt und Brillanten eingehalten, er zahlt nach wie vor keinen Pfennig Cent Unterhalt.
Dennoch hat sich sein direkter negativer Einfluss in diesem Jahr stark reduziert. (Ein fehlender, desinteressierter Vater natürlich trotzdem dauerhaft ein negativer Einfluss auf die Entwicklung der Brillanten.)
Happy Birdsday IV

Definitiv das schönste Ereignis seit Blogstart ohne Einfluss des Blogs ist Mr. Wow! Das Kennenlernen läuft weiterhin auf hoher Flamme, es gibt zarte gemeinsame Unternehmungen mit wechselnder Besetzung (seine und ihre Kinder) und alles ist weiterhin einfach „wow“!

Mehrfach zwischendurch überlegte Mamamotzt, die verdeckte Bloggerei hier einfach sein zu lassen. Am Ende des Wollens ist nur noch so wenig Tag über. (Wann schreiben die anderen bloß ständig?!)

Aber: es ist ihr Blog, ihre Party, ihr öffentliches Tagebuch. Ihr Rhythmus ist richtig, wenn er ihr passt.

Natürlich liegen auch hier begonnene und nie vollendete Beiträge im Archiv. Wo sie liegenbleiben werden. Als Mahnmal an sie selbst.

Liebes Blog, zu deinem 1. Geburtstag gratuliert Mamamotzt dir ganz herzlich und stellt fest: ein Blog ist, was man draus macht. Für einen hilfreich, den anderen stresst´s, manche inspirieren die Welt, andere reihen sich ein in die me-too´s.
Happy Birdsday II
Die gemeinsame Zeit war schön und somit wird noch ein Stück des Weges gemeinsam verbracht.

Ganz großes Kleinerdrei!

 

 

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Für´s Herz

Also gut, da ist nun Mr. Wow.
Mamamotzt und er befinden sich im Stadium der halbverdeckten Ermittlung.

Da gab es so einige Sorgen ganz zu Beginn, vor allem zeitlich. „Passt ein Mann überhaupt in den Tagesablauf?“
Es liegt Mamamotzt einfach nicht, einen Mann so zu vereinnahmen, dass er die Hälfte ihrer Geschäfte (Taxi, Hausaufgaben-Controlling, Cleaning usw.) übernimmt und sich nützlich macht. Davon abgesehen hat Mr. Wow ja seinen eigenen Terminkalender, rappelvoll.
Ein Mann ist demnäch zunächst also nichts als ein weiterer Termin im Kalender.
IMG_9709Oder: Wenn sich Mamamotzt zu ihrem Partner bekennt, erwartet dann nicht automatisch das gesamte Umfeld, dass sie wieder ganz, ganz viel Zeit hat? Weil: So ein Partner entlastet doch ungemein! (Obwohl: Viel Mitleid hat sie bis jetzt auch nicht gerade geerntet.)

Oder auf seiner Seite: Was werden seine ziemlich präsenten Kinder von Mamamotzt (nebst Brillanten) erwarten? Wird seine recht enge Familie unangenehme Ansprüche stellen? (Die erste, nennenswerte Schwiegerfamilie für Mamamotzt, weia …!)

Praktisch ist ein neuer Partner überhaupt keine Entlastung, im Gegenteil.
Die Verwendung muss in das fein aufeinander abgestimmte Familienunternehmen integriert werden, es gilt, mechanische Rädchen komplett neu zu justieren. Jahrelang arbeitete die Motztfamilie an der männerlosen Perfektion, nun soll es plötzlich anders werden?! Allein schon die halbverdeckten Ermittlungen, gar nicht so einfach!

Eine neue Partnerschaft zweier Familien ist mehr was für´s Herz. Für den Alltag nicht so, irgendwie. Aber gut für´s Herz ist ja nicht das schlechteste!

Ein Mann für Mama

Alle Herzen hoch!
Alle Herzen hoch!

