Exemplarisch für viele Alleinerziehende

Mama motzt sich hier ihre höchstpersönliche schlechte Laune aus dem Leib, die sie ihren Brillanten nicht zumuten mag. Gegrübelt hat sie für sich alleine lange genug, gestresst war sie oft, Hürden stehen immer wieder mal auf dem Weg. Der Dampf muss raus. Hindernisse existieren.
Ginge es Mamamotzt darum, persönlich diskreditieren zu wollen, würde sie das anders tun. Hier werden bloß Fakten aus dem Alltag repliziert. Exemplarisch für Viele.

Ihr Grunddilemma ist nicht das Alleinsein, nicht das Alleinsein mit Kindern, nicht die Elternschaft, nicht das Vereinbaren von Arbeit und Kindern. Alles gar kein Problem. Ihr stößt auf, dass der Umgangselternteil sie ziemlich komplett alleine lässt, was die Verantwortung für die gemeinsamen Kinder betrifft. Obwohl er gehirnwäscheartig das Gegenteil behauptet. Und damit für seinen Teil erfolgreich ist.

Sie sieht nicht, wann er sich um die Kinder kümmert, obwohl er sagt, er tue das ausgiebig.

Sie findet keine gemachten Hausaufgaben bei den Kindern, obwohl er das doch gerne macht, wie er sagt.

Sie bemerkt nicht, wann er die Kinder zu ihren Hobbys transportiert, obwohl er das natürlich tut, behauptet er doch.

Sie fragt sich, ob er jemals finanzielle Verantwortung übernehmen wird, obwohl er seit Jahren davon spricht und seither keinen Cent übrig hatte.

Achso, zuletzt habe sie ihn all das nicht tun lassen. Sagt er. Er wolle das alles und noch viel mehr so unbedingt, doch sie verhindere das einfach. Der Arme, er wird dafür von seinem gesamten Umfeld sehr bemitleidet. Quasi alleinerziehender Vater ist er und Mamamotzt schmeißt ihm einen Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine. Das Leben ist so hart.

Die Kinder warten übrigens auf all das, seit Jahren, und können sich nicht mal einer Premiere entsinnen.

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2 Gedanken zu „Exemplarisch für viele Alleinerziehende“

  1. Wow, unser Leben ähnelt sich grad sehr. Ich bin genau so gemein und der Perlenpapa hat es irre schwer, der Arme Tropf.

    Auch wenn es natürlich wesentlich toller wäre, wenn es Anders und gut wäre…aber natürlich stellt sich dann das seltsam wohlige Gefühl ein, dass man nicht die einzige ist, der es so ergeht…da lese ich definitiv hier weiter…

    Lg!!

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    1. Für Mamamotzt ist es wirklich heilend zu hören, dass sie nicht den einzigen Chaoten zum Vater gemacht hat. Wohliges Gefühl, hehe!
      Natürlich gesellschaftlich angesehen, kein „Lump“!
      Aber gewisse Manieren und Anstand in Bezug auf den Nachwuchs lassen zu wünschen übrig!
      Es grüßt Mamamotzt 🙂

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