Frisches Design

Bin im Café - nicht ganz, aber ein Kaffee steht hier.
Bin im Café – nicht ganz, aber ein Kaffee steht immerhin hier.

Ein wenig frisch gemacht präsentiert sich der Blog vom Mamamotzt. Nach langer Zeit mit Bildern nur auf Twitter zieht etwas Farbe jetzt auch ins Blog.
Etwas plastischer will Mamamotzt es haben. Hübscher. Weniger Trist.

Zu schön, dass inzwischen so viele Menschen den Blog kennen! Eine Ehre, dass so viele Leser immer wieder kommen! Ein Wahnsinn, wie der Blog sich ohne jede SEO-Maßnahme in den Suchmaschinen etabliert hat. (Suche nach Mutter-Ex-motzen-alleinerziehend-Überlastungsdepression-Ferien-Sorgerecht Kombinationen führen laut Suchbegriffen direkt hierher.)

Als Dank dafür bekommen die Leser ab sofort mehr Bilder.

Merci à tous!

Der Weg führt nach vorn!
Der Weg führt nach vorn!

 

Keine Zeit für Mama

„K3 war noch nie weg von dir!“

Bämm! – Das saß! K3 ist immerhin gute acht Jahre alt.
Der lapidar dahinsinnierte Satz von K1 skizziert eine ziemlich lange Episode ziemlich prägnant.
Ohne, dass Mamamotzt bislang und sicher auch demnächst nicht dieser Gedanke gekommen wäre.

Ganz korrekt ist es nicht, K3 war bestimmt schon 15 mal bei Ex, und davon oft 48 Stunden. In acht Jahren, denn von Zusammenleben war schon seit vor der Geburt keine Rede mehr.
Aber es bedeutet, dass Mamamotzt seit der Geburt von K3 offenbar keine geilen Projekte außer Haus gemacht hat. Weder für zwei Wochen noch für zwei Monate.
Schock der Erkenntnis!

Es war schwer, eine gemeinsame Betreuung für drei Brillanten zu finden. Die beiden Großen waren öfter bei den Großeltern gewesen, solange die fit genug gewesen waren. Aber dann drei Brillanten packten die engagierten Großeltern nicht mehr. Und alleine wollte keiner der drei je „verreisen“, – es gibt sie eigentlich nur im Trio. (Ausnahmen bestätigen …)
Und wie alle wissen: Ex als Betreuung fiel natürlich regelmäßig bei Anfragen aus! Natürlich wollte er total gerne, aber es ging beim ersten Mal nicht, weil .. Beim zweiten Mal hätte er wirklich gerne geholfen, aber .. Beim dritten Mal war er dann auf unbestimmte Zeit nicht zu erreichen, immerhin mit Ansage.
Und danach wurde er nie mehr gefragt.

Kein Wunder, dass Mamamotzt sich dermaßen „draußen“ fühlt. Sie ist es einfach. Punkt. Keine Messe, kein Projekt, keine Forschungsreise, kein Abenteuer, nichts. Nur noch Kleinkunden.

Die Jahre der Pflege zuletzt waren ohnehin so anstrengend, dass nur jeden Neujahrsmorgen eine weitere Kerbe in den Türstock geschnitzt wird, damit das Zählen nicht durcheinander kommt.
Berufliche Ambitionen können nicht bloß sterben, sie können anscheinend auch aussterben. Tot, töter, am mausetotesten.

Schockierend war sicher vor allem die Erkenntnis, dass es K3 schon so lange gibt, dass ein Leben ohne unvorstellbar ist. Kann es ein Leben ohne K3 (K2, K1) geben? NEIN!
So lang aber, d.h. unvorstellbar lang, kriecht sie ziellos dahin und badet aus, was täglich auszubaden ist. Und verfolgt für sich keine großen Dinge mehr.
Außerdem glaubt sie auch, dass ein Abend beim Sport oder bei/mit Freunden ohne Kinder bereits eine wahnsinnig lange, kinderfreie Zeit sei. Plus natürlich die kinderfreien Vormittage in den knapp neun Monaten Schule pro Jahr.
Da kommt ihr die ewige Anwesenheit gar nicht so ewig vor.
(Wer hat sich noch nie selbst beschummelt???)

K3 muss durch diese Erkenntnis nicht zwingend sofort auf mehrmonatige Weltreise gehen. Auch in den viertägigen Sommerurlaub zu Verwandten gehen traditionell nur die beiden Großen, und mehr als zwei können dort nicht unterkommen, auch das wird sich nicht ändern. (Alleine verreist wiederum K3 nicht.)

Die Erkenntnis, dass die Zeit im Nest nun lang genug ist, wird das ihrige tun und sich auswirken. Good things will come along the way.
Da muss Mamamotzt nichts forcieren. Nimmt sie einfach mal an.

Freude

Mamamotzt freut sich heute ausdrücklich!
😉
Zum Beispiel über die Freiheit, sämtliche Entscheidungen der Erziehung der Brillanten alleine treffen zu können, ohne dass ihr jemand dazwischenpfuscht.
Oder dass die Dankbarkeit der Brillanten für schöne Dinge alleine ihr gebührt.
Auch darüber, dass sie wirklich nur sehr, sehr selten im Tagesablauf vom Ex gestört wird.

Die ungeteilte Führungsposition im Familienunternehmen erleichtert und beschleunigt durchaus einiges.

Erfolge sind am süßesten, wenn man sie sich selbst und ganz alleine verdankt.

P.S.: Vielleicht war der Anlass für diesen Post ein anderer, aber es ist richtig und wichtig so, wie es hier geschrieben steht. Und eben nicht anders.