Läuft bei Mamamotzt! ❤
Seit kurzer Zeit gibt es einen Mann in ihrem Leben. An der Seite mag irgendwie nicht passen, vielleicht kommt das noch.
Ein frecher Spruch in einer Singlebörse zur rechten Zeit besiegelte das erste Treffen von ihr und Mr. Wow. Völlig unerwartet und unverhofft. Denn natürlich saßen in dem Singlebörsenteich vor allem Frösche. Und außerdem stimmten wichtige Matching Points gar nicht …
Während die Herzen auch bei Vierzigjährigen fühlen wie Teenie-Herzen, wenn Amor traf, ist es mit dem Rest (nicht, was ihr jetzt denkt …, alles paletti!) schwieriger.
Mamamotzt hat ihr volles Leben, Mr. Wow hat mindestens genauso viel zu tun.
Doch stellt sich in der Konsequenz die Frage der Vereinbarkeit: Wie bekommt man zwei Leben zusammen? Muss es patchen? Wird es Patchwork? (Das war früher, vor den Kindern, so viel einfacher, menno!)
Richtig akut wird Patchwork nicht, dafür gibt es zu viele ortsgebundene Kinder und die Entfernung voneinander ist zu gering, als das ein Umzug Not täte. Außerdem: So weit ist es noch gar nicht. Die aktuelle Frage lautet erstmal: Wie und wann stellt man den Kindern den/die Neue(n) vor?

Beide einigten sich schnell auf folgendes Verfahren: Lieber 15 Minuten sehen als dreimal sms-en. Jede noch so kleine Zeitspanne wurde und wird genutzt. Geschrieben wird … kaum.
So trafen sich Frau „Habniezeit“ und Herr „Vollzeitjobmitkindern“ inzwischen sehr, sehr oft, allein. Mit ein bisschen gutem Willen und verpassten Social Media Privataktivitäten sowie komplett versäumtem TV-Programm geht das.
Auch der Nachwuchs ist über grundsätzliches bereits im Bild, nämlich dass ihr Elternteil nicht mehr alleine ist. Alle Kinder kennen wenigstens den Namen des neuen Menschen. Gemeinsame Aktionen gab es aber noch nicht, obwohl es manchmal gepasst hätte.

Es ist ein schwieriges Herastasten, wenn ein Elternteil eine neue Partnerin, einen neuen Partner hat. Am Anfang weiß man nicht, ob man wirklich zueinander passt auf längere Sicht. Wenn aber wenigstens einer von beiden nahezu 24/7 mit den Kindern lebt und keine „eigene Freizeit“ hat, ist eine verdeckte Ermittlung in Sachen Zusammenpassen kaum bis gar nicht möglich. Wenn der andere ebenfalls sehr viel Zeit mit seinen Kindern verbringt, wird es noch schwieriger.
Mamamotzt hat sich für halb verdeckte Ermittlung entschieden, Mr. Wow kommt überwiegend abends zu ihr. Mal sind die Brillanten noch kurz wach, meist nicht. So, wie es sich ergibt, wird er auch in Familienaktivitäten involviert. Eher selten laufen die Ermittlungen außer Haus.
Bald wird umgestellt auf Ermittlungen zu Geschäftszeiten, in einem organischen Maß. Sprich: So, wie es sich richtig anfühlt. Für alle Beteiligten.

Ob das richtig ist und länger hält und überhaupt sowieso: Woher soll Mamamotzt das wissen?!
Bisher herrscht zwischen ihr und Mr. Wow ein hervorragender Konsens. Alles wurde immer auf kurzem Dienstweg zu beider Zufriedenheit geregelt.
Einen Masterplan gibt es nicht, weder hecken sie einen gemeinsamen Sommerurlaub aus, noch wollen die beiden weiterhin nur verdeckt ermitteln.
Sie werden sich einigen, sobald es etwas zu lösen gibt.

Wirklich unglaublich, einfach wow!

Wow!

Klatsch & Tratsch:
Mamamotzt hat neulich ein Date genossen. Ziemlich viel später dann noch eines. Dann noch eines. Und noch eines.
Läuft bei ihr. 😉

Kommt unerwartet, ist auch noch längst keine fixe Sache, aber ist auf jeden Fall eine wunderschöne Zeit. Da ist jemand, der Interesse am gegenseitigen Kennenlernen hat. Jemand, der einfach im richtigen Moment erschien und bislang im richtigen Sinn akzeptiert, dass ihr Leben voll ist. Und damit umgehen kann.

