Ostern

In diesem Jahr ist alles anders. Oder doch wie immer?
Im Fazit wird es sein wie immer: Ein weiteres Fest ohne Papa.

Einmal wollte Mamamotzt im Sinne der Kinder rechtzeitig, also mindestens vier Wochen vor Ostern (!), regeln, wie die Feiertage verbracht werden. Der Ex fand das gut und wollte sich rechtzeitig melden. Doch nichts geschah.
Es wurde Karfreitag und der Ex intonierte bereits seit Wochen in Endlosschleife, er wolle unbedingt die Kinder über Ostern bei sich haben, nur wann er sie hole, könne er nicht genau sagen.
Nunja, als er es auch am Karfreitag noch nicht sagen konnte und sogar bis Ostersonntag um ca. diese Zeit (0.45 Uhr) immernoch nicht wusste, blieben die Brillanten bei Mamamotzt.

Es ist super, den Kindern ein Passionsspiel der anderen Art vorgaukeln zu müssen und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. (Bleiben die Kinder, gehen sie, bekommen sie Geschenke oder muss noch schnell etwas versteckt werden, was sage ich den Kindern überhaupt, um ihnen Vorfreude statt Verunsicherung zu ermöglichen, usw.) Ironie off.

Damals konnte er Mamamotzt noch drohen. („Wage es, die Kinder zu behalten, dann passiert xyz! Das darfst du gar nicht, du musst sie mir geben, du entfremdest mir die Kinder, das klage ich dann an!“)
Nun hofft sie, dass außer heißer Luft nichts mehr kommt. Sicher sein kann sie sich nicht. Der Mann tendiert zu Extremüberraschungen.

 

Mamamotzt hat mit den Kindern gesprochen, sie sind durch das Ferienprogramm gut abgelenkt bislang, und dennoch: Man merkt, dass die Kinder große Hoffnung hegen, dass der Ex auftauchen und DIE leuchtende Erscheinung des Festes sein möge.

Die armen Kinderseelen!
Die Zähigkeit ist erstaunlich. Aber so traurig.

 

Euch allen Frohe Ostern und Seasons Greetings!

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9 Gedanken zu „Ostern“

  1. Das ist so bitter. Immer, immer wieder Enttäuschung. Meine Kinder leben auch damit. Mal ist alles prächtig, mal nicht. Ein Vater wie das Wetter in Irland.

    Mir hat ein Kinderpsychologe gesagt, dass die Kinder den Vater irgendwann so sehen, wie er ist. Und dass es leider keinen anderen Weg gibt, als als Mutter zu versuchen, all das aufzufangen. Wer die Mutter auffängt, steht dann auf einem anderen Blatt. Aber die ist ja erwachsen und kann sich selbst kümmern.

