Kopf ab

Man weiß es nicht, aber in Mamamotzt gärt es heute und sie kann ihrem Ex nur wünschen, ihr nicht zu nahe zu kommen. Sonst: Kopf ab! ´Schschwör!

ANMERKUNG: dies ist ein therapeutischer Ex-Motz-Blog, hier wird es selten um etwas anderes gehen. Für den Fall, dass jemand erwartet, dass sich das Thema mal erledigt. Eher so: nö!

Während die Welt im schönsten Frühlingsbunt versinkt und die Laune nach draußen ins Freie strebt, ruft der Kontostand an den Schreibtisch und sorgt für gekräuselte Stirn.

Und dann jammern noch so ein paar Väter über #regrettingfatherhood, versäumte Chancen und eingebeulte Karriere etzeterapepe.

Ja, spinnen die?!

Es ist doch gar nicht schlimm. Mann versäumt doch gar nichts, die Kinder bleiben einem doch. Sie sind zumindest ihren kinderlichen Pflichten verpflichtet, für den Alten aufzukommen, sobald er gebrechlich wird und sich nichts mehr leisten kann. Um mehr geht es doch den meisten vermutlich gar nicht. Am Lebensende dann noch ein genuscheltes „hätte gerne mehr Zeit mit meinen Kindern verbracht“, und alle denken, Mann bereut. In Butter!

Ach, gnah, wer weiß, warum es Mamamotzt ausgerechnet heute so anficht.

Vielleicht das erneute Abtauchen vom Ex. Außer, wenn er Umgang will und aus fadenscheinigen Gründen vor der Tür steht, macht er den toten Mann. Sorry, Alter, so sieht Vaterschaft nicht aus. Das reicht einfach nicht, dreimal einmal! im Jahr. Auch, wenn er das als regelmäßiges Kümmern bezeichnet.

Vielleicht, weil es einfach Kagge ist, wenn man Monat für Monat, Jahr für Jahr, MIT dem anderen Elternteil gemeinsam was tun soll, was der aber einfach nicht macht und man Monat für Monat dumme Ausreden hört und selbst dann alles wieder rausreißen muss.

Vielleicht, weil wieder Monatsende ist und die Honorare nicht so sprudeln, wie erhofft. (Änderung kommt aber jetzt ziemlich sicher, fester Teilzeit-Job in Aussicht.)

Vielleicht, weil demnächst wichtige Termine anstehen, deren genaue Terminierung im Raum schwebt, aber noch nicht gänzlich fix ist. Immer, wenn das väterfreundliche Jugendamt mit Drohungen auf Mamamotzts Anliegen bezüglich des Kindeswohls reagiert, ist das eher so … mittel.

Und vielleicht auch, weil es einfach nervt, dass man wieder eine ganze Ferieneinheit alleine verplanen musste und rumkriegen musste, während sich Papa-allmighty vermeintlich in Selbstmitleid suhlt und sich sohohohooo verlassen und vernachlässigt vorkommt. (Woher soll man genaueres wissen, auf die letzten ca. 20 Mails reagierte er ja nicht. Beim JA heult er sich aber wohl ab und an aus.)

Der Freund als Familienretter

Fetten Dank an dieser Stelle an den Freund, der Mamamotzt zeigt, wie lässig das Elterndasein sein kann, wenn ein zweiter Mensch auch nur ein klitzekleinwenig Verantwortung übernimmt. Ehrlich gesagt merkt man dann erst, wie wahnsinnig man sich alleine überschlägt, um den Kindern nichts zu nehmen. Um sie nicht total hinten an stehen zu lassen, weil sie gar nichts dafür können.

Einfach mal entspannt Abendessen machen, weil niemand noch irgendwo rumgefahren werden muss: ein Traum! Bisher unbekannt, ehrlich! Leider.