Ihr klitzekleines Zutun: Die immer noch grundsätzlich positive Denke, auch wenn die wirklich zwischendurch monatelang gut versteckt ist, und die neue Fokussierung auf das Gute!

Selbst, wenn nichts als eine neue Bekanntschaft davon überbleibt, fühlt Mamamotzt sich alleine durch diese reich beschenkt.

Sie findet, das solltet ihr wissen!

Über die Liebe

Was gibt es über die Liebe bei Mamamotzt zu sagen?
Sie liebt zwar gerne und aus ihrer Sicht auch von Herzen innig und würde sich für einen Liebsten Arm und Bein abhacken lassen. Doch natürlich gelingt es auch ihr immer mal wieder, genau die zu Liebsten zu kören, denen das nicht genügt. Irgendwann verkündete der letzte Herzensmann, er fühle sich überhaupt nicht integriert genug und schritt von dannen.

Es gibt vielleicht Menschen, die nicht besonders paartauglich sind. Dazu gehört sie bestimmt. Mit dem Ex war es ganz erträglich, weil die doch recht lange Ehe vom Berufspendeln (unabsichtlich) geprägt war.

Kennenlernen I, was sich bewusst über lange Zeit hinzog, orientierte sich vor allem an seinen Bedürfnissen, ein Karrieremensch. Irgendwann hatte er keine Lust mehr auf den langweiligen und schwieriger werdenden Lebensabschnitt mit Mamamotzt. (Pflegefälle) Auch er war meistens unterwegs.

Kennenlernen II gestaltete Mamamotzt etwas progressiver, die Brillanten lernten von Anfang an „mit kennen“. Es gab gemeinsame Unternehmungen, und ganz ehrlich: Familie Mamamotzt war es komplett nicht gewohnt, männlich begleitet zu sein! Soviel Mann hatten sie nie. Und soviel „Rücksicht“ mussten sie auch nie nehmen. (Außer auf die kranken Großeltern.)

Ein Brillant subsummierte höchst bedrückt: „Es ist schwer für uns, wir sind es nicht gewohnt, dass zwei Erwachsene da sind.“ Rumms!

Die Annahme, dass Kinder sich grundsätzlich zwei Ansprechpartner wünschen, ist gar nicht zwangsweise richtig! Sie möchten viel mehr eher keine Veränderung! Die Brillanten sind Mamamotzt allein ganz zufrieden, denn das ist, was sie seit jeher kennen. Aber das ist nur das eine. Nach diesem Kriterium wird keine Partnerschaft geführt!!!
Mamamotzt hat ja selbst auch Ansprüche. 😉

Traurig ist, dass in der Blüte des Lebens jetzt irgendwie keine Zeit ist. Der Kopf und der Tag sind voll mit der Versorgung der Alten und der Brillanten und der Existenzangst, und gerade bei den Alten gibt es nahezu täglich Probleme, die medizinische Laien komplett überfordern. Wenn dann am Ende eines Tages noch Muße ist, mag Mamamotzt sich wirklich nicht noch überlegen, wie der Liebste beglückt werden kann. (Sie tut sich auch etwas schwer mit haushälterischen Tätigkeiten für einen anderen, erwachsenen Menschen, der sich eigentlich selbst ein Brot machen und die Socken in die Wäsche schmeißen könnte.)

Nicht mal im Urlaub (schon mal für 2,5 Tage probiert allein!) schaltet sie ab, weil die Probleme mit den Pflegefällen auch in Absenz zu bewältigen sind. Nights out machen keinen Spaß, wenn man am nächsten Tag früh aus den eigenen Federn krauchen muss und „Dienst“ hat. Übernachtungen außer Haus dürfen nicht sein, weil dann die Brillanten alleine wären. Besuch über Nacht in den eigenen vier Wänden … Naja, nicht so propper.

Welcher Partner ist schon mit so wenig zufrieden? Mamamotzt wäre es auch nicht. Vermutlich.
Zum Glück fehlt ihr die Zeit, darüber nachzudenken. 😉