Pissig und was die Kinder daraus lernen

Alle wissen: der Ex von Mamamotzt verhält sich widerlich, kümmert sich weder um Umgang noch um Unterhalt. Tönt aber immer laut.
Die Laune hier im Haus am heutigen Erntedank-Sonntag ist pissig. Und Mamamotzt steht guten Gewissens dazu.
Die Kinder wissen inzwischen: das dauert einige Tage, das hat einen Grund, das geht vorbei. Aber pissig meint wirklich richtig pissig.

Denn:

Inzwischen steht fest: da wird nichts mehr kommen an Unterhalt, der Ex sträubt sich mit Händen und Füßen – natürlich immer freundlich lächelnd verpackt und immer naiv tuend bei den jeweiligen Gesprächspartnern – und man kann ihm leere Titel in jeder Höhe aufdrücken. Zahlen wird er nicht.

Der aktuelle Clou: er ist selbständig. -> Lautes Raunen geht durch die Reihen, denn die Erfahrenen wissen: er verdient als Selbständiger natürlich so wenig, dass er von Luft und Liebe lebt.

Seine Selbständigkeit ist so schlampig (also nicht gewinnorientiert!), er führt nicht mal Buchhaltung. Offenbar stellt er nicht mal Rechnungen. Zumindest kann er nicht nachweisen, was er an Umsatz hat.

Kurze Gewissensfrage: wenn Sie, liebe Leser, normal eine Leistung bestellen, dann verlangen Sie doch vermutlich eine Rechnung darüber? Und nur, wenn steuerfre- äh, schwarz, gekauft wird, geht es „auch ohne Rechnung“. Oder? Und wie liefern Sie an Verkäufer, wenn Sie Großhändler sind, auch immer ohne Rechnung?
Nee, das geht nicht, wenn es gewinnorientiert sein soll.

Was ist also naheliegend bei jemandem, der nach über einem Jahr Geschäftstätigkeit, die unter anderem wegen der (vermeintlich!) *gesteigerten Erwerbspflicht aufgrund von Unterhaltspflicht gegenüber Minderjährigen zwingend gewinnorientiert sein muss, über keinerlei Unterlagen verfügt?

Es ist illegal. Oder es ist Schwarzarbeit. Oder es ist absichtlich nicht gewinnorientiert. Das Finanzamt ist weniger schnell zufrieden zu stellen bei fehlenden Unterlagen und saudummen Ausreden. Die Gesetze haben sich nämlich gerade verschärft.

Leider ist dann das Geschäft erstmal (absichtlich) wieder weg, und dann war natürlich das doofe Finanzamt Schuld.

Also:

Alles den Unterhalt betreffende geht hier über die Beistandschaft. Die gibt aber nie Auskunft. Ist zum Glück egal, passierte ja auch jahrelang nichts. Sie gab sich jahrelang zufrieden mit lapidaren Ausreden des Ex. Bis es schriftlich wurde. Mamamotzt durfte nämlich immer nur anrufen und nach dem Sachstand fragen. Aber irgendwann schrieb sie. Seitdem passierte einiges.
Bestimmt Zufall.

Mamamotzt wurde aber nicht in Kenntnis gesetzt, zwischendurch auf Nachfrage eher unhöflich in irgendwelche Schranken gewiesen und am Ende sollte sie per Zuruf bestätigen, ohne irgendwas je in der Hand gehabt zu haben, auf Wunsch des Ex einfach mal so mit einem Bruchteil des Mindestunterhalts zufrieden zu sein.
Der Ex kann doch keine Unterlagen liefern, und er verdient doch nach seinen Aussagen so schlecht und wenn man da zustimmt, dann zahlt er bestimmt. Ehrlich! Das hat er wirklich augenwimperklimpernd versprochen!

Sie ist aber nicht einverstanden.

Während:

Mamamotzt sofort dieser grandiosen Entwicklung fröhlich beipflichten sollte, bekam Ex wieder Frist um Nachfrist, weil er die Frist ja leider nicht halten konnte. So ein Armer!

Weil Mamamotzt damit aber nicht einverstanden war, ist sie jetzt ohne Beistandschaft. Denn die fand es ganz großartig, dass sie dem Ex wenigstens so einen Mini-Titel aus dem Arsch geleiert hat. (´Xcuse my English, aber irgendwann reicht es wirklich!)
Jetzt kümmert sich also niemand mehr um den ihren Kindern zustehenden Unterhalt. Weil es eben erfolglos ist.