In Zukunft soll es hier auch mehr um die positiven Aspekte gehen, aber gefühlt muss mit dem Ex da noch eine Kleinigkeit (Sorgerecht) geregelt werden, damit das losgehen kann. Und dann wird es auch endlich zuversichtlicher hier.

Hope so!

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Die Lüge vom Mütterthron

Was kann man sagen zum Mütterthron?
Mamamotzt ist müde.

Sie würde eher unbemerkt eingeschlafen vom Thron rutschen, als munter und machtgierig darauf zu regieren!

Der Ex schreibt alle paar Monate eine sorgenvolle Mail, in der er sich nach dem Wohlergehen der Brillanten erkundigt und ihnen das wichtigste aus seinem Leben mitteilt: „Ich will die Kinder sehen!“ Vollzitat Ende

Bei soviel Engagement seinerseits ist es verständlich, dass das Jugendamt erst im Sommer eine Überprüfung der Verhältnisse durchführte. Denn immerhin konnte der Engagierte dort jahrelang die Mär der kinderentziehenden Mutter aufrecht erhalten.

:O

Andere getrennte und verkannte Väter im Bekanntenkreis

Ein Ex-Freund, der sich als Vollblutanhänger des 50/50 Modells ausgab, welches er ca. 35/65 lebte mit Hilfe seiner Familie und stattdessen Vollzeit Karriere machte, tönte überall herum, dass 50/50 klasse sei. Als die Anwälte nach der Trennung die faktischen 35/65 berechneten und ihn auf seine (gehaltsmäßig entsprechend hohen) finanziellen Verantwortungen hinwiesen, bekam er Rücken und verfiel in anhaltende Depressionen. Kurz vor arbeitsunfähig. Bedauernswert.

Ein Bekannter rechnet sich als Selbständiger arm und arbeitet nur das nötigste, da seine Ex gut verdient und er sich nicht gut fühlt, wenn er Geld für die Kinder in die Richtung überweisen muss. Da die Mutter ihn emotional verletzt habe, sieht er die Kinder nicht mehr. Zu schmerzhaft war das für ihn und irgendwann muss er auch an sich denken.

Ein anderer Bekannter hatte über Jahre heimlich eine Zweitfamilie aufgebaut. Er ließ seine Exfrau nach der Trennung im gemeinsamen Haus wohnen und dafür seine schwerkranke Mutter pflegen, nach deren Tod schmiss er sie umgehend raus. War rechtlich möglich.
Ein Sunnyboy, wenn Sie ihn träfen, würden Sie nie glauben, dass ein gesellschaftlich so engagierter Mensch so ein Arsch ist.

Ausnahmen oder Regel

Zwei Väter aus dem Dorf gibt es, die Trennungen sind noch frisch, die sich wenigstens zeitlich um die Kinder kümmern. Weil die Mütter, die jeweils das Haus verließen, im Ort wohnen blieben, ist den Kindern das soziale Umfeld erhalten geblieben. Übernachtungsbesuche finden bei Müttern wie Vätern statt und wechseln sogar an einem Wochenende von einem zum anderen Elternteil. Also: mit sämtlichen Übernachtungsfreunden im Schlepptau. Über das Finanzielle uns Sonstige kann nichts gesagt werden, keine Infos.

Zu Elternabenden oder den aktuellen Weihnachtsfeiern erscheinen sie, wie es ihnen die Zeit erlaubt, aber nach Möglichkeit beide.

Der entmachtete Ex

Der Ex von Mamamotzt weiß immer noch nicht, auf welche Schulen die Brillanten gehen. Obwohl er vor Jahren auf sein Recht auf Information pochte und die Rektorin der Grundschule vorführte, weil sie angeblich nicht seinen Rechten nachkam. Beim nächsten Umzug vergaß er prompt, seine Adressänderung mitzuteilen, seitdem erreichen ihn schulische Infos nicht mehr. Und er hat sich noch nicht gewundert bzw. auch auf Anfrage hin nicht die neue Adresse mitgeteilt.
In zusammen 19 Jahren Schulkinderleben war er auf genau keinem Elternabend und zwangsweise auf einer Abschiedsfeier. Weihnachtsfeiern etc.? Forget it! Einschulungen hat er immerhin 2 1/3 erlebt.

