Umfrage: „Einsatz“ getrennt lebender Elternteile

Wie viel bringen sich in anderen getrennten Familien die Elternteile ein, die nicht mit den Kindern leben? Wie sehr sind sie in den Alltag eingebunden, haben Anteil am Leben des/der Kindes/Kinder?
Hat sich dieses Verhältnis nach der Trennung geändert?
Mamamotzt möchte von den verschiedenen Möglichkeiten erfahren, die anderswo gelebt werden.

Wieviel Kontakt besteht, wie wird der Umgang gelebt, wo liegen Schnittstellen zwischen alter und neuer Familienkonstellation, was wird zur Nachahmung empfohlen … ?

Wie sieht das bei anderen getrennten Familien aus? 

Bitte nutzt die Kommentarfunktion, Freischaltung folgt. Danke! 🙂 

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#12von12 April 

Der Tag begann schon gleich beim Frühstück sc-hai-ßgefährlich:

 

Später wünschte sich die liebe @wuenschdirwas_ einen echten Eiskaffee und niemand konnte ihr helfen! Weder Mamamotzt noch Mäcces!

Es war ein Tag des Essens, kann man sagen, denn inzwischen war ein Schokokuchen (Brillanten: Hmmmmmmm!) angerührt


– das eckige sind Apfelstückchen, besser verstecken sich die Cranberrys – (Brillanten: Ihhhhhhhhh!)

und im Ofen.


In der Küche duellierten sich der Dcjokokuchen (Mamamotzt: Hmmmm!) und die französische Kochwurst (Mamamotzt: Hmmmmm!) aufs ärgste! (Alle: Würg, eklige Mischung!)

Auf der Fensterbank ist eine der Moorpflanzen, landläufig als Fettkraut bekannt hier, wieder hungrig, die Blätter leuchten saftig grün, die klitzigen Härchen stehen aufrecht, die leichtsinnigen Insekten können Platz nehmen! Dann sondern die Blättchen sofort einen klebrigen Verdauungssaft ab und das Viecherl bappt dort fest und wird irgendwie ausgesaugt.

Der Kuchen ist fertig,


die Wurst hat den Geschmackstest nicht bestanden (war leiiiider auch schon ein Jahr abgelaufen) und trotzdem fühlt sich Grau Motzt unzulänglich, plumpst beim Hausputz aufs Lotterbett und sinniert.

Ganz schlimm wird es, als sie ein paar Bilder löschen will und dabei Erinnerungen an einstige Stärke im Sinne von Power und Können auftauchen. Und etliche zerstörte Visionen.

Da hilft ein bewährter Trick: mit schönen Visionen beschäftigen. 🙂 Der Freund ist ja bereit, in den Urlaub mitzukommen, und schnell wird gebucht. Mit Kerl!

Der freut sich wirklich, als er während seiner Dienstreise davon erfährt. Mei, ist das schön und ist er knuffig! ❤

Die Sonnenuntergänge sind schon schön und spät im April, kein Vergleich zu vor zwei Wochen, oder wann die Zeitumstellung war.


Als es ganz dunkel ist, kommt der kleine Hunger nochmal vorbei. Leider ohne seinen süßen Freund Milchreis, sondern mit einem leckeren Käse. Wird er halt verspeist.


Und das war der Tag.

Premiere bei #12von12               

 

Man genieße das Ausschlafen an Wochenenden. Um 7.30 Uhr geföhnt fertig, dieKinder haben Sport. #1

 

Nicht ohne meinen Kaffee, gähn! Vorher sage ich nichts! #2

 

Boah nee, der Traum aller Eltern! Eiskalt (gefühlt) und viel zu früh, Millionen Eltern werden gerade gequält. #3

 

Angeblich 4 Grad, es fühlt sich auch fast so an. #4

 

Bevor die Eltern einfrieren , holen sie beim nächsten Bäcker Brötchen und heiiiißen Kaffe. In der Zeit fällt das Tor zur Niederlage. Merde! #5

 

Edit: Foto entfernt. 😉

Das Bild zeigt Belohnungsaufwärmpommes für den Spieler. Weil die so schnell aufgefuttert waren, ist das in echt die Nachspeise. #7

 

Nach dem Essen sollst du ruhen! #8

 

Oh! K1 hat einen Nutellakuchen gebacken! Ob der noch eine Stunde überlebt? #9

 

Wir können doch nicht zusammen ausgehen! Wir sind doch nicht verheiratet! – Die Brillanten haben komische Vorstellungen. Egal, trotzdem Kinderzirkus. Giraffen-Einräder! #10

 

Kinderzirkus, noch ein Foto wert! Feuerzauber. #11

 

Wiederbelebte Spülmaschine war schon fast ausgeräumt, da entstand noch ruckizucki das letzte Foto für #12von12. Gar nicht so einfach!