Der Ex von Mamamotzt wird sowieso niemals zahlen. Wenn er wollte, hätte er schon acht Jahre Gelegenheit gehabt. Jaha.
Aber wie praktisch für ihn, wenn in seinen (Unterhalts-)Schuldscheinen, die er ja nie begleichen wird, dann von vornherein nur weniger drin steht. Dann sieht es nämlich weniger schlimm aus.

Und die Brillanten sehen auch, dass es ja gar nicht soo viel war, was der Ex ihnen nicht an Unterhalt beglichen hat. Ist doch allen super geholfen!

NEIN!!! Verdammt nochmal, NEIN!!!

Darüber regt Mamamotzt sich auf. Zurecht. Und laut. Und ausgiebig.

Und die Brillanten bekommen das in aller Konsequenz mit. Was gut ist. Denn sie wissen, dass die Aufregung vorbei geht.

Sie wissen, dass das Geld knapp ist. Scheinbar ist die Familie per definitionem arm, but so what, nackt nicht verhungern hat doch auch was. Man muss halt die Ausgaben schieben und es geht eben nicht alles. Das geht anderen auch so.

Den klugen Ratschlägen Unterstellungen von Amts Seite: „Sie kriegen doch eh Sozialleistungen, da brauchen Sie gar keinen Unterhalt!“ – FALSCH, keinen Cent!, oder: „Dann müssen Sie eben sehen, dass Sie die Kinder durchbringen, Kinder kosten nunmal und das ist dem Ex nicht zuzumuten!“ -ACH WAS?!, ist ja nichts hinzuzufügen.

Anzuprangern ist:

dass es unterhaltspflichtigen Elternteilen viel zu leicht gemacht wird, sich um ihre Pflichten zu drücken. Und es ist anzuprangern, dass jedem Betreuungselternteil erzählt wird, dass sei eben ein ganz spezieller Einzelfall.
Aber warum bekommen dann ca. 75% der Kinder von Alleinerziehenden nicht den ihnen zustehenden Unterhalt? Das sind fast eine Million Kinder, in Zahlen 1.000.000 Kinder im Land, grob aus dem Kopf. Link zu einem wahrscheinlich von Väterrechtlern korrigierten Tagesschau-Beitrag. 

Hier wäre noch möglich, den Ex in Beugehaft zu nehmen. Aber nutzt das irgendwem? Unwahrscheinlich.

Da der Ex von Mamamotzt ja so empfindlich ist und nicht so gut auf Amtspost reagiert, wird er ab sofort nur noch privat angesprochen. Dann wird der Unterhalt ja sicher kommen. (Har, har, har!)

Mistkerl !

Weil weder nach freundlichen Worten der Mutter seiner Kinder noch nach unzähligen Schreiben vom Jugendamt und auch nicht nach der Verurteilung durch den Richter Einsicht zu erkennen war, ist nun ganz öffentlich zu deklarieren:

der Ex ist ein amtlich bestätigter Mistkerl!

Er hat wunderbare Kinder mit Mamamotzt gezeugt. Das war nicht so aufwändig.

In sämtlichen anderen Belangen kann er leider nur als schlechtes Beispiel dienen.

Der Ex hat seine Kinder durch sein Verhalten bisher und weiterhin vieler Chancen beraubt. Das ist die wahre Tragödie.

Die Kinder kommen jeden Tag besser über den Mistkerl hinweg.

Möge sein schlechtes Herz im Ofen verkohlen. Mögen die Kinder ihm eines Tages präsentieren, was sie davon halten.

Ommmmmmmmm.

 

*gesteigerte Erwerbspflicht gibt es offenbar nicht, den Beistand und seinen Vorgesetzten hat das nicht interessiert, für den war alles ok, was Zeit totschlägt und eventuell Geld bringt bei Ex, und für 3 Kinder kann ein Mann alleine sowieso gar nicht genug verdienen, um noch eine Cent zu erübrigen, ist doch klar

Beistandschaft, ein Paradebeispiel

Die deutsche Beistandschaft kann nicht viel erreichen. Nicht viel bis gar nichts.

Wären die Aussichten nicht so mau und Mamamotzt nicht so knapp bei Kasse, hätte sie dem Ex mit einem Anwalt schon längst Beine gemacht. Die Beistandschaft ist in Sachen Unterhaltseintreibung nämlich ein bekannt lahmer Tiger.