Der engagierte Vater lässt sich Monat für Monat verleugnen, wenn der Gerichtsvollzieher wegen der nichteingehaltenen Unterhaltsraten Sturm klingelt. Für zwei von drei Kindern weigert er sich bislang seit Jahren erfolgreich, überhaupt eine Zahlungsverpflichtung ermitteln zu lassen.

Und geht an seinen 365 freien Abenden pro Jahr, während Mamamotzt die Brillanten ins Bett bringt und ihren diversen Verpflichtungen nachkommt, mit anderen männlichen Strippenziehern ein Bier trinken und schmiedet Allianzen gegen die bösen Weiber auf dem Mütterthron.

Mehr Enthronisierung und wesentlich mehr Rechte

Damit die schlimmen Weiber wie Mamamotzt und Co. nicht noch mehr Befugnisse erhalten, müssen dringend andere Gesetze her, eindeutig.

Genau das sagen die trotz dieses ganzen Rotzes auch noch politisch egangierten Frauen auch!

Mehr Rechte für alleinerziehende Mütter (Rente, Familiensteuern, Bewerbungsprozedere etc.) und sinnvolle Sanktionen für Lügenväter.

„Ist ja auch nicht so einfach …“

Dicker Kotzstrahl.

Die Vertretung der Beiständin (abwesend) hat in den Unterlagen gewühlt, ob da eine Begründung steht, warum die sprudelnde Quelle des Unterhalts versiegt ist.*

*Edit: in sieben Jahren komplett alleinerziehen gab es erst einen Monat mit einem Bruchteil an Unterhalt.

Da Ex einfach mal wieder kein Geld oder keine Lust oder sonstwas hatte, schlafen die Kinder diesen Monat und den nächsten dann wohl mal draußen auf dem Boden und essen auch nichts. Abhärtung. Von Vaddi aktiv unterstützt.

In den Unterlagen findet sich jedenfalls keine Begründung, sie darf selbst ersonnen werden.

Das bedeutet, dass sich einerseits der Gerichtsvollzieher wieder auf den Weg macht, um zu pfänden.

Für die ansonsten nicht erbrachten Unterlagen (erst seit diesem Frühjahr nicht beigebracht …^^), steht nun die gerichtliche Auskunftsklage an.
Dauert locker bis 2016, bevor da wirklich handfestes erstmal allein zur Sprache kommt. Dann fließt noch immer kein Unterhalt, sondern im besten Fall ist eine Berechnung der Leistungsfähigkeit möglich. Riskant, denn wenn sie auf Null gestuft wird, hat der Ex seinen Freifahrtschein und muss nichts zahlen. Wenn nicht geklagt wird, ist es ebenfalls ein Freifahrtschein, denn er zahlt einfach nichts ohne Konsequenz für ihn selbst.
Nur zu einer minimalen Wahrscheinlichkeit entsteht am Ende ein Unterhaltstitel.

Don´t ask for the living in the meantime. Up to you. Your own problem, dear! 

Die Vertreterin äußerte dann, dass es aber ja für einen Unterhaltszahler auch nicht so einfach sei, den Mindestunterhalt für drei Kinder zu leisten. – Wären vermutliche gigantische 937 Euro im Monat für alle Kinder, wenn Mamamotzt die Düsseldorfer Tabelle korrekt interpretiert. –
Wenige Unterhaltsverpflichtete würden das schaffen. Und nicht wenige würden, genauso wie Ex, ein Leben lang erfolgreich die Strategie verfolgen, exakt nur soviel zu verdienen, dass leiderleiderleider kein Unterhalt für den eigenen Nachwuchs mehr drin sei.