 

Mehl an` Kohli

niemandem weh tun
nicht unabsichtlich verletzen
nicht missverstanden werden
nicht andere mit reinziehen
mit gutem nicht so viel schaden anrichten
fast alles geben und alles verlieren

sein dürfen und verstanden werden
der angebotene arm als angebotener arm
das lächeln als lächeln

nicht weiterzerren
nicht bohren
nicht wegtreten

von außen her und nach außen hin

im kopf ist alles einfach und leicht

 

 

Geburtstage

Drei unveröffentliche Blogposts weiter. Mindestens!

Immer noch Pflege. Immer noch hängen zwischen hoffen auf Leben und hoffen auf erlösenden Tod. Verdammter Mist! Die Lage ist angespannt!
Der Patient wird von Palliativ entlassen, weil die Ärzte nichts mehr tun können. Im Papier steht auf eigenen Wunsch. Stimmt nicht. Aber was will man machen?!
Die Fallpauschalen geben nicht mehr her und ganz ehrlich ist Rettung ja auch nicht möglich.
An einem Tag faltet der Patient am Telefon noch Handwerker zusammen für während der Abwesenheit getätigte Leistungen, am nächsten Tag sind nicht mal mehr die Medikamente in den Patienten reinzubekommen.
Ein Angehöriger bezweifelt konkret das Erwachen am Folgemorgen. Irgendwer hatte was falsch dosiert.
Sowas sind die Folgen. Schwupp, mal eben einen umgebracht. War keine Absicht.

Am Folgemorgen gibt es immerhin wieder Frühstück.

Verwandte kommen. Wie immer. Kritisieren Mamamotzt, die komplett leer und durch den Wind ist. Bleiben einen Tag und drehen ebenfalls durch.
Kein Wunder.

Andere Verwandte schieben Mamamotzt die medizinische Verantwortung zu: „Du musst doch, du bist doch, wer, wenn nicht du?!“
Mamamotzt ist leer und durch den Wind.

Ein weiterer Kindergeburtstag steht ins Haus. Vom weltallerbesten Kind, vom großen. Vom Anfang dessen, was einmal die weltallerbeste Familie werden sollte. Jedes Jahr ein ganz besonderer Einschnitt.
Damals.
Als alles noch voller Hoffnung war.

Ein Oktobertag in einem wahrhaft goldenen Oktober. Oft schob Mamamotzt den Kinderwagen knapp zwei Wochen nach dem Kaiserschnitt zur Uni. Im Sonnenschein, im T-Shirt. Zwei! Wochen!
Sie wollte nichts versäumen, Semesterbeginn und Geburt lagen günstig beieinander, Profs. und Mitstudenten waren verwundert aber einverstanden.

Hunde waren normaler an der Uni, in Vorlesungen, als Babies. In der Uni-Krippe waren keine Studentenkinder, sondern nur die des Personals. Also: der Gattinnen der Lehrenden.

Mamamotzt arbeitete weiter, pflegte ihre Ehrenämter und studierte weiter. Ein wenig langsamer halt, aber sonst wie gehabt. Das Baby war nicht besonders pflegeleicht, aber mei, Mamamotzt hatte eh keinen Vergleich.
Aufgeben gab es nicht, sie ging frohen Mutes in der neuen Aufgabe auf.

Pünktlich zum ersten Geburtstag kam Mamamotzt von einer Forschungsreise zurück. Wenige Monate hatte das Kind bei den Großeltern verbracht, weil Mamamotzt das Leistungsstipendium des DAAD (Deutschen Akademischen Austauschdiensts) natürlich wahrnehmen wollte.

Der zweite Geburtstag wurde mit bereits mit Geschwisterchen gefeiert, und mit einer bis heute BFF. Mamamotzt arbeitete weiter nebenbei und pflegte noch ein Ehrenamt, allerdings musste sie es dann aufgeben. Mit zwei Kleinstkindern wurde es doch langsam eng.