    Liebe Grüsse an die Brillianten!
    Christine

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  2. Alleine das Lesen tut schon weh- wer kann da denn noch glauben, das es dem UE um die Kinder geht und nicht darum (in diesem Fall Dich) permanent unter Stress zu halten.
    Der UE in meinem Fall hat auch immer mit Klage gedroht, wenn ich nicht parat stand und hat es dann monatelang so getrieben, das er JEDES WE groß angekündigt hat, seine Herrlichkeit in aller Pracht zu uns herabzulassen um sein über alles geschätztes Kind abzuholen und ihr jeweils das tollste WE ihres Lebens zu bereiten… und dann natürlich: nix! Nicht einmal eine noch so knappe absage, nur das Feige „wegdrücken“ am Handy um dann ab MIttwoch wieder das Gleiche Spiel von vorne anzufangen, inklusive der Drohung einer Meldung beim Jugendamt, wenn das Drachenweib ( Ja, den Namen hat er mir verpasst und ich trage ihn mit Stolz- drückt er doch damit aus, wie sehr er mich fürchtet- HA!) es wagt, von ihm Antworten zu verlangen und somit den Umgang mit seinem geliebten Kind zu unterbinden, weil es ihm nicht zumutbar ist, unter diesen Umständen den Kontakt zu halten.
    Ich habe hier jedesmal so wütend mit den Zähnen geknirscht und eben diese Wut so gut ich es konnte unterdrückt, um meinen Nachwuchs nicht noch zusätzlich zu stressen, das ich dachte ich ersticke daran, oder erleide wahlweise in meinen ( na ja, zumindest beinahe noch) jungen Jahren einen Schlaganfall.
    Das Jugendamt war dabei keine Hilfe- dort hat man nur mit den Schultern gezuckt und mir gesagt, da könne man eben nichts machen.
    Nun ja- irgendwann hatte der Drache in mir, die Schnauze voll vom zahm spielen und hatte eine zündende Idee ( zumindest eine umsetzbare- die mit Leidenschaft immer wieder gedanklich durchgespielte steht ja nicht zur Debatte).
    Ich saß einfach nicht mehr zu Hause, denn den Umgang vereitelt man ja nur, wenn man dem Vater die Kinder nicht gibt. Ergo unternehme ich mit meinem Nachwuchs nach Möglichkeit etwas schönes ( wenn der Drache auf Goldsuche ist, eben der Babysitter), bin aber in jedem Falle nicht zu Hause und mein Nachwuchs weiß dann auch nicht, dass das goldene Lamm seinen Staatsbesuch angekündigt hat. Ich rufe auch nur noch genau 1x an, um zu fragen, wenn er sich daraufhin nicht rührt, gehe ich davon aus, das er zu beschäftigt ist- weshalb ich den armen armen Mann auch nicht weiter belästige.
    Als er daraufhin tatsächlich vor der Tür stand und mich stinkwütend ob meiner Unverschämtheit seinen Besuch ( der in diesem Fall NICHT angekündigt war) nicht den roten Teppich ausrollend zu erwarten, habe ich ihm schlicht mitgeteilt, wo ich bin und das er gerne dazukommen könne. Sollte er die Kleine zu dem versprochenen Spitzenwochenende abholen wollen, solle er eben fix warten, wir wären selbstverständlich gleich da- einen gepackten Koffer hatte ich ausser Sichtweite meiner Tochter deponiert, damit er auch diesbezüglich kein Argument hatte, in Bezug auf Wartezeiten.
    Bei dem von ihm daraufhin tatsächlich anberaumten Termin beim Jugendamt habe ich es geschafft, kaltblütig zu bleiben und folgendes klarzustellen: Wir waren zu Besuch bei Freunden, die innerhalb eines 2 Stunden Radius wohnen ( das ist genau der Bewegungsradius den man Hartz IV Empfängern zugesteht- deshalb fand ich, dieser Radius steht auch einem Drachen zu, wenn kein Besuch angekündigt ist). Wäre er angekündigt gewesen, hätte ich mich in einem 30min. Radius bewegt. Ich habe weiterhin mit dem Kindeswohl argumentiert- wenn meine Tochter auf einen Besuch wartet, der nicht kommt, leidet sie. Wenn wir etwas unternehmen, ist sie glücklich, wenn er dann noch zusätzlich aufkreuzt, ist sie noch glücklicher, da ich sie selbstverständlich zu ihrem Vater lasse. Meine Erreichbarkeit über mein Handy ist zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.Dieses Verhalten von mir, würde zwar von seiner Prächtigkeit verlangen, das er die Unanehmlichkeit des Wartens in Kauf nehmen müsse ( was er ja umgehen könnte, wenn er sie dort abholt, wo sie gerade mit mir ist), aber das ist das Wohl des Kindes – denn darum geht es ja AUSCHLIESSLICH- wert, denn auf diese Weise hat sie eine win-win Situation.
    Seitdem lässt er sich zwar immer noch nicht häufiger als alle 1,5 Jahre mal hier sehen, aber immerhin leidet meine Tochter nicht mehr unter den egomanen Anfällen ihres Vaters- und ich auch nicht, hat er sich doch monatelang daran hochgezogen das er mich in der Hand hatte.
    Im Moment spiele ich mit dem Gedanken, mir einen guten Juristen zu suchen, mit dessen Hilfe ich genau das am BGH einklage- zum einen den Bewegungsspielraum des AE zugunsten des Kindeswohles und zum anderen die Pflicht des UE im Sinne der Gleichberechtigung in der Erziehung aus dem Umgangsrecht eine Umgangspflicht zu machen, damit die Kinder nicht – so wie in meinem Fall geschehen- vom UE dazu benutzt werden, den AE an der Leine zu haben.
    Herzliche Grüße und ein trotz allem entspanntes Osterfest 🙂