Gut, der Zweckoptimismus, den die Beistände Jahr für Jahr an den Tag legen, erstaunt. Aber die Wahrheit von denen zu hören, die sich für die Einhaltung der Standards einsetzen sollen, ist halt nicht gerade Ponyhof.

Für den betreuenden Elternteil ist es aber vielleicht auch nicht soo einfach, das nötige Geld dann irgendwie hereinzuwirtschaften. Mit der komplett allein geleisteten Betreuungsleistung. Die in sehr vielen Fällen normale Arbeitstätigkeit stark behindert. Freundlich ausgedrückt.
(Für Mamamotzt sind staatliche Transferleistungen nach wie vor keine Option. Jung und gesund und gebildet macht das selbst.)

Fühlt sich falsch an. Das System.

Schöne neue Konsequenzen

So, dieses ist nun der 5. Versuch, einen Beitrag über die Erleichterung zu schreiben, die nach der Anhörung der Brillanten im Kopf von Mamamotzt einsetzte.

Die anderen Entwürfe waren Rechtfertigungen. Warum sie froh ist, dass endlich mal jemand zugehört hat, endlich die Fakten als die Fakten akzeptiert werden, endlich die Schaumschlägerei verpufft ist.
Dass Mamamotzt nun weniger schlechtes Gewissen hat, weil sie den gesetzlichen Ansprüchen des Ex, die er regelmäßig einfordert, nicht mit Herzensfreuden nachkommt. (Zeugnisse schicken, Ergebnisse von Arztbesuchen mitteilen, Siege von Sportwettbewerben etc. pp. Ganz normale Entwicklungsfragen interessierten ihn ohnehin nicht.)

STOP!

Da ist ein sogenannter Vater, der seit Jahren die Kinder verarscht! Dem anderes wichtiger ist. Der sich nur gelegentlich an die Kinder erinnert und keinerlei Konstanz im Kontakt/Umgang mit ihnen beweist.

Ein sogenannter Vater, der bei der Beistandschaft eine Lüge nach der anderen auftischt und vor allem alles dafür tut, mittellos zu sein und zu bleiben, um nur ja keinen Unterhalt zahlen zu müssen.

Ein Arsch, der sich nicht für die Kinder interessiert, sondern den nur interessiert, was sie für ihn tun können. Der seine Rechte stets gut vertrat und das auch weiterhin tun wird. Und alle Vorteile, die „Kinder haben“ beziehungsweise sogar „alleinerziehend sein“, wie er es gerne darstellt, mitnehmen wird, solange es irgend geht.

Die Konsequenzen

Im Kopf von Mamamotzt ist endlich ein Rechtfertigungsdruck raus, der da jahrelang war. Denn sie musste ja immer belegen, warum der arme Ex dieses und jenes nicht bekommen hatte, wie er es sich erträumt hatte. (Ein Fehler im System! B.t.w.!)

Das tut schon mal gut!

Ebenfalls ganz anders fühlt es sich an, wenn klar ist, dass zumindest in diesem Jahr keine Kollisionen von einem Umgangstermin mit anderen Plänen mehr vorkommen kann.

Und jetzt ist endlich klar, dass die Brillanten keine Lust haben, den Notnagel in Mamamotzts Kopf zu nutzen: im Notfall würden sie zur Zeit überall lieber hingehen, als zum Ex.
Müßig, denn er hatte in den schlimmsten Notfällen, die bisher vorkamen, ohnehin „nie Zeit“.

Es scheint die Freiheit zu sein, endlich ohne den Ex planen zu dürfen, die sich so anders anfühlt. Konsequenzen können ja auch positiv sein. 🙂

Einfach endlich keine Angst mehr, einem Arschvater rechtlich nicht gerecht zu werden und Sanktionen fürchten zu müssen.