Der dritte Geburtstag war nochmal kleiner Kreis. Das Kindchen so ein süßes. ❤ Am vierten Geburtstag gab es die erste, legendäre Schnitzeljagd, von der noch viele folgen sollten im Familienleben.
(Das beste Konzept, immer wandelbar, immer flexibel, immer draußen. Einfach passend.) Am vierten zeigte das Kind das einzige mal im Leben die unsoziale Ader und haute einige der Gäste. Übersprungshandlung, oder so. Höhö.

Am fünften Geburtstag war man erstens kindermäßig bereits zu dritt und frisch im Erwerbsleben, aber auch inzwischen sehr am Zweifeln, was die Ex-Qualitäten als Familienmann betraf. An solchen Tagen bemerkt man einiges. Gast auf der eigenen Feier. Tat keinen Handschlag.

Der sechste Geburtstag wurde direkt bei der BFF gefeiert, weil der Ex sowieso keine Zeit hatte. Und noch irgendwas war. Egal, war groß-ar-tig! Es waren inzwischen ohnehin genug Kinder, BFF hatte Geschwisterchen, Kind groß gleich zwei, plus Erwachsene, das langte.

Der siebte Geburtstag wurde bereits an einem anderen Wohnort gefeiert.
Mamamotzt hatte Glück (eigentlich Fleiß und Talent und so) und hatte direkt neue Auftraggeber, wohnte aber zufällig alleine. Also: ohne den Ex. Der konnte noch nicht hinterherziehen. Mitziehen ging ja auch noch nicht.

Egal, der Geburtstag war toll, mit neuen Freunden am neuen Wohnort und ohne Ex. Und so.
Hat Mamamotzt einfach mal so gewuppt. Vorher arbeiten, anschließend arbeiten. Zu der Zeit hatte sich die Betreuungszeit halbiert, doch die Aufträge waren ganztägige.
Mamamotzt machte.

Plötzlich fast erwachsen

Nun, Jahre später, einen jungen Erwachsenen vor Augen, die eigene Erwerbstätigkeit stillgelegt, seit Jahren einen Pflegefall versorgend und einen leichten dazu im Schlepp, gibt es keine Feier in dem Sinn.

Nicht schon wieder den drölfunzigsten Kindergeburtstag alleine ausstatten. Nicht schon wieder einen Chauvi-Ex auf dem Sofa sitzen haben am Abend (im besten Fall!), der zwar kein Geschenk bringt, aber sich als wunderbaren Lebensspender feiern lässt, nicht schon wieder und überhaupt. Zum über 30. mal. Irgendwann hörte das Zählen auf.
Vielleicht eine kleine Feier mit dem Pflegling. Vielleicht nimmt der noch irgendwas wahr. Vielleicht steht aber stattdessen auch bereits der Bestatter im Zimmer.

Das tägliche Leben. Seit Jahren.

In diesem Jahr besonders schlimm. Drei Brillanten. Drei Geburtstage. Drei mal im Schatten des Todes. Der letzte Geburtstag begann schrecklich mit stundenlang im Regen ausgesperrten Kindern und einem Notfall Krankenhaus. Am Ende war es dank einer lieben Freundin ein wunderschöner Geburtstag.
Der nächste darf aber ruhig anders werden.

Was zu erwarten ist

Die Familienfeier, die geplant ist, wird hektisch irgendwie nach den Befindlichkeiten des Pfleglings ausgerichtet werden. Ist ein Handwerker-zusammenfalt-Tag oder ein Tag, an dem nicht mal Flüssigkeit aufgenommen werden kann? Oder gar ein Sterbetag?

Das Morgenritual des Geburtstagstags im Haus Mamamotzt selbst wird aber sein wie immer. Seit dem Umzug damals. Und wird nicht verraten.

Mamamotzt wird müde sein, weil sie mitten in der Nacht noch Blogbeiträge schrub. Aber das ist ok. In der Nacht konnte sie nicht schlafen.
Und zu einer Arbeit muss sie nicht mehr, sie hat sie ja gerade aufgegeben. Weil es nicht mehr ging.

Nur Pflege und …, ja, ein wenig Pflege eben.

