Eine Mail wie jede Mail

Mail vom Ex. Antwort immerhin auf eine von Mamamotzt.

Eingegangen auf den Inhalt? – Gar nicht.

Beleidigungen, Vorwürfe, Drohungen? – Mal wieder ausnahmslos, beleidigte Machoehre!

In der Familiensprache? – Nein, warum auch?! War ihm nicht nach.

 

Natürlich, es ist ein Stück Datenmüll zum Vergessen, Abhaken, am besten Löschen.

Es ging Mamamotzt um die Kinder, um den nächsten Umgang. Es geht dem Ex darum, wer der bessere Elternteil ist (er, ist ja wohl klar!, sie verdirbt die Kinder mit ihrem Handeln komplett) darum, dass er Rechte hat, und darum, dass Mamamotzt Pflichten ihm gegenüber hat.
Gähn!

Das ratlos-wütende Gefühl auf ihrer Seite nimmt ab, die Empörung über soviel Schwachsinn bauscht sich nicht mehr so mächtig auf wie bisher. Wahrscheinlich nennt man das emotional Abstand gewinnen.
Bliebe nicht die Hoffnung, dass irgendwann mal eine relevante Botschaft über die Mails kommt, wäre Umleitung auf P eine ziemlich sinnvolle Lösung.

Manche werden nie erwachsen!

 

 

 

Klartext: Gemeinsames Sorgerecht

Gemeinsames Sorgerecht bedeutet für Mamamotzt als Alltagselternteil ausschließlich folgende PFLICHTEN:

Sie trägt alle Kosten (Wohnung, Ernährung, Kleidung, Schule, Hobbies etc.) ausschließlich alleine.
Sie kümmert sich ausschließlich alleine um die Erziehung 24/365.
(3x Hausaufgaben tgl., Zahnspange, Therapietermine inkl. Üben, Hobbies, Geburtstage, stark machen, lieb haben, waschenkochenputzen etc. etc. etc. pp.)
Sie wird als einzig greifbarer Elternteil reichlich für Nachlässigkeiten des Ex verantwortlich gemacht.
Sie ist Schuld, wenn irgendwas mit den Brillanten nicht stimmt, weil sie alleine Einfluss hatte.
Sie kann keine Hilfsangebote beantragen, weil es keine passenden gibt.
Sie muss die Brillanten wohlwollend auf den Ex einstimmen und positiven Einfluss auf ihre Vatersicht ausüben.
Sie hat Sanktionen zu fürchten, sollte sie ihren Pflichten nicht nachkommen.

 

Gemeinsames Sorgerecht bedeutet für Ex als Umgangselternteil ausschließlich folgende RECHTE:

Ex braucht nur das für die Brillanten tun, was er möchte, und auch nur, wenn er kann.
Ex darf eine querfinanzierte, große Wohnung beziehen, weil er Umgangselternteil ist, braucht keinen Unterhalt zahlen, weil er nicht kann und muss nicht arbeiten, weil es nicht geht.
Ex kann zu nichts verpflichtet werden, denn wenn er widerwillig den Brillanten gegenüber auftreten würde, würde ihnen das nicht zum Wohl gereichen.
Es darf immer wieder Rechte geltend machen, um zu dokumentieren, dass Mamamotzt nicht so springt, wie er wünscht, denn dann muss sie unter Kontrolle springen.
Ex darf bei allen Entscheidungen sein (unbegründetes) Veto einlegen. Er hat das gemeinsame Sorgerecht, und das ist unantastbar.
Ex braucht keine Sanktionen fürchten.

 

Wie Mamamotzt gestern und heute im Netz las, gibt es mehr und mehr dieser Umgangselternteile. Rosenkriege sind nichts schönes, sehr gut, dass es einen solchen bei ihr nicht gibt!

Ein dermaßen desinteressiertes Verhalten schadet Kindern aber mindestens ebenso und macht viel kaputt, weil sie sich machtlos fühlen und früh lernen, dass sie und ihre Bedürfnisse und Gefühle nichts wert sind. Mütter bzw. Alltagselternteile zermürbt so ein Verhalten, dem kaum Einhalt zu gebieten ist mit aktuellen Mitteln.