Jahrelange Verteidigungsposition

Es ist bezeichnend, wenn der Alltagselternteil, der alles, wirklich alles!, alleine für die Kinder regelt, sich auch noch rechtfertigen muss gegenüber dem anderen Elternteil, weil die Gesetzeslage es so hergibt. Dass sich die Mutter in diesem Fall rechtfertigen muss, warum Ex nicht rechtzeitig von irgendwas erfahren hat, nicht involviert ist, weshalb der Umgang nicht klappt usw.

Das kann nicht sein! Ein vollkommen sorgeberechtigter Elternteil hat Rechte UND Pflichten. Auch das Recht und die Pflicht, sich selbst zu kümmern.
Er kann selbst für Elternabendseinladungen u.ä. sorgen, indem er sich drum kümmert und bereits zur Einschulung etc. erscheint.

Das Lügengerüst von Ex ist mit den zahlreichen Informationen der Brillanten gegenüber dem Jugendamt eingestürzt, es wurde endlich offenbar, dass Ex ganz alleine für die verkorkste Situation verantwortlich ist.

Möge die schöne neue Denke lange halten!

Jetzt geht´s los

Liebes Tagebuch,

jetzt geht´s los, was?!

Der Ex, der sich jetzt monatelang nicht gemeldet hat, auf Nachfragen nicht reagiert und beim Gericht neulich die Verhandlung um eine Unterschrift mit einer Umgangsbestellung verwechselte, ist selbständig zum Jugendamt (JA) und hat vorgetragen, dass er dringend seine Kinder zu sehen wünscht.

Das sind doch umwerfende Neuigkeiten! So weit ist er noch nie gegangen. Und er hat sich grundsätzlich nur für die Kinder interessiert, wenn er was anderes damit erreichen konnte. Ein „alleinerziehender Mann“ mit mehreren Kindern bekommt nämlich eine Menge Unterstützung. Das nahm und nimmt er gerne mit.

Interessant ist, dass mir die Mitarbeiterin vom JA deutlich machte, dass ich zustimmen muss, weil ich sonst Umgangsverweigerin bin. Und dass es bei den jüngeren Kindern ziemlich egal sei, was sie davon halten, wieder die hochwahrscheinlich unregelmäßigen Termine mit dem Vater erleben zu müssen. Grundsätzlich sind nämlich beide Elternteile wichtig und die erhebliche Unzuverlässigkeit ihres Vaters würden sie ja nun schon kennen und müssten sie daher hinnehmen.

Tja, liebes Tagebuch, ich danke dir, dass du immer meine Gedanken festhältst, so kann ich nachlesen. Sonst würde ich mir selbst manches gar nicht mehr glauben und denken, ich hätte es im Nachhinein falsch interpretiert.

Es ist also egal, dass wir nichts vom Ex wissen. Wenn meine Post an ihn zurückkommt und er seit vielen, vielen Monaten nicht auf die inzwischen vermutlich wöchentlichen Briefe der Beistandschaft (mehrere Kinder, mehrere Einzelverfahren) reagiert, dann spielt das also keine Rolle?!

Ja, ja, schon klar, Umgang und Unterhalt sind getrennte Themen.

Dass er sich an keine Abmachung hält, der er selbst zugestimmt hat und nicht erreichbar ist, ist auch egal?!

Er kann sich also Kinder bestellen wie bei Zalando, sobald er sie braucht, müssen sie antanzen? Und wenn er sie eben nicht braucht, dann bestellt er nichts?!
Es ist in Ordnung, dass er nichts von ihnen weiß? – Naja, meine Pflichtmitteilungen mache ich ja, aber Nachfragen kommen nicht und mit ein, zwei Rundummails pro Jahr weiß er ja wohl wirklich nur das nötigste. Und manchmal habe ich sie bestimmt auch schon vergessen. Da kam auch keine Nachfrage.