Bei Mamamotzt läuft alles telefonisch, für eine schriftliche Stellungnahme muss sie schon sehr quängeln.

Die Sachbearbeiter wechseln i.d.R. mehrfach pro Jahr.

Jetzt gibt es wieder eine neue Person, die aber zu den Telefonzeiten nie erreichbar ist, obwohl Mamamotzt immer nur dann anruft. (Sonst ist eh ausgeschaltet, no Chance.)

Fakt

Ex hat den Kindern beim Umgang erzählt, er zahle Unterhalt. Auf die Entgegnung der Kinder, dass Mama behaupte, da käme aber doch nichts (HEUL, müssen sich Eltern nach jahrelanger Umgangspause wirklich über sowas unterhalten mit den lieben Kleinen???!!!) sagte er, er würde bei der Bank gucken, was passiert sei.

Mamamotzt muss jede Meldung, die sie über irgendwelche Einkünfte oder Überweisungen vom Ex bekommt, der Beistandschaft mitteilen. Am Ende ist dort das Geld eingegangen und falsch weitergeleitet oder geparkt worden? Daher der Anruf heute.

Keiner da

Wie immer, wenn Mamamotzt dienstags ihre Person im Amt anruft, seit die zuständig ist, war die Person nicht da.
Egal, in die Akten gucken können auch andere.

Der Vertreter stellte fest, dass vor gut sechs Monaten 100 Euro flossen und im Juli 50 Euro für jedes Kind.

Hätte ja sein können, dass inzwischen der Gerichtsprozess durch ist („Sehe ich nicht, habe ich auch jetzt keine Zeit für, rufen Sie morgen wieder an, dann ist die zuständige Person wieder da!“) oder die Pfändung einer Versicherung, für die Mamamotzt einen Gerichtsvollzieher beauftragt (UND BEZAHLT!!!) hat.

„Kann ich nichts zu sagen, an die Unterlagen kommt nur die zuständige Person, aber Sie sehen ja, Ihr Ex zahlt. Das ist doch was! Komische Abständen, aber andererseits, er muss das Geld auch erst mal zusammen haben! Schönen Tag noch!“

Zum Glück

Wenn man so leer ist wie Mamamotzt, siehe letztes Blogpost, kann man zum Glück nichts anstellen. Ansonsten wäre hier mal eine ganz große Welle fällig.

An anderer Stelle durfte sie heute erfahren, welche Wohltaten der Väteraufbruch für Kinder für die Kinder bedeutet.

Nee, wirklich! Alles, aber das ganz sicher nicht! Genau diese kinderschädigende Haltung ist die direkte Konsequenz aus dem Tun dieses bescheuerten Väteraufbruchs.

Mamamotzt hofft

Zum Glück darf sie immer mal wieder hören, wie wohl gelungen und gesellschaftlich positiv herausragend ihre Brillanten seien. Das ist wohl wirklich so. Soziale Leistungsträger, auch wenn sie selbst das zu Hause nicht immer bemerkt.

Mamamotzt hofft, dass trotz aller Kraftlosigkeit und Leere das auch immer oder wenigstens noch lange so bleiben möge.

Kein Vater, weder der leibliche noch diese bescheuerte Organisation von Stummelschwänzen, hat diese drei Kinder je unterstützt.
Danke für nichts!

Genug für heute!

Wie man sich als Unterhaltspflichtiger durchs Leben gaunert – eine Anleitung

Wenn jemand weiß, wie man als Unterhaltspflichtiger nach einer Trennung mit Kindern kostengünstig durchs Leben kommt, dann dürfte es der Ex von Mamamotzt sein.

Seit der Trennung vor 8 Jahren hat er extrem übersichtliche Beiträge für die Kinder überwiesen und sich auch sonst nicht groß eingebracht.

Zuerst hat er lange studiert (und dafür seine Vollzeitstelle gekündigt). Offiziell, um sich durch die „Weiterbildung“ besser zu qualifizieren und mehr „für die Kinder“ zu verdienen. Aus den geplanten maximal zwei Jahren wurden fünf. Oder sechs. Oder sieben. Nach der Hälfte der Zeit war es zwar schwierig mit Nachweisen über das laufende Studium, aber meistens konnte er das im Laufe des Semesters noch irgendwie drehen. Am Ende fehlte das über etliche Semester versprochene Abschlusszertifikat, bis heute. Aber das reicht er bei Gelegenheit nach. Für das Amt war das ok.