GEGEN DEN MISSBRAUCH DES GEMEINSAMEN SORGERECHTS,
FÜR EINE DURCHSETZUNG DER GEMEINSAMEN SORGEPFLICHT

Sorgerecht, vom Haben und Teilen müssen

Einem Freund wurde das Sorgerecht entzogen. Unverheiratet konnten sich beide Eltern nach der Trennung über diverse Themen nicht einigen, es gab viele Auseinandersetzungen vor Gericht. Teilweise spielte bei beiden verletzte Eitelkeit eine Rolle, der andere sollte mit seinen Ansichten nicht durchkommen, teilweise hatten sie einfach konträre Meinungen. Aber: Beide haben sich immer gut um die Kinder gekümmert. Er würde das gerne auch weiterhin tun. Nun darf er es nicht mehr.

Manchmal träumt auch Mamamotzt von mehr Autonomie als erziehender Elternteil oder wahlweise mehr Pflichten für den Umgangselternteil. Jede Unterschrift, die vom Ex eingeholt werden muss, verursacht Bauchweh und verzögert den betreffenden Prozess enorm. Die Einschulungen hat er unterschrieben, Mamamotzt musste ihn vergleichsweise wenig drum bitten (naja, ihn halt überhaupt erstmal suchen und finden!), damit sind die Kinder in der Schule. Bankkonten das gleiche, die Kinder bekamen Konten, die er unterschrieben hat, als sie ihn mal erwischte. Ausweise, als sich ein Urlaub im Ausland abzeichnete und es ratsam schien, Ausweisdokumente für die Kinder zu besitzen, klappten nicht mehr.

Es fühlt sich ungeheuer schlecht und ungerecht an und erzeugt ein Ohnmachtsgefühl, dass ein Elternteil, welches sich kein Mü um die Kinder kümmert, außer ab und an seine Elternschaft plakativ zu betonen, theoretisch immer und praktisch oft genug in Entscheidungsfindungen oder Prozesse die Kinder betreffend eingebunden werden muss/sollte und vor allem jederzeit eine Menge davon blockieren kann. Vieles entscheidet Mamamotzt inzwischen einfach alleine. Wohl wissend, dass es anfechtbar ist und sie sogar gerichtliche Verfahren riskiert und die sogar verlieren würde.

Als Beispiel die Wahl der weiterführende Schule: Es wurde die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten verlangt, die tätigte Mamamotzt. Also weiß der Ex bis heute nicht, auf welche Schule das älteste Kind geht. (Fragt auch nicht.) Warum auch, er ist durch seine Vaterschaft an sich schon so gestresst. Er weiß nicht, welche Fremdsprachen die Kinder wählen, ihre Lieblingsfächer, ihre Hobbies, wo die Schulen sind etc. Wenn ihm einfallen würde, dass er ja auch ein Wörtchen hätte mitreden dürfen, kann er sich immer noch beschweren und klagen. Zu Recht. Was für ein Generve!

An einer früheren Schule hat er Mamamotzt mit Wonne wortgewandt und lautstark diskreditiert, lässt sich seitdem alle schulischen Infos schicken, hat sich dann aber nie wieder dort gemeldet. Die Schule hat die heiße Luft inzwischen durchschaut, die er gemacht hatte, und sich bei Mamamotzt entschuldigt. Wenn er sich leider nicht kümmern kann, aus welchen Gründen auch immer, braucht er das gesetzlich abgesichert nicht. Aber Mamamotzt muss ihm trotzdem alles andere hinterhertragen. Denn Rechte hat der Mann nunmal.

 

So zerstreiten wie der Freund will Mamamotzt sich übrigens nicht, nur um das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Zu viel Aufwand und ungesund, soviel Streit. Letztlich hat sie sich mit der heißen Luft der letzten Jahre ganz gut arrangiert und fährt einfach ihre OneWoman-Show weiter. Einigermaßen ungestört und dennoch bewusst, das ihr jederzeit eine Anklage droht.