Was sagt die Mitarbeiterin wohl dazu, dass Ex hier gelegentlich auftaucht und uns auflauert? Ob das auch ok ist, wenn MANN es nicht schafft, regelmäßig und nach festen Terminen seine Kinder zu sehen?
Dass MANN Feiertage und Feste verstreichen lässt, sich nur an die Geburtstage ausgewählter Kinder erinnert und andere unterschlägt, dass MANN den Kindern Versprechungen macht und noch nicht eine einzige eingehalten hat?!

Hässlich finde ich, dass die Kinder nun auch noch gehört werden müssen, sich werden sich entscheiden müssen, werden noch tiefer in einen Loyalitätskonflikt gestürzt werden und das alles ist supermegaoberüberflüssig.

Wir sind hier. Es gibt alles, was der Ex will doch schon fünfmal neu und neuer und allerneust auf Papier mit Stempel vom königlich-ländlichen Amtsgericht.

Er müsste doch nur kommen. Oder rechtzeitig bzw. überhaupt absagen, wenn es halt nicht klappt mit einem Umgangstermin.

Warum wohl glaube ich ganz fest, dass er vor allem die Kinder sehen will, weil er einen Kontaktnachweis braucht für sein Leben. Damit er irgendwas bekommt oder behalten kann?
Weil die Erfahrung es mich lehrt. Es war immer so bei ihm.

Nun dauert es noch, liebes Tagebuch, bis der Termin stattfindet. Ich vergleiche anschließend meine heutigen Gedanken und Vermutungen mit dem, was tatsächlich passiert(e).

Deine Mamamotzt

Bei Gericht

Ein Gericht, eine terminierte Anhörung, eine Anwesende und ein Richter.

Der Richter erfragt die Gegebenheiten, sucht nach dem sogenannten Antragsgegner, findet keinen und beginnt sein Diktat ins Aufnahmegerät. Als er fast fertig ist, geht die Tür auf ein Ex aka Antragsgegner betritt die Szene.

Er wird befragt und nutzt die Chance zum großen Gegenschlag. Er habe von nichts gewusst. Das Einschreiben sei so flugs verschwunden, dass er es nicht abholen konnte. Ansonsten sei er überhaupt nicht in Kenntnis gesetzt worden und werde absichtlich massiv von seinen Kindern ferngehalten.

Er müsse sich nicht rechtfertigen, um Umgang zu haben.

Der Richter versucht, dazwischen zu dringen und an das Thema Teilsorge zu erinnern.

Es sei doch völlig gleich, wie und wo er seine Zeit verbringe und mit was er sich beschäftige oder wie er den Umgang gestalte, er habe biologisch das Recht auf Umgang. Weil die Brillanten nur ihn als Vater hätten.

Der Richter bestätigt, dass Umgang generell wichtig sei. Aber in diesem Gespräch gehe es bitte um Teilsorge.

Ex findet es unmöglich, dass er auf seine Mails an Mamamotzt keine Antwort bekomme. Die wiederum fragt sich, welche Mails er ihr geschrieben hat?

Ex wettert und schimpft und wedelt mit einen riesigen Stapel loser Zettel herum, legt sie links auf den Tisch, stapelt sie ein wenig rechts einen auf den anderen auf, ordnet sie auf den Tisch hauend und tut alsdann gleiches auf der rechten Seite.

Mamamotzt fragt sich innerlich, warum Ex nicht nachhakte, worum es gehe, sobald er die Ladung erhalten hatte. Es waren gut vier Wochen Zeit. Irgendwie wundert sie sich auch, warum Ex nicht jetzt mal fragt, was der Brillant hat und in welcher Hinsicht er leidet.