Über diese Anzahl von Jahren war der Ex leistungsunfähig, es gab keinen Unterhalt*. Immerhin wollte er ja später mehr verdienen, „für die Kinder“. Für das Amt war das ok.

*Unterhaltsvorschuss gab es eine Zeit lang, befristet und unter Mindestunterhalt 

Seitdem, das sind ca. zwei Jahre, plant der Ex, der Beistandschaft (hier sind Unterhaltsvorschusskasse und Beistandschaft verschiedene Stellen, und das Jugendamt wegen Umgangsregelung noch eine ganz andere) entsprechende Dokumente vorbeizubringen. Mal vergisst er sie zu Hause und bekommt faktisch sechs Wochen Aufschub, mal sind es aus Versehen die falschen, sechs Wochen Aufschub, mal sind es zu wenig, sechs Wochen Aufschub, und dazu kommt eine extreme Fluktuation im Amt. Die ewig neuen Mitarbeiter beschleunigen das Prozedere auch nicht gerade.

Ein findiger Mitarbeiter bei der Beistandschaft kriegte den Ex mal dazu, einen Titel auf Mindestunterhalt für das älteste Kind zu unterzeichnen. Weil er keine Dokumente einreichte und der Mitarbeiter mit gerichtlicher Klage drohte.

Klagen kratzen den Ex nicht mehr, den Androhungen beugt er sich längst nicht mehr. Er wartet bis zur Klage und zahlt so lange auch gar nichts.

Für das Kind mit Titel ist inzwischen durchgehend der Gerichtsvollzieher tätig. Zwangsvollstreckung (Drama in ganz vielen Akten!) usw. und vorläufig die Pfändung einer Lebensversicherung. Stand heute ist da noch kein Cent bei herumgekommen.

Für die anderen Kinder, die durch den Wegfall des Unterhaltsvorschusses in den Bereich Beistandschaft rutschten (hier geht das angeblich nicht anders), gibt es seit 1,5 Jahren immer nur die Info, dass es keinerlei Aussagen vom Ex gibt. Keinen Titel, keinen Unterhalt, kein nichts.
Recherchen nach seiner Einkommensquelle ergaben, dass er weder angestellt ist noch ein Gewerbe als Selbständiger angemeldet oder Sozialhilfe bezieht.

Die Beistandschaft ließ sich heute aus der Nase ziehen, dass er Ex jetzt endlich verraten habe, was er mache: freiberuflich, liefe natürlich ganz schlecht.
Unterlagen, die das belegen, habe er leider nicht. Bringe er aber demnächst.
Und er sähe auch eine Möglichkeit, ab Herbst in eine Vertretungsstelle zu rutschen, dann habe er mehr Einkommen.

Ehrlich, die Brillanten und Mamamotzt haben sich weggeschmissen vor Lachen!

Einmal mehr keine Unterlagen, um seine Behauptungen zu belegen.
Einmal mehr ein Versprechen, in ein paar Monaten sei alles ganz anders aka besser.

Z u m G l ü c k liegt der Fall dieser anderen Kinder ohnehin schon beim Gericht, und er wollte jetzt wohl nur nicht frühzeitig den Spaß beenden und „einfach so“ seine Unterlagen bei einem pupsnormalen Sachbearbeiter abgeben.

Das versteht man natürlich. 😉

Da er immer alles zum Wohle der Kinder zu tun verspricht und die heutigen Jugendämtler generell nichts schlechtes aus der Vergangenheit betrachten (und daher nie zu Erkenntnis gelangen können, dass es hier ein glasklares Muster gibt), wird er sich weiter so entlang gaunern.

Im Gerichtsverfahren, für dessen Ergebnis Mamamotzt im ungünstigsten Fall zwei Jahre ab heuer ansetzt, wird am Ende ein Titel auf fiktiven Unterhalt stehen, da der Ex nicht mitgewirkt hat. (inkl. Hinweis auf gesteigerte Erwerbsobliegenheit und zuzumutender Arbeit von 48 Stunden pro Woche, kontrolliertem Bewerbungsmarathon usw.)

Damit können die Kinder fast ein Leben lang den ihnen zustehenden Unterhalt sofort beim Ex pfänden, sollte er jemals sein Habe nicht gut genug verstecken.
Weil das am Ende fünfstellige Summen für jeden von ihnen sein sollten, lohnt sich das.

Ende für heute.

(kichernd ab … die haben ihm echt geglaubt, er würde demnächst Unterlagen bringen und sich ab Herbst finanziell verbessern … )