Allzugerne würde Mamamotzt nicht alle Geschenke alleine besorgt haben.
Allzugerne würde Mamamotzt sich freuen, dass sich ein anderer Erwachsener mit freut über das wohlgeratene Kind.
Allzugerne würde Mamamotzt nachdem die Kinder morgens das Haus verlassen haben auch zur Arbeit gehen, die Kraft dafür vorausgesetzt.
Allzugerne würde Mamamtotzt sich nicht so dermaßen mutterseelenalleine fühlen als Mistress of Ceremony, weil die Trauer über die Einsamkeit so laut aus ihr strahlt und auch an so einem tollen Tag gerade nicht zu dämpfen ist.

Änderungen

In all den Jahren gab es so viele Veränderungen. Die meisten oder zumindest viele davon ungewollt und leider nachhaltig nicht geschätzt. Trotzdem hat Mamamotzt immer das beste draus gemacht.

Steht doch auch in der Berufsbeschreibung als Mutter: „Jede Situation retten, und sei sie noch so schwer.“

Immer ging es irgendwie weiter, wenn auch meist mehr irgendwie als weiter.
Nun, ohne Job und kurz vor einem (erlösenden) Trauerfall scheint die Zeit aber still zu stehen. Oder Mamamotzt hofft, dass sie still stünde, damit alles wieder paletti ist, wenn es weiter geht.

Wenig ist so geworden, wie sie es sich erträumt hat. Vorgestellt hat. Oder wenigstens erhofft hat.

Das Gefühl von alles richtig gemacht und trotzdem alles falsch geworden brüllt derzeit unhöflich laut herum. Schreit irgendwas von Ungerechtigkeit. Oder so.

Druff jeschissen

Es werden Kerzen brennen, es werden Geschenke ausgepackt, es wird Süßkram gefuttert. Es ist Brillantengeburtstag!

Ohne Ex. Ohne Ex-Geschenke. Mit Familie. Mit Liebe.

Happy Birthday, großes Kind!

Neu muss werden

2,5 Wochen erst Schule und Alltag und schon war Mamamotzt fix und fertig das ganze Wochenende lang. Waren das außergewöhnliche Wochen? Waren das außergewöhnliche Aufgaben? Wieviel schafft man und wenn das nicht viel beziehungsweise nicht außergewöhnlich war, wieso schlaucht es so?

Es ist der Standpunkt.

Kommt es einem so vor (wie es irgendwie auch ist), dass man überwiegend unangenehme oder zumindest fremdbestimmte Aufgaben erledigt, die einen daran hindern, das „eigene Leben“ zu leben, stresst das.

Man wartet immer wieder, hofft bald Moment für Moment, dass man etwas für das eigene Leben tun kann. Für das eigene Fortkommen. In diesem Fall vor allem beruflich.

Und da war auch schon das hässliche Wort: warten.

Das ist passiv.

Aktiv muss es werden.

Keine bahnbrechende Erkenntnis.

Heute ist aber noch nicht der Tag eins des Aktionismus. Heute geht erstmal wieder ein Notfall vor. Im Krankenhaus. Mit dem Pflegling.

Morgen dann, morgen fängt vielleicht das eigene Leben an.

Oh, du dringende Dringlichkeit

Da war doch neulich der angeblich so verzweifelte Vater, der so dringend herzlich gerne seine Kinder (aka Brillanten) sehen wollte. Der die Mutter (aka Mamamotzt) beim Jugendamt so schlecht machte, wie nur irgend möglich.
Der zusagte, sich dann eben spontan (und das ist genau das, was er eh immer wollte!) zu melden und mit den Kindern Umgang abzusprechen. Auf gut Glück, ohne, dass sie sich Zeit freihalten müssten.

Er sollte sich rund eine Woche vorher melden.

Und: er meldet sich nicht.

Da war doch der Vater, der tatsächlich anrief und sich erkundigte, was er dem jüngsten (aka bestechlichsten) Kind zum Geburtstag schenken könne. Das Kind freute sich und gab noch einen Wunsch auf. Via Jugendamt hatte es bereits Wünsche mitgeteilt.
Es kam: kein Geschenk. Geburtstag: vorbei.

Familie Mamamotzt wünscht sich einfach Ruhe und nicht immer wieder Enttäuschungen durch diesen Mann.

Ende Tagebucheintrag Freitag.
Eine Woche, in der Ex vermutlich in Ruhe seiner angeblichen Arbeit nachgehen konnte. Mamamotzt kutschierte von Krankenhaus zu Kinderarztterminen und Schulgedöngse. Aufm Land, Entfernungen. Tageverschlingend.
Ins Büro dann in Ruhe nächste Woche.
Hopefully.