Derweil ist Ex beschäftigt, darzulegen, wie schlecht Mamamotzt ist und wie negativ sie auf die Brillanten einwirkt. Und hat tatsächlich keinen Drucker, denn er hat alle ihre Mails abgeschrieben und wedelt damit herum! Siehe Zitat aus altem Blogpost:

Warum keine Mail, kein Fax, kein sonstnichts?
Weil Ex nicht über einen Drucker verfügt. Und falls er inzwischen einen hätte, wäre Papier oder Farbe alle und er zu klamm, neues zu kaufen, oder, oder, oder.
Es war die vermeintlich leichteste Möglichkeit für ihn, dem Kind die benötigte Unterschrift zu gewähren.

Der Richter fragt immer wieder, ob der Ex denn bereit sei, die Unterschrift an Ort und Stelle zu leisten. Und der Richter erinnert immer wieder daran, dass es gerade um Teilsorge geht. Nicht um Umgang.

Schließlich unterschreibt Ex gönnerhaft nach gewissenhaftem Studium des Infozettels, der ein blanker Infozettel mit drei Adressen (seiner, der von Mamamotzt und der der Praxis) ist, sonst steht nur noch drauf, dass beide Eltern einer Behandlung in der Praxis zustimmen müssen. Mehr nicht. Worum es bei Therapie geht, weiß Ex also immer noch nicht. Er fragt auch nicht. Warum auch, ihn interessiert nur der ihm rechtlich zustehende Umgang.

Und Telefonate mit den Kindern. Und dass mal endlich einer feststellt, wie blöd Mamamotzt ist. Die kümmert sich gar nicht um das Kindeswohl, das im wesentlichen aus Umgang mit Ex besteht. Und zitiert uralte Kamellen.

Auf Fragen, was er beruflich macht und wieso er den Umgang nicht an den vereinbarten Terminen wahrgenommen hat, geht er nicht ein. Muss er ja auch nicht, denn: rischdisch, es geht ja nicht um Umgang sondern um Teilsorge.

Der Richter erklärt zum ca. zwölften Mal, dass es gerade um Teilsorge geht, das ja aber auch egal sei, weil es sich soeben durch Exens Unterschrift erledigt habe. Aber er hege ein wenig den Eindruck, dass die Kommunikation zwischen beiden Elternteilen nicht … besonders gut … laufe.
Und daran wiederum könne er jetzt hier gar nichts ändern. Aber um Aktionen wie diese quantitativ in Grenzen zu halten, wäre es total prima, wenn sich die Kommunikation verbessere. Das Jugendamt könne prima helfen. Wenn beide einverstanden wären.

Das diktierte er sodann in sein Aufnahmegerät.

Auf der Aufnahme wird auch zu hören sein, wie Ex darauf besteht, dass es für die Brillanten total wichtig sei, Umgang mit ihm zu haben. Mindestens zweimal setzte der Richter seine Aufnahme neu an, weil der Ex einfach parallel punkt- und kommafrei weitersprach, aber beim dritten oder vierten Mal war es dem Richter wohl egal.

Stimme aus dem Off: So wurden locker zwei Monate verplempert bei der dringend angezeigten Behandlung des Brillanten. Aber das macht nichts, denn am Ende siegte die Vaterliebe und der den Brillanten über alles liebende Vater hat letztlich zugestimmt und das allein ist wichtig.
Blöde Mamamotzt, die sich um rein gar nichts kümmert.

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VORHANG ZU

Gut oder böse ist nicht die Frage

Bald ist es soweit, dann wird sich Mamamotzt mit Ex und dem Richter unterhalten, warum es unbedingt nötig war, das Gericht zu bitten, ihr alleine zu erlauben, eine Therapie für ein Kind zu beginnen. (Anstelles des Ex, der sich nicht rührte.) Kein Weltuntergang, aber unschön und vermeidbar. Und sie ist bannig hibbelig, ui ui ui.

Man könnte meinen, vor Gericht ist immer einer gut und der andere eben böse. Die Filterblase von Mamamotzt würde sie vermutlich zu den Guten stecken. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass sie seit Monaten versucht hat, vom Ex eine Zustimmung zu einer Therapie für einen Brillanten zu bekommen.