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  3. Boah, heftig! (Was allerdings wieder zeigt, dass der hiesige Ex nicht der einzige ist, dem es an Erfahrungen aus einer Kinderstube mangelt und der es eigentlich nicht wert ist, ein Wundervollkind zu haben.)
    In welchem Alter war der Minidrache ungefähr, als er so versetzt wurde, und wie lange hat der UET dich trietzen können, würde Mamamotzt gerne wissen. Wie beurteilt der Minidrache die Situation heutzutage, wenn du das sagen magst.
    Geherzt, Mamamotzt

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  4. Mein Minidrache ( ❤ ) war ca. 3 Jahre alt und hat sehr schwer darunter gelitten, was ich daran gemerkt habe, das sie alle paar Minuten gefragt hat, wann Papa kommt, während ihre Stimme dabei schon meistens "gebrochen" ist und sie, trotz des Versuches ganz ganz tapfer und stark zu sein, in Tränen ausgebrochen ist, schliesslich war die strahlende Freude groß, wenn er ihr erzählt hat, was er alles für tolle Sachen mit ihr machen wird. In dieser Zeit hatte ich das dringende Verlangen ihm genausoviel Leid zuzufügen, wie er meiner Tochter angetan hat und habe dementsprechend dem Jugendamt und diversen Beratungsstellen "die Türen eingerannt", weil ich vor lauter Stress und Mitleiden mit meinem Zwerg weder aus noch ein wusste- ich wollte ihr so gerne helfen… Die Spielchen gingen – eben wegen dem Druck des Jugendamtes, meinen Pflichten nachzukommen- ein gutes Vierteljahr.
    Heute ist mein Herzenskind 12 Jahre jung und kann das ganze ganz gut einordnen ( was aber erst seit etwa 4 Jahren der Fall ist).
    Über die Zeit hat mir geholfen, das ich ihr immer wieder gesagt habe, das ihr Vater sie ganz bestimmt lieb hat, aber nicht versteht, das sie das nur wissen kann, wenn er ihr das auch mal sagt und regelmäßig zu Besuch kommt.
    Heute weiß sie, das ihr Vater zu Empathie einfach nicht in der Lage ist und lacht darüber, das er ihr als Geburtstagskarte- an den er nur denkt, weil ich ihn rechtzeitig per sms benachrichtige und selbst dann oft nicht- eine herausgerissene Heftseite schickt.
    Sie gibt ihm Kontra und er durfte sich schon sehr unangenehme Wahrheiten von ihr anhören, wenn er doch mal anrief und im Brustton der Überzeugung Respekt eingefordert hat, weil er schließlich der Vater sei.
    Sie ist eine sehr selbstbewusste Kämpferin geworden und duckt sich kein bisschen, wenn er anfängt ihr zu drohen, wenn sie nicht kuscht.

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    1. Entschuldige bitte- ich habe mich geirrt, mein Herzenskind war knapp 5 als der Umgangsstress losging, vorher hat er sich nicht gekümmert, weil er zu beschäftigt damit war, den Unterhaltsforderungen aus dem Weg zu gehen und er erst bei der Scheidung seines Bruders auf die Idee gekommen ist, wie er Macht über mich ausüben könnte.

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    2. Danke!
      Du bist zackig an ein Ende gekommen und hast das Heft in die Hand genommen, Mamamotzt gratuliert!
      Sie selbst brauchte für alles ewig, und immer mal wieder ein halbes Jahr Stillstand ist gar nichts in diesem Theater.
      Es ist sehr erfreulich, dass dein Kind ein Klardenker geworden ist, wobei: Wahrscheinlich gerade deshalb! Es ist im Grunde ein Gewinn für ihre Entwicklung. Wenn auch sehr bitter und teuer erworben.

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  5. Danke, das Kompliment tut gut.
    Aber ich bin ganz und gar nicht so zackig wie es vieleicht gerade wirkt 😉
    Im Alltag ist es einfach zu verführerisch, die Liste mit den Erledigungen anzuschauen, zu sehen was alles gemacht werden müsste, zu beschließen dass das zuviel des guten ist und ein Nickerchen zu machen…

    Fühl Dich umarmt ( wenn ich Dir damit nicht zu nahe trete)

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    1. Zu den Nickerchen erschien soeben ein Beitrag … 😉 Mamamotzt hält depressionsbedingt oft eine ganze Menge Nickerchen.

      Zurückumärmelt, – nein, das war nicht zu nahe! Herzlichst grüßt Mamamotzt!

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