Und es wird darum gehen, ob ihr Bemühen darum ausreichend war. Ob sie dem Ex hätte auflauern müssen an seinen vermuteten Aufenthaltsorten. Eine Arbeitsstelle ist nicht bekannt, dort kann man ihm nicht auflauern. Auf Post an seine Meldeadresse reagiert er nicht, das lässt vermuten, dass er sich selten dort aufhält. Wie in der Vergangenheit mehrfach vorgenkommen, wochenlang abwesend.
Wo hätte sie ihn treffen können?
Zum Umgang ist er monatelang nicht erschienen. Sonst hätte man da mal fragen können, ob er zustimmen möchte.

Sie braucht für die Therapie eines Kindes seine schriftliche Zustimmung. – Der wievielte Post zu dem Thema ist das eigentlich inzwischen …?! – Obwohl er nicht wirklich eine Ahnung hat, warum das Kind eine Therapie benötigt. (Hat er schon irgendwie, weil sie ihn in Kenntnis gesetzt hat, bereits vor Jahren. Aber er hat nie wieder nachgefragt. Vor Jahren hatte er bloß angekündigt, er wolle sich um das Kind fortan selbst kümmern. Als der Satz ausgesprochen war, war die Luft wärmer und die Ankündigung bereits vergessen. Passiert ist: nichts.)

Sie hat ihn mehrfach geschrieben. Keine Reaktion. Streng genommen. Denn er soll in anständigem Ton und verständlich antworten. Was er, wenn er überhaupt reagiert, offenbar nicht vermag. (Siehe Beitrag Gehirnquark, PW auf Anfrage.) Zumindest hat sie keine sachdienliche Information vom Ex bekommen.

Sie hat ihn aber nicht angerufen. Anrufen bewirkt nichts, so ihre Erfahrung aus der Zeit mit ihm, Thema ist sogar egal. In einem anderen Gerichtsbeschluss ist festgehalten, dass die Kommunikation zwischen beiden Eltern schriftlich zu erfolgen hat. Doch das war ein anderer Bereich, strenggenommen. Wird das ihr Verhängnis? Ist das akzeptabel?

Geht es, neben der dingend ersehnten Unterschrift, überhaupt um mehr, als um einen eventuellen richterlichen Rüffel?

Gemäß urban legends umwuselt einen solchen Termin schon die Entziehung des Sorgerechts. Ganz oder in Teilen. Einem oder aller Kinder. Und nun der „Witz“: das droht ihm, ihr aber auch!
Weil der Richter finden könnte, sie spiele mit ihrer Sorgepflicht und informiere den Ex nicht ausreichend. Dabei ist es einigen RichterInnen nämlich gleich, wie sehr sich die Exen einbringen oder nicht einbringen in die angeblich gemeinsame Erziehung oder ob sie sich gar davor verstecken. Wie hier. Im Namen des Kindeswohls habe man sich abzusprechen und einer von beiden müsse eben kompromissbereiter sein. (Mamamotzt wohl?!?)

Sie stecken bereits drin in der Mühle der Gerichtsverhandlungen und Gesetzesauslegungen. Manchmal geht es längst nicht mehr um Recht und schon gar nicht um optimale Situationen für die Kinder. Es geht manchmal nur noch um Verfahrensfehler und persönliche Ideologien. Auch Richter sind Menschen mit Biographien und eigenen Lebenserfahrungen und hängen gewissen ideologischen Schulen an. Nicht alle abstrahieren amtsangemessen.
Es kam schon vor, dass in ähnlichen Fällen wie diesem ein Alltagselternteil das Gericht verließ und alle Rechte verloren hatte. Trotz umfassender Sorgeausübung in allen Bereichen. Und eben nicht mit der benötigten Unterschrift den Saal verließ.

Sie hofft auf